14.06.2023

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

Nur die markanten Eckpunkte verraten diese Bilder als QR-Codes, der Scanner erkennt sie aber problemlos. Das Stable-Diffusion-Modell Controlnet macht's möglich.
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Einer der Anime-QR-Codes des chinesischen Bloggers
Einer der Anime-QR-Codes des chinesischen Bloggers

Die kleinen viereckigen Bildchen sind mittlerweile seit vielen Jahren omnipräsent. Wo man auch hinsieht, begegnen einem QR-Codes. Auch an die üblicherweise schwarz-weiße, im besten Fall in einem anderen Ton eingefärbte Optik, haben wir uns längst gewöhnt. Und eines ist klar: Ein QR-Code muss aus vielen kleinen Quadraten bestehen, um zu funktionieren. Oder?

Ein simples alternatives QR-Code-Design (ganz ohne KI) | via qrbtf.com

Generative KI bringt Bilder-QR-Codes auf nächstes Level

Tatsächlich ist das nicht der Fall. Nicht nur in der Farbe, sondern auch in der Form ist eine gewisse Variation möglich, trotz der QR-Code-Scanner die Links problemlos abrufen können (siehe oben – der Standard-Scanner in der Handykamera erkennt diese allerdings nicht automatisch). Und nimmt man generative KI zur Hilfe, geht diese Variation noch viel, viel weiter, als im oberen Beispiel, wie ein chinesischer Blogger nun eindrücklich zeigte und damit auf Reddit viral ging.

Einer der besonderen QR-Codes im Blog-Beitrag

Bauwerke, Landschaften und Anime-Figuren

Im Blog-Beitrag zu sehen sind Bauwerke, Landschaften, Anime-Figuren sowie traditionelle (asiatische) Muster und Grafik-Stile. Dass es sich um einen QR-Code handelt, verraten nur die markanten Eckpunkte, die sich in vielen Fällen ebenfalls harmonisch in die Grafik einfügen. Die meisten Codes führen zur Website qrbtf.com, auf der man deutlich einfachere Bilder-QR-Codes (wie das zuoberst gezeigte Beispiel) erstellen kann.

Einer der besonderen QR-Codes im Blog-Beitrag

Stable Diffusion-Modell Controlnet genutzt

Der Blogger nutzte für seine Werke eine generative KI: das auf dem Bildgenerator Stable Diffusion basierende Modell Controlnet. Dieses erlaubt besonders spezifische Prompts. Für die gezeigten Codes wurde es darauf trainiert, eingespeiste QR-Codes (diese werden zuvor über einen normalen Generator erstellt) mit Grafiken zu „übermalen“, ohne dass sie ihre Funktion verlieren. Ganz genau verrät der Blogger aber nicht, wie er solche Ergebnisse erzielt hat.

Einer der besonderen QR-Codes im Blog-Beitrag
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KI, Cybersecurity
@ Tina Schön/schoenfotografiert Wien/Canva - Carolin Desirée Töpfer.

Carolin Desirée Töpfer ist externe Chief Information Security Officer, Cybersecurity-Strategin und Gründerin von Cyttraction mit Fokus auf kosteneffizientes Risikomanagement, sichere KI-Nutzung und Cybersecurity-Zertifizierungen. Mit praxisnahen Lernformaten und strategischer Expertise unterstützt sie regulierte Unternehmen dabei, Sicherheitsanforderungen effizient umzusetzen und nachhaltige digitale Resilienz aufzubauen. In ihrem Beitrag warnt sie vor KI-Cyberangriffen und rät Startups und kleinen Unternehmen Cybersicherheit frühzeitig strategisch zu verankern.


„Wir konzentrieren uns jetzt erst mal auf Produkt, Teamaufbau und Sales – Cybersicherheit machen wir dann später.“ Ein Satz, den ich so oder ähnlich häufig von Gründer:innen höre – und der einige Unternehmen schon Multi-Millionen gekostet hat.

Identität stehlen

Cyberkriminelle haben seit KI ihr Repertoire erweitert und finden Milliarden von bereits geleakten Datasets, mit denen sie arbeiten können. Das Ergebnis sind nicht nur technische Attacken, die es in die Headlines internationaler Medien schaffen. Viel schmerzhafter ist es für Unternehmen, wenn es Angreifer zwischen Arbeitsprozesse schaffen, E-Mails und Nachrichten zwischen Team-Mitgliedern, Geschäftspartnern und mit Kunden manipulieren. Anweisungen versenden, die zweifellos echt aussehen und dann mit ganzen Sammlungen an sensiblen Daten verschwinden. Die Identität des CxO stehlen oder Entführungen von Führungskräften vortäuschen, um dem Unternehmen zu schaden.

Neben dem Zeitverlust, der Budget-Verschwendung und den Aufräum-Kosten, kommt dann auch noch der Vertrauensverlust am Markt hinzu, gegenüber Kunden und Investoren. Dinge, auf die Gründer:innen oft erst kommen, wenn es bereits zu spät ist.

