27.07.2015

Daimler schickt dieses Jahr selbstfahrende LKWs auf Deutschlands Straßen

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Bald könnten LKWs ohne Fahrer die Straßen (un)sicher machen.

Die Vorstellung mag für viele noch ein wenig gruselig sein: Man überholt einen LKW auf der Autobahn, schaut in die Fahrerkabine und erschrickt – denn sie ist leer. Und auch wenn das wie Zukunftsmusik klingen mag, könnte es bereits in diesem Jahr Realität sein. Denn Autobauer Daimler möchte selbstfahrende LKWs testweise auf die Autobahnen schicken. Fahrzeuge, bei denen Computer den Truckfahrer ersetzen. Fahrer werden zwar trotzdem (noch) in der Kabine sein, deren Hände aber nicht mehr am Lenkrad.

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Daimler-Vorstand Wolfgang Bernhard verrät der Frankfurter Allgemeinen in einem Interview, dass man bei Daimler zuversichtlich sei, bereits in den nächsten Wochen die Genehmigung für Tests auf deutschen Autobahnen zu bekommen. „Und dann legen wir auch sofort los“. In ganz Deutschland seien Testfahrten geplant.

Die Serienreife der teilautonomen LKWs erreiche mal schon in zwei, drei Jahren – früher, als bei PKWs, ist Bernhard überzeugt. „Technisch kriegen wir das hin.“

Mit der neuen Technik steige auch die Sicherheit im Straßenverkehr, gibt sich der Daimler-Vorstand selbstsicher: „97 Prozent der Unfälle beruhen auf menschliche Faktoren. Darum Die Maschine fährt insgesamt sicherer als der Mensch.“

Mercedes-Benz Future Truck 2025

Trotzdem: Überflüssig werde der Fahrer (noch) nicht. „Es wird immer ein Mensch drin sitzen, der sicher stellt, dass nichts passiert“, sagte Bernhard. „Ich kann das Fahren zwar komplett der Maschine übergeben, auch das Bremsen und Beschleunigen, muss die Fahrt aber überwachen.“

Quelle, © Bilder: Daimler

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contextflow, Corona, Radiologie
(c) contextflow - Das contextflow-Team.

In den vergangenen Jahren war es um das auf KI-basierte Radiologie spezialisierte Wiener Startup Contextflow medial etwas stiller. Davor, im September 2021, hatte man eine bereits kommunizierte Investmentrunde um zwei Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro erweitert – brutkasten berichtete.

Contextflow-Deal: Millionen und Aktien

Nun gibt es wieder Neuigkeiten. 4DMedical, ein australisches Medizintechnikunternehmen für Atemwegsmedizin mit KI-basierter Bildgebung, hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Contextflow unterzeichnet. Der Deal umfasst laut einer am Montag bei der australischen Börse eingereichten Mitteilung eine Cash-Vorauszahlung in Höhe von rund 18,6 Millionen australischen Dollar (aktuell ca. 11,5 Millionen Euro), 56.235 Aktien sowie einen Earn-out von bis zu 2,6 Millionen Optionen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Vorbehaltlich der Erreichung bestimmter Leistungsziele.

Die Übernahme soll 4DMedical eine umfassende kommerzielle Plattform direkt vor Ort in Europa ermöglichen und die globale Wachstumsstrategie beschleunigen.

Schnelle Expansion und eine Ersparnis

Während sich die Transaktion strategisch auf die geografische Expansion konzentriert, stärke sie zugleich die Technologieplattform von 4DMedical, heißt es in der Aussendung. Die KI-basierten Erkennungs- und Workflow-Tools von Contextflow, insbesondere im Bereich des Lungenkrebs-Screenings, sollen dabei die funktionellen Bildgebungsfähigkeiten von 4DMedical ergänzen, die eine quantitative Bewertung von Ventilation, Perfusion und Lungenmechanik ermöglichen.

Durch die Übernahme von Contextflow gewinnt 4DMedical ein in Europa ansässiges Team mit kommerzieller und technischer Expertise, einen etablierten Kundenstamm sowie eine klinische Präsenz in ganz Europa. Darüber hinaus erhält das Unternehmen eine CE-gekennzeichnete Produktsuite, die bereits in routinemäßigen klinischen Workflows eingesetzt wird, sowie eine regulatorisch konforme Plattform, die den Anforderungen der europäischen Medical Device Regulation (MDR) entspricht. Diese Grundlage diene 4DMedical dazu, den Zeit- und Komplexitätsaufwand für den Aufbau einer neuen regionalen Präsenz zu umgehen.

Contextflow-CEO wird General Manager

Durch diese Kombination komplementärer Produktsuiten sei das australische Unternehmen nun konkret in der Lage, funktionelle Lungenbildgebungslösungen in etablierte europäische radiologische Workflows einzuführen, Cross-Selling innerhalb der bestehenden installierten Kundenbasis zu betreiben, in Märkte mit etablierten Erstattungspfaden – einschließlich Deutschland – zu expandieren sowie die Markteinführungszeit für neue KI-gestützte Lösungen zu verkürzen. Die Ergänzung um eine kommerziell aktive, MDR-konforme Plattform reduziere dabei zusätzliche regulatorische Reibungsverluste und ermögliche skalierbares Wachstum in mehreren europäischen Märkten.

Markus Holzer, CEO von Contextflow, übernimmt künftig die Rolle des General Managers von 4DMedical Europe, verantwortet das Wachstum des Unternehmens in der Region und berichtet direkt an Gründer und CEO Andreas Fouras.

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