22.02.2022

The DAO: Österreicher soll laut Buch hinter bekanntestem Krypto-Hack stehen

Eine Autorin will den Verantwortlichen hinter dem DAO-Hack 2016 gefunden haben. Die Spur führt zu einem österreichischen Unternehmer.
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Cybercrime Cyber Security A1 Telekom Austria - cybertrap DAO-Hack
(c) Adobe Stock / smolaw11

Es gilt als der wahrscheinlich spektakulärste Hack in der Krypto-Geschichte: 2016, nur ein Jahr nach dem Start der zweitgrößten Kryptowährung Ethereum, stellte der DAO, der als dezentraler VC-Fonds gedacht war, damals umgerechnet 139 Millionen US-Dollar in Ether auf. Nach kurzer Zeit stahl ein Hacker 31 Prozent dieser Ether. Konkret waren es 3,64 Millionen – damals rund fünf Prozent aller Ether im Umlauf. Mit dem heutigen Kurs (der sich bekanntlich sehr schnell ändern kann) wären es umgerechnet etwas mehr als neun Milliarden US-Dollar. Es ist eine eher hypothetische Zahl, denn auf den Hack folgte die „Hard Fork“, mit der Ethereum Classic abgetrennt wurde. Die gestohlenen Ether verblieben dabei auf der Ethereum Classic Blockchain – der Kurs ist heute deutlich niedriger.

DAO-Hack: Autorin kam mit neuem Forensik-Tool auf österreichischen Krypto-Unternehmer

Seit dem Hack 2016 wurde darüber spekuliert, wer dahinter stecken könnte. Ganze Bücher wurden darüber geschrieben. In einem weiteren mit Titel „The Cryptopians: Idealism, Greed, Lies, and the Making of the First Big Cryptocurrency Craze“ will nun Autorin Laura Shin das Geheimnis gelüftet haben. Sie nennt einen österreichischen Krypto-Unternehmer und Programmierer namentlich. Dieser dementiert auf ihre Anfrage, gibt aber keine weiteren Auskünfte. In einem Gastbeitrag für die US-Forbes führt Shin genau aus, wie sie zu diesem Ergebnis gekommen ist.

Um auf den Hacker zu kommen, habe man ein neues Krypto-Forensik-Tool des auf Krypto-Tracing spezialisierten Unternehmens Chainalysis genutzt. Shin erklärt ausführlich, wie Bewegungen des Vermögens über verschiedene Börsen und Plattformen nach dem Hack bzw. der Ethereum Classic-Abspaltung nachverfolgt werden konnten. Entscheidende Hinweise habe letztlich vergangenes Jahr ein Brasilianer geliefert, der von brasilianischen Behörden in einer eigenen Aufrollung des Falls selbst als Verdächtiger gehandelt wurde und daraufhin eigenmächtig Recherchen anstellte, um seine Unschuld zu beweisen. Er habe schließlich die Spur gefunden, die laut Shins Argumentation eindeutig zum österreichischen Krypto-Unternehmer führen soll.

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Rendering der geplanten AI Heat Factory in Helsinki | (c) OnZero
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Mit seinem Konzept, die Abwärme von Servern zum Heizen zu nutzen, ist das Wiener Unternehmen OnZero auch innerhalb Österreichs nicht alleine – brutkasten berichtete etwa über die beiden Tiroler Startups Serwas, das ebenfalls KI-Abwärme nutzt, und 21energy, das Bitcoin-Mining-Heizschwammerl für den Privatgebrauch anbietet. Das Projekt, mit dem OnZero nun an die Öffentlichkeit ging, hat aber eine andere Größenordnung.

AI Heat Factory in Finnland geplant

Die Rede ist von einer „AI Heat Factory“ in der finnischen Hauptstadt Helsinki mit einer jährlichen Wärmeproduktion von rund 525.000 Megawattstunden. Damit sollen nicht weniger als 70.000 Haushalte per Fernwärme beheizt werden. Gleichzeitig soll damit der große Bedarf an Rechenleistung für KI besser gedeckt werden. „Wir haben OnZero mit dem klaren Ziel gegründet, die Kosten für KI zu senken, indem wir eine leistungsstarke KI-Infrastruktur mit der effizienten Rückgewinnung und produktiven Nutzung von Serverwärme kombinieren“, erklärt Ali Siddiqui, CEO von OnZero.

Finnischer Partner Helen nutzt Server-Abwärme schon seit 2010

Das Wiener Unternehmen kooperiert für das Projekt, dessen Start für kommendes Jahr geplant ist, mit dem finnischen Energieunternehmen Helen. Dieses bringt Erfahrungswerte mit: Bereits seit 2010 nutzt man die Abwärme von Serverzentren für die Fernwärme. Im neuen Projekt will man gemeinsam bis zu 99 Prozent der Server-Abwärme durch ein wasserbasiertes System einfangen und nutzen, heißt es in einer Aussendung. „Unser Ziel ist es, die Energieerzeugung durch Verbrennung bis 2040 auslaufen zu lassen, und die Nutzung von Abwärme spielt eine wichtige Rolle dabei“, kommentiert Tuukka Toivonen, COO für Strategie und M&A bei Helen.

Investor und ehemaliger pakistanischer Botschafter in den USA als CEO

OnZero geht auf das von Alexander Dietrich und Vlado Stanic gegründete Wiener Startup Blockbase zurück, das auf Krypto-Mining aufbaute. Die beiden sind nach wie vor als Geschäftsführer des Unternehmens eingetragen. Dieses befindet sich aber mittlerweile über eine Holding überwiegend im Besitz ausländischer Investoren, die das C-Level stellen. CEO Ali Siddiqui hält über seine Gesellschaft den größten Anteil. Der Investor war unter anderem pakistanischer Botschafter in den USA. CFO ist der frühere Steyr-Motors-CFO Christoph Cerar, COO ist der internationale Manager Stephen Smith.

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