„Gesunder Menschenverstand“ oder „Hausverstand“ existiert nicht in der Cybersicherheit!

Aufgrund der oft vernachlässigten digitalen Bildung in Schulen und da viele Arbeitgeber immer noch nicht in effektive Trainings investieren, kommen in jedem Unternehmen Menschen mit ganz unterschiedlichen digitalen Fähigkeiten zusammen. Das gilt für Startup-Teams, Kunden und Investoren gleichermaßen. Hinzu kommen volle ToDo-Listen, Stress-Situationen und die eigene Scham.

Angreifer lieben gestresste, beschämte Arbeitstiere!

Ob jemand in so einem Umfeld eine gefälschte KI-Mail erkennt, die im schlimmsten Fall noch aus dem echten Postfach eines gehackten Geschäftspartners kommt, ist nur noch Glücksfall.

Trotzdem gibt es Teams, die tägliche Angriffe auf allen Ebenen erfolgreich abwehren – weil sie eine holistische Cybersicherheits-Strategie implementiert haben. Diese besteht je nach Geschäftsmodell und Branche aus einem präzisen Projektmanagement und zwischen 60 und 90 Einzelmaßnahmen. Zweck ist in erster Linie der umfassende Schutz der eigenen Arbeit. Gleichzeitig erfüllt das Unternehmen damit Anforderungen von Kunden sowie regulatorische Vorgaben, von denen Gründer:innen oft nicht einmal wissen.

Erste Basis-Maßnahmen sind auch für Startups mit kleinem Budget machbar!

Jede/ r hat heutzutage Angst, gehackt zu werden, Geld zu verlieren und seine eigenen sensiblen Informationen öffentlich im Internet zu finden. Das sehe ich nicht nur an den Fragen, die ich über meine „Social Media“-Kanäle bekomme. Dabei können schon 30-Minuten-Team-Meetings einen enormen Unterschied machen. Offen über Angriffsszenarien und Ängste sprechen, gleichzeitig die aktuellen Sicherheits-Maßnahmen ins Gedächtnis rufen, erhöhen die Aufmerksamkeit für Cyber-Themen sofort!

Auch um Ruhe reinzubringen. Denn wer sowieso immer gleich springt, wenn eine neue Aufgabe um die Ecke kommt, wird wahrscheinlich auch die Aufgaben von Hackern erfüllen. Klare Arbeitsprozesse, 4-Augen-Prinzip und die allgemeine Erlaubnis im Team, Dinge kritisch zu durchdenken, noch zweimal nachzufragen, oder einfach mal kurz durchzuatmen, hat schon so einige teure Fehler verhindert.

Verantwortlichkeiten in ruhigen Zeiten klären

Den größten Hebel haben dabei Gründer und Entscheider. „Founder Mode“ bedeutet oft auch, vieles selbst zu machen. IT Systeme und Sicherheits-Lösungen sind mittlerweile aber so komplex, dass sich das Investment in einen seriösen IT-Dienstleister lohnt. Viele bieten auch eine Hotline für Notfälle an.

Wesentlich günstiger ist es allerdings, diese Notfälle zu verhindern. Denn nach meiner Erfahrung brauchen selbst schnelle kleine Unternehmen sechs bis zwölf Monate, um eine funktionierende Cybersicherheits-Strategie mit allen Maßnahmen aufzubauen. Neben den technischen Upgrades, müssen dabei auch die organisatorischen Strukturen sitzen.

Wo klar ist, wer was wann macht und auch, wer sich um die Cybersecurity Maßnahmen kümmert, Aufräum-Aktionen, Updates und Backups organisiert, geht weniger schief. Bei kleinen Unternehmen muss die Person nicht einmal einen IT-Hintergrund mitbringen. Es beginnt mit Interesse am Thema, Projektmanagement-Skills und der Bereitschaft, das Team regelmäßig mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Konflikte eingehen, um sichere Lösungen zu finden

Und auch darum, Konfliktsituationen smart zu lösen. Zum Beispiel beim Thema „Zugriff und Zutritt„: Nicht jeder sollte Zugriff auf alles haben. Dabei geht es nicht darum, Team-Mitglieder zu degradieren, sondern eine saubere Segmentierung zu schaffen. Am stärksten trenne ich hier zwischen Marketing und Kern-Business.

Alles, was sowieso für die Öffentlichkeit und mit verschiedenen Partnern produziert wird, findet bei mir selbst sogar in einer anderen Firma statt. Für Kunden richten wir technische Lösungen und Prozesse ein, die kreatives Marketing erlauben, Kunden-Kommunikation klar strukturiert und gleichzeitig das eigentliche Geschäftsmodell und die damit verbundenen Daten auf einem hohen Level schützt. Wer mit besonders sensiblen Informationen arbeitet, seine Patente aus Forschung und Entwicklung schützen will oder an einer einzigartigen Datenbasis für KI-Modelle arbeitet, kann über Segmentierung kosteneffizient Datenintegrität dort gewährleisten, wo sie wirklich notwendig ist.

