24.09.2021

Crypto Weekly #26: Wieder mal Angst wegen China, Twitter startet mit Bitcoin

Diese Woche: Gleich zweimal drückte China die Kurse: Zuerst Sorgen vor einer Immobilienkrise, dann wieder einmal Meldungen über ein neues Vorgehen der Behörden gegen Kryptowährungen. Außerdem: Twitter ermöglicht künftig Bitcoin-Zahlungen über das Lightning-Netzwerk. Coinbase knickt vor der US-Börsenaufsicht ein. Und ein 680-Mio.-Dollar-Investment für ein Fußball-NFT-Startup.
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coins Bitcoin, against the background of the Chinese flag, concept of virtual money, close-up. Conceptual image of digital crypto currency.
(c) puhimec/Adobe Stock - China erhebt Steuern auf Kryptogewinne.

Im brutkasten Crypto Weekly blicken wir jeden Freitag auf die wichtigsten Kursbewegungen und Nachrichten der Woche aus der Krypto-Welt zurück. Die 26. Ausgabe starten wir, wie immer, mit einem Blick auf die…

…die Kurstafel:

NameKurs7-Tages-Performance
BitcoinBTC42.200 Dollar-10%
EthereumETH2.900 Dollar-16%
CardanoADA2,26 Dollar-5%
Binance CoinBNB353 Dollar-14 %
XRPXRP0,94 Dollar-13 %
DogecoinDOGE0,21 Dollar-14 %
PolkadotDOT31 Dollar-9 %
SolanaSOL140 Dollar-0,5 %
UniswapUNI20 Dollar-21%
Alle Daten sind von coinmarketcap.com und am Stand vom späten Freitagnachmittag/Kursveränderungen gegenüber späten Freitagnachmittag der Vorwoche

Schwache Woche am Kryptomarkt

Ja, insgesamt war das eindeutig eine eher schwache Woche. Bitcoin bewegte sich seit vergangenem Freitag in einer breiten Range zwischen knapp 48.800 Dollar und etwas unter 39.800 Dollar. Starke, aber nur kurzzeitige Kursausschläge nach unten gab es dabei in der Nacht auf Dienstag sowie in der Nacht auf Mittwoch. Am Freitag rasselte der Kurs dann ebenfalls noch einmal nach unten.

Anfang der Woche war es vor allem die Angst vor einer Immobilienkrise in China, die auch die traditionellen Finanzmärkte unter Druck brachte. Am Freitag dämpfte dann noch einmal China die Stimmung – aber dieses Mal in Form einer Mitteilung der Zentralbank, die wieder einmal klarstelle, dass Transaktionen mit Kryptowährungen illegal sind. Einen nur kleinen Push nach oben brachte am Donnerstagabend die Nachricht, dass Twitter nun Bitcoin-Zahlungen über das Lightning-Netzwerk in seine App integrieren wird – doch zu alldem später.

Bei den anderen großen Kryptowährungen sah es nicht viel besser aus. Bei Ethereum ging es mit einer eher gruseligen 7-Tages-Performance von minus 16 Prozent wieder deutlich unter die 3.000-Dollar-Marke. Auch Binance Coin (minus 14 Prozent), Dogecoin (minus 14 Prozent) und Uniswap (minus 21 Prozent) verzeichneten starke Abschläge. Einigermaßen stabil hielt sich unter den größeren Namen nur Solana.

Zuerst allgemeine Unsicherheit wegen Evergrande…

Starten wir mit dem Abverkauf zu Wochenbeginn. Der betraf, wie erwähnt, auch die traditionellen Finanzmärkte. Auslöser: Der finanziell schwer angeschlagene chinesische Immobilienkonzern Evergrande. Dem Unternehmen droht die Zahlungsunfähigkeit. Wegen seiner schieren Größe könnte dies starke Auswirkungen auf Chinas Immobiliensektor und in weiterer Folge auf die gesamte chinesische Wirtschaft haben. Die Regierung macht derzeit aber eher wenig Anstalten, das Unternehmen zu retten.

Vergleiche zur Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 wurden in den vergangenen Tagen häufig bemüht – um nicht zu sagen überstrapaziert. Die Lehman-Pleite hatte bekanntlich eine weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst. Mittlerweile haben zahlreiche Analysten darauf hingewiesen, dass der Vergleich schief ist – aber in den Medien wird sich das griffige Schlagwort wohl noch länger halten.

Bleibt eine Frage: Was hat das überhaupt mit Krypto zu tun? Und die Antwort ist klar: Unmittelbar nichts. Man könnte sogar argumentieren, dass ein Straucheln des traditionellen Finanzsystems insbesondere Bitcoin zugute kommen müsste. Die größte Kryptowährung wird ja gern als digitales Gold bezeichnet – und Gold hat das Image, in Zeiten der Unsicherheit als „sicherer Hafen“ nachgefragt zu werden.

Das Problem ist nur: In der Realität verhält sich Bitcoin (noch?) nicht als „safe haven asset“. Im Gegenteil: Geraten die Aktienmärkte unter Druck, geht es üblicherweise auch mit Bitcoin abwärts – und mit allen anderen Kryptowährungen noch stärker. Sie werden also weiterhin als Risiko-Assets gesehen, von denen man sich in Zeiten hoher Unsicherheit vorsichtshalber lieber trennt.

Unabhängig von jeglicher Theorie bewegt sich Bitcoin empirisch betrachtet eher wie eine Tech-Aktie als wie Gold. Und alle anderen Kryptowährungen hängen im Regelfall an Bitcoin – was auch der dieswöchige Ausverkauf wieder gezeigt hat. Klar ist auch: Es braucht nicht unbedingt kryptospezifische Gründe, damit die Kurse unter Druck geraten. Kryptowährungen sind von den traditionellen Finanzmärkten nicht entkoppelt.

…und dann wieder einmal Chinas Behörden gegen Krypto

Apropos kryptospezifische Gründe für schlechte Marktstimmung. Genau einen solchen gab es dann am Freitag – und zwar ein altbekannter Klassiker, der seit Jahren wiederkehrt: China verbietet Kryptowährungen. Oder geht zumindest gegen diese vor. Zuletzt war das Thema im Frühling hochgekocht, als die chinesischen Behörden in mehreren Provinzen im großen Stil gegen Bitcoin-Mining vorgegangen waren.

Nun veröffentlichte die chinesische Zentralbank ein Dokument, indem sie weitere Maßnahmen gegen Krypto-Trading ankündigte. Darin stellte es unter anderem klar, dass sämtliche Anbieter, die den Tausch von Kryptowährungen in Fiat-Geld ermöglichen, als illegal betrachtet werden. Auch das Anbieten von Krypