23.03.2022

CryptonSnow in Saalbach: Wissen, Skifahren und Party für Krypto-Fans

Rolling Cryptos und Black Manta laden zu einem Krypto-Wochenende mit spannendem Programm nach Saalbach-Hinterglemm.
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Saalbach-Hinterglemm © Unsplash
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kooperation

Anfang April trifft sich die Krypto-Community aus Österreich, Deutschland und der Schweiz im Skigebiet Saalbach-Hinterglemm. Dort findet von 8. bis 10. April 2022 mit CryptonSnow ein spannender Mix aus Networking, Skifahren, Vorträgen, Workshops und Party rund um Web 3 statt. Hinter dem Event steht der deutsche Veranstalter Rolling Cryptos gemeinsam mit Black Manta Capital, einem Tokenisierungs-Unternehmen mit Wurzeln in Österreich.

„CryptonSnow ist ein Communityevent, das Spaß machen soll“, sagt Alexander Rapatz von Black Manta zum brutkasten. Es sei keine starre Konferenz geplant und das Team rund um Rolling-Cryptos-Erfinder David Widmann habe schlaue Formate zur Wissensvermittlung in das Programm integriert.

Pre-Event für das Cryptoberfest

Widmann hat mit Crypto Valley Society und schließlich Rolling Cryptos eine wachsende Community rund um die Themen Web 3, Metaverse und Krypto gebaut und sieht CryptonSnow auch als Pre-Event zu dem Flagship von Rolling Cryptos, dem Cryptoberfest. Für Black Manta, das als Bafin-regulierter Player eher aus der klassischen Finanzwelt kommt und dort mit Innovation mittels Blockchain punktet, ist die Unterstützung von CryptonSnow eine gute Möglichkeit, diese beiden Themen und Welten enger zusammenzubringen. Unterstützt wird das Event außerdem von der Wiener Kanzlei Stadler und Völkel und twire. Brutkasten wird mit einem Media Corner als Medienpartner vor Ort sein.

Star-DJane Lilly Palmer

Die Teilnahme am Programm von CryptonSnow ist nach einer Anmeldung kostenlos – nur Anreise, Unterkunft und Verpflegung müssen selbst bezahlt und organisiert werden. Am Freitag startet das Event mit einem Gala Dinner und einer Keynote im Hotel Neuhaus. Samstag ist der Haupttag und startet mit Skifahren oder Snowboarden mit Trainern und einem gemeinsamen Mittagessen auf der „Crypto Alm“. Am Nachmittag gibt es ein vielfältiges Programm aus Yoga mit DJ-Sets und Web 3 Workshops, sowie Vorträgen. Für die Party nach dem gemeinsamen Dinner hat Rolling Cryptos die bekannte deutsche DJane Lilly Palmer gewonnen. Am Sonntag endet das Programm nach Skifahren, Brunch und Workshops am Nachmittag.

David Widmann und Alexander Rapatz im Talk über CryptonSnow

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EU-Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen bei ihrer Keynote "Europe's Tech Moment" auf der VivaTech in Paris. (c) Martin Pacher | brutkasten

Es ist ein Tag mit zwei Schauplätzen. In Évian-les-Bains geht am Mittwoch der G7-Gipfel zu Ende. Am Abschlusstag sitzen die Chefs der führenden KI-Konzerne, darunter Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic), Demis Hassabis (Google DeepMind) und Arthur Mensch (Mistral), mit den Staats- und Regierungschefs bei einem Arbeitsmittagessen zu Frontier-KI, Infrastruktur und Souveränität. Mehrere hundert Kilometer entfernt, auf der VivaTech in Paris, liefern zwei EU-Kommissarinnen die europäische Antwort auf die Frage, ob der Kontinent eigene globale Tech-Champions bauen kann.

Souveränität als europäischer Gegenentwurf

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, verwies in ihrer Keynote „Europe’s Tech Moment“ selbst auf das G7-Treffen. Weltweit investierten Regierungen massiv in ihre technologische Führung, Europa müsse seine eigene Kapazität stärken, Technologien zu entwickeln, zu produzieren und einzusetzen. Rückenwind holt sie sich aus einem am selben Tag veröffentlichten Eurobarometer: Demnach stufen 79 Prozent der Europäer:innen Digitalpolitik als EU-Top-Priorität ein, 85 Prozent befürworten Investitionen in europäisch entwickelte Infrastruktur, 82 Prozent wollen weniger Abhängigkeit von Drittstaaten.

Untermauert ist diese Linie durch das European Technological Sovereignty Package, das die Kommission Anfang Juni vorlegte: mit dem CHIPS Act 2.0 für die Halbleiter-Wertschöpfungskette und dem Cloud and AI Development Act, der einen einheitlichen Souveränitätsrahmen für Cloud-Dienste schafft. Niemand dürfe einen „Kill-Switch“ über kritische Infrastruktur haben, so hatte Virkkunen die Stoßrichtung bei der Präsentation des Pakets zusammengefasst. Beim Risikokapital benannte sie das Gefälle: Auf die USA entfielen über 50 Prozent des globalen VC, auf China rund 40, auf Europa nur etwa fünf Prozent.

Fünf-Milliarden-Fonds gegen die Fragmentierung

Im Panel „Can Europe Build Global Champions?“ setzte Ekaterina Zaharieva, Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation, auf Selbstbewusstsein. Europa habe die besten Deep-Tech-Talente und den größten Binnenmarkt, kranke aber an Fragmentierung. Dagegen verwies sie auf das 28. Regime, ein „europäisches Delaware“ für grenzüberschreitende Gründungen, und auf den Scaleup Europe Fund: fünf Milliarden Euro, seit Mai von EQT gemanagt, erste Investments im Herbst, gedacht, um Deep-Tech-Scale-ups in Europa zu halten.

Ekaterina Zaharieva auf der VivaTech 2026 | (c) VivaTech

Der Kontrapunkt eines Gründers

Den Kontrapunkt lieferte mit Jean-Charles Samuelian ein Gründer, der über sein Boardmandat bei Mistral mit der Runde in Évian verbunden ist, wo Mistral-CEO Mensch am Mittagstisch saß. Der CEO des Gesundheits-Scaleups Alan mag die Erzählung vom benachteiligten Europa nicht. Er habe nie gefragt, was Europa ihm geben solle, sondern wie er ein Problem löse. Wer ein echtes Kategorie-Produkt baue, finde auch Kapital, notfalls global. Das Defizit sei nicht mangelnder Ehrgeiz, sondern eine Kultur, die Risiko scheue, bis hin zum Einkauf.

Anknüpfungspunkte für Österreich

Für das heimische Ökosystem gibt es mehrere Anknüpfungspunkte. Die KI-Infrastruktur, die Virkkunen beschwört, hat in Österreich eine Adresse: Die AI Factory Austria (AI:AT), geführt von Advanced Computing Austria und dem AIT, ist seit Sommer 2025 in Betrieb, der Wiener Coworking-Hub seit Februar offen, ein KI-Supercomputer für Wien soll 2027 folgen. Der CHIPS Act 2.0 betrifft mit Standorten wie Infineon in Villach oder AT&S beim Advanced Packaging unmittelbar heimische Player. Und die Debatte um Spätphasen-Kapital spiegelt die hiesige Diskussion um einen Dachfonds und institutionelles Wachstumskapital.

Die eigentliche Frage: Kauft Europa seine Innovation?

Am Ende verschob Zaharieva die Frage von der Finanzierung zur Nachfrage: Es gehe nicht mehr darum, ob Europa Kapital für Skalierung finde, sondern ob es seine eigene Innovation auch kaufe. Der erste Kunde müsse oft die öffentliche Hand sein. Während in Évian über die großen Linien verhandelt wird, liegt die Antwort darauf bei den Einkäufer:innen.

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