11.01.2022

Dance Masterclass: Österreicher investieren in Berliner Tanz-Startup

Dance Masterclass bezeichnet sich als "Netflix der Tanzwelt" und wurde von einem ehemaligen Profi-Balletttänzer gegründet.
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Caspar Hees hat Dance Masterclass gegründet © Dance Masterclass/Montage
Caspar Hees hat Dance Masterclass gegründet © Dance Masterclass/Montage

Zehn Monate nach der Gründung holt sich das deutsche Startup Dance Masterclass 400.000 Euro Investment bei Business Angels. Leadinvestoren sind zwei Österreicher: Johannes Braith, Gründer des Scaleups Storebox, der mit seiner Beteiligungsgesellschaft HardlyMountain Capital bereits in die Startups myReha, hello bello und Rebel Meat eingestiegen ist, und Lukas Zinnagl, der sein Startup Diagnosia 2019 verkauft hat und mit Braith bereits in myReha investiert hat. Mit ihnen steigen unter anderem Fiona Badian und Thomas sowie Hansi Figlmueller bei dem Startup ein.

„Netflix der Tanzwelt“ von Ex-Profi

Hinter Dance Masterclass steckt der ehemalige Profi-Balletttänzer Caspar Hees. Er hat das Startup im Februar 2021 gegründet und seither eine erfolgreiche Streaming-Plattform für Hobby-Tänzer:innen aufgebaut. Das „Netflix der Tanzwelt“ bringt es nach eigenen Angaben bereits auf mittlere sechsstellige Umsätze, die vor allem von Abonnenten aus den USA, Europa und Japan kommen.

Start mit Ballett

Die Plattform bietet Videos, in denen Profi-Tänzer:innen und Choreograf:innen Bewegungsabläufe erklären, demonstrieren und Erfahrungen teilen. „Tanz ist eine gigantische Nische – nach Sport und Musik eines der weltweit beliebtesten Hobbies“, sagt Gründer Hees. Bisher kann man sich mit Dance Masterclass vor allem mit Ballett auseinandersetzen. Mit dem frischen Kapital will das Startup nun weitere Tanzstile in das Angebot integrieren.

„Das Thema Education boomt in der Coronazeit und der Tanzbereich hat als unterschätztes Hobby enormes Potenzial. Caspar kennt die Branche als ehemaliger Profi sehr gut und hat es in wenigen Monaten auf eine beeindruckende Traction gebracht“, sagt Leadinvestor Braith zum brutkasten.

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Bundeskanzler Stocker setzt sich für ein UNO-KI-Zentrum in Wien ein. (c) BKA/Florian Schrötter
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Nach der Wahl in den UNO-Sicherheitsrat strebt die Bundesregierung nach dem nächsten Coup. Österreich soll in Fragen der Künstlichen Intelligenz in Zukunft nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitgestalten. Das verkündete heute Bundeskanzler Christian Stocker. Der konkrete Vorschlag: Es soll ein internationales KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen in Wien entstehen. Der Vorschlag wurde von Staatssekretär Alexander Pröll beim virtuellen internationalen Spitzentreffen zur Kontrolle von Frontier-KI-Modellen eingebracht. Das Treffen hat auf Initiative der Regierungschefs Finnlands und Norwegens stattgefunden.

„Fürchten wir uns nicht vor Künstlicher Intelligenz, sondern geben wir ihr einen Rahmen, der den Menschen Ängste nimmt und Sicherheit gibt. Ein KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen kann dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen aus der ganzen Welt gemeinsam daran arbeiten, das Potenzial von KI auszuloten, ihre Risiken zu verstehen und ihre Zukunft mitzugestalten“, sagt Stocker

Wien als „der richtige Standort“

Die Bundesregierung sieht Wien als idealen Standort an. Mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der CTBTO-Vorbereitungskommission sei die Stadt bereits Sitz von Institutionen, die den verantwortungsvollen Umgang mit komplexen Technologien behandeln und langjährige Erfahrung mit multilateralen Verfahren und Standards haben.

„Kein Staat kann diese Herausforderungen allein bewältigen. Die Weichen für die globale KI-Governance werden jetzt gestellt, und Österreich will diesen Prozess aktiv mitgestalten“, betont Staatssekretär Alexander Pröll.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ergänzt: „Österreich setzt sich konsequent für klare Grenzen und international verbindliche Regeln für KI-Waffen ein. Als einer der vier UNO-Amtssitze wäre Wien bestens als Standort für ein internationales KI-Zentrum geeignet.“

Treffen mit Hinton und Steinberger

Heute Abend trifft Stocker gemeinsam mit Staatssekretär Alexander Pröll den Physik-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton und Peter Steinberger, der mit OpenClaw weltweite Bekanntheit erlangte. „Wir sprechen über unsere Initiative, über internationale Regeln für KI und darüber, wie Österreich bei dieser Zukunftstechnologie vorne mit dabei ist“, schreibt Stocker auf X. Hinton und Steinberger sind Gäste von TEDAI in der Wiener Hofburg.

Österreich im KI-Zeitalter

KI scheint im Bundeskanzleramt präsenter denn je zu sein, denn Pröll möchte zum Thema „Österreich im Zeitalter von KI“ am 19. November Stellung nehmen. Der Staatssekretär lädt zu einer Grundsatzrede in die Österreichische Nationalbibliothek ein, bei der er über eine der „größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit“ sprechen wird.

„Künstliche Intelligenz verändert, wie wir arbeiten, entscheiden, schaffen und denken. Was bedeutet das für uns Menschen und was bedeutet es für Österreich?“, heißt es in der Aussendung.

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