Solche Konzepte stehen und fallen mit sicheren Login-Lösungen und der Bereitschaft aller Nutzer, diese auch zu nutzen. Die Aktivierung von 2 Faktor- oder Multi-Faktor-Authentifizierung führt dabei immer wieder zu Diskussionen.

Passwörter reichen schon lange nicht mehr aus, um Accounts zu schützen. Häufig bekommen Nutzer nur über die Abfrage des 2. Faktors mit, dass gerade ein Angreifer versucht, in ihren Account zu kommen.

Keine Schatten-IT, keine Schatten-KI

Wesentlich einfacher wird es, wenn alle im Team wirklich nur die Accounts nutzen, die sie wirklich für ihre tägliche Arbeit brauchen – und die sichere Funktion dieser über regelmäßige Tests oder technisches Tracking sicherstellen. So lässt sich auch vermeiden, dass das eigene Unternehmen zehn Tage offline und per E-Mail nicht erreichbar ist. Wie es zuletzt einer Wiener Geschäftsinhaberin passiert ist.

Auch aus wirtschaftlichen Gründen, kaufen Unternehmen kaum noch komplette Enterprise-Lizenzen für alle Mitarbeiter. Und auch bei Startups lohnt es sich, Lizenzen mindestens einmal im Jahr auszumisten und den jeweiligen Support zu bitten, vorhandene Daten EU DSGVO-konform zu löschen. Denn Accounts die ordentlich gelöscht wurden, können auch nicht zu Datenlecks führen.

Das gleiche gilt für alle KI Tools. Wer ein klares Prüfschema verfolgt, sich nicht vom Hype treiben lässt, unkontrolliertes Vibe Coding verhindert und auch hier ungenutzte Accounts wieder ordnungsgemäß löscht, kann von KI Effizienz profitieren, ohne seine eigene Arbeit oder gleich das ganze Unternehmen zu zerstören.

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AI Summaries

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Als AI-Sprachmodell kann ich keine Meinung haben. Allerdings könnte man argumentieren, dass die Verwendung von generativer KI zur Erstellung von ästhetisch ansprechenden und funktionalen QR-Codes für Werbezwecke oder als künstlerischer Ausdruck kreative Möglichkeiten eröffnet. Es könnte auch eine Debatte darüber geben, ob diese Art von QR-Codes die Bildung von visueller Ästhetik und Design fördert oder sie vereinfacht.

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Im Artikel wird keine spezifische Information zu wirtschaftlichen Auswirkungen von generativer KI und alternativen QR-Code-Designs gegeben. Es wird lediglich auf einfacher zu erstellende Bilder-QR-Codes auf einer Website hingewiesen.

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Als Innovationsmanager:in ist es wichtig, sich stets mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und Potentiale auszuloten. Der Artikel zeigt, dass durch den Einsatz von generativer KI selbst QR-Codes, die seit vielen Jahren im Einsatz sind, noch weiterentwickelt werden können. Somit kann der Einsatz von KI auch in anderen Bereichen der Produktentwicklung und -gestaltung einen Mehrwert bieten und neue Möglichkeiten eröffnen. Als Innovationsmanager:in sollte man sich daher mit den Potentialen von generativer KI auseinandersetzen und prüfen, ob sich dadurch neue Ideen und Lösungsansätze ergeben können.

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Als Investor:in hat dieser Artikel direkt wenig Relevanz. Allerdings zeigt er, wie Fortschritte in der künstlichen Intelligenz auch die Gestaltung von QR-Codes beeinflussen können und somit auch in der Marketingbranche Veränderungen bringen könnten.

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in könnten Sie von der neuen Möglichkeit der Gestaltung von QR-Codes mittels generativer KI profitieren. Durch die Einbindung von ansprechenden und individuellen Designs in QR-Codes könnten Sie Ihre Kampagnen und Wahlprogramme noch besser bewerben und interessanter gestalten.

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Das Bigger Picture dieses Artikels ist, dass die generative KI neue Möglichkeiten eröffnet hat, um QR-Codes in verschiedenen Formen und Farben zu gestalten, die ihre Funktion immer noch erfüllen können. Dies könnte für Marketing- und Werbezwecke interessant sein, da QR-Codes oft als visuelle Brücke zwischen der realen und digitalen Welt verwendet werden. Es zeigt auch, wie Technologie wie KI das Design und die kreativen Möglichkeiten erweitern kann.

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Der chinesische Blogger, der die besonderen QR-Codes erstellt hat

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • qrbtf.com

Dank KI: So schön können (funktionierende) QR-Codes sein