18.02.2020

Darwin & Marie: Das sind die SpeakerInnen 2020

Die Female-Leadership-Konferenz Darwin & Marie wird am 27. Februar in der Wiener Hofburg in die mittlerweile zweite Runde gehen. Insgesamt werden 26 hochkarätige SpeakerInnen aus insgesamt 10 Nationen vor Ort sein.
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Darwin & Marie
(c) Darwin's Circle
kooperation

Von Instagram über Facebook bis hin zu Microsoft: Auch heuer werden wieder starke Führungspersönlichkeiten der wichtigsten Unternehmen der Welt als Speaker bei der Female-Leadership-Konferenz Darwin & Marie auftreten.

+++Die erste Female Leaders Conference +++

Darwin & Marie: Die Highlights

Die internationale Konferenz für Business Leader, die sich als Ableger von der Digitalkonferenz Darwin’s Circle versteht, wird am 27. Februar 2020 in die mittlerweile zweite Runde gehen.

Female Leadership Conference Darwin & Marie | Kathrin Kuess von Darwin's Circle im Interview

Kathrin Kuess, Managing Director von Darwin's Circle, über die bevorstehende Female Leadership Conference Darwin & Marie.

Gepostet von DerBrutkasten am Mittwoch, 12. Februar 2020

Laut den Initiatoren wurde die Konferenz ins Leben gerufen, um „Diversität und Inklusion als kompetitiven Vorteil für Unternehmen zu unterstreichen“. Zudem sollen international erfolgreiche MeinungsführerInnen, GründerInnen und Führungskräfte auf C-Level-Ebene aus Technologie, Wissenschaft, Forschung und Innovation vernetzt werden.

Im Rahmen von Darwin & Marie werden wieder Themen wie Unbiased AI, Successful Leadership, Social Responsibility, New Work und Work Environments, sowie Corporate Transformation diskutiert.

85 Prozent Speaker sind weiblich

Wie die Initiatoren darauf verweisen, verfügt die Konferenz über eine Quote an weiblichen Sprecherinnen von über 85 Prozent. Dieser Wert ist in der Tech- und Digitalisierungsbranche einzigartig.

Für einen halben Tag kommen VertreterInnen von Microsoft, Facebook, Instagram, Harvard Kennedy School, Monzo und vielen weiteren internationalen Big Playern der Tech-Szene nach Wien. Zusätzlich wird Justizministerin Alma Zadić die Konferenz offiziell eröffnen. 

Die Keynotes & Startups

Die SpeakerInnen kommen diesmal aus insgesamt zehn unterschiedlichen Ländern. Hier ein Überblick:

  • Michele Myauo, Director, Cybersecurity Services Delivery, Microsoft
  • Tina Kulow, Senior Director Corporate Communications, Facebook
  • Siri Chilazi, Women and Public Policy Program, Harvard Kennedy School, Research Fellow 

Auch Vertreter aus der internationalen Startup-Szene sind vertreten: 

  • Anna Lowe, Gründerin von Smartify, dem ‘Shazam und Spotify für Kunst
  • Emma Smith, Gründerin von Eversend, Gewinner des Slush Awards und von Forbes als „30 unter 30“ ausgezeichnet
  • Anna Radulovski, Gründerin von Coding Girls, Gründerin & CEO des WomenTech Networks und Regional Director des Founder Institute.

*Die Tickets für die Konferenz sind auf 150 Stück limitiert und nur auf Bewerbung erhältlich.

=> zur Page der Konferenz

*Disclaimer: Die Teddy Beteiligungs GmbH (Maximilian Nimmervoll) und Disrupt Holding GmbH (Lorenz Edtmayer) sind zu je 5,61 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Münchens Startup-Ökosystem spielt in einer anderen Liga | (c) Anastasiya Dalenka via Unsplash
Münchens Startup-Ökosystem spielt in einer anderen Liga | (c) Anastasiya Dalenka via Unsplash

Die gute Nachricht für das österreichische Startup-Ökosystem: Im ersten Halbjahr 2026 gab es beim Finanzierungsvolumen ein ordentliches Plus im Vergleich zum Vorjahr, wie brutkasten berichtete. 472 Millionen Euro wurden laut EY-Barometer in heimische Startups und Scaleups investiert – nur die ersten Halbjahre 2021 und 2022 waren stärker. Bei der Anzahl der erfassten Finanzierungsrunden wurde sogar ein neuer Rekord erreicht.

Die dritte Liga

Nun die schlechte Nachricht: Im internationalen Vergleich sind das Peanuts. Ohne Zweifel sollte man die Finanzierungsrunden als individuelle Erfolge einzelner Startups nicht kleinreden. Als gesamtes Ökosystem spielt Österreich international aber bestenfalls in der dritten Liga.

In der ersten Liga bleiben US-Ökosysteme weiterhin unter sich – mit dem Silicon Valley als ewigem Champion. In den Vereinigten Staaten landeten laut Daten des Portals Crunchbase zuletzt wieder mehr als 80 Prozent des globalen Risikokapitals. Finanzierungsrunden für die KI-Riesen im zwei- bis sogar dreistelligen Milliardenbereich sind hier die Spitze des Eisbergs eines Systems, gegen das alle anderen alt aussehen.

In der zweiten Liga wird es spannender: Dort findet sich nicht nur der gewiss ernsthafteste USA-Herausforderer China, sondern auch große europäische Länder wie das traditionell starke Vereinigte Königreich, Deutschland und Frankreich, kleinere wie die Schweiz sowie Schweden und starke internationale Ökosysteme wie Israel, Singapur und Kanada.

Und irgendwo, nicht in der Spitzengruppe, sondern im Mittelfeld der dritten Liga kommt dann auch Österreich.

Warum eigentlich?

Warum? Mit dieser Frage beschäftigt sich das heimische Startup-Ökosystem in Dauerschleife. Denn wir sind ja ein reiches Land – das Kapital wäre eigentlich da. Wir sind ja ein kluges Land – viele unserer Forschungseinrichtungen sind im internationalen Vergleich hervorragend. Wir sind ja ein effizientes Land – Österreich zählt zur globalen Spitzengruppe bei der Arbeitsproduktivität.

Also woran liegt’s? Vielleicht am Mindset? An der Kultur? Wenn es um den Vergleich zum Silicon Valley geht, wird man hier definitiv fündig. Ein völlig anderes Level an Risikobereitschaft sei hier nur als herausstechender Unterschied genannt. Auch beim Match mit dem ähnlich bevölkerungsreichen, aber extrem Startup-starken Schweden kommt man mit dem Argument durchaus weiter. Die skandinavische Mentalität ist anderes und die tief verankerte Kapitalmarktkultur macht einen entscheidenden Unterschied.

Déjà-vu

Und dann ist da Bayern südlich des sogenannten „Weißwurstäquators“ – das Land der Lederhosen, der Bierzelte, des Leberkäses und der hübschen alpinen Landschaften, dessen Bewohner:innen diesen (aus Sicht des Rests von Deutschland) lustigen Dialekt sprechen. Das kommt einem doch bekannt vor.

Gut, man kann Ähnlichkeit natürlich nicht nur an solchen stereotypischen Faktoren festmachen. Aber es lässt sich schwer bestreiten, dass man bei einem Vergleich zwischen Österreich und Bayern mit den Argumenten „andere Kultur“ und „anders Mindset“ nicht weit kommt. Zudem sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich bekanntermaßen sehr ähnlich und auch gesamtwirtschaftlich spielen Deutschlands südöstliches Bundesland und die Alpenrepublik in einer Liga – wiewohl Bayern hier die Nase etwa beim BIP pro Kopf etwas vorne hat.

Und doch: Österreich kam im ersten Halbjahr auf die besagten 472 Millionen Euro Gesamt-Investmentvolumen mit zwei Finanzierungsrunden zu je 100 Millionen Euro als größte Einzelinvestments. Währenddessen: Allein in der bayerischen Hauptstadt München gab es dieses Jahr mit Quantum Systems und Helsing bereits zwei Investments über mehr als eine Milliarde Euro, mit Proxima Fusion (411 Millionen Euro) noch ein weiteres, das schon alleine am österreichischen Gesamthalbjahresvolumen kratzt. Hinzu kommt mit Isar Aerospace (270 Millionen Euro) sogar eine Mega-Runde für ein Startup mit österreichischem Co-Founder und CEO.

Man findet freilich auch hier Gründe, warum der Vergleich nicht zulässig ist, wenn man danach sucht. Etwa dass die beiden Milliardenrunden an DefenseTech-Startups gingen – eine Hype-Branche, die im neutralen Österreich weniger Tradition hat und schwerer zu beackern ist. Aber damit sind gerade einmal die beiden auffälligsten Ausreißer erklärt.

Sucht man weiter, findet man gewiss noch einige Gründe mehr, die sich nicht von heute auf morgen ändern lassen, etwa die traditionell herausragende Stärke von Bayerns Industrie.

Genauer Blick an die Isar

Aber man kommt auch zu einigen Gründen, die mit gezielten politischen Maßnahmen zu erklären sind. Und mit starken universitären Initiativen, allen voran UnternehmerTUM an der TU München. Und ja, hier steht die reichste Frau Deutschlands, Susanne Klatten, als Mäzenin dahinter. Aber: Das Geld wurde richtig gut genutzt. Geld gäbe es schließlich auch hierzulande prinzipiell genug.

Ein genauer Blick an die Isar ist also nicht nur für die heimische Politik lohnend. Mit Offenheit statt Ausreden. Dann könnte es doch auch mit dem Aufstieg aus der dritten in die zweite Liga der Startup-Ökosysteme klappen. Das muss das Ziel sein. Denn wenn Leute mit Lederhosen, Bierzelten, Leberkäse, hübschen alpinen Landschaften und lustigem Dialekt das können, dann können wir das eben.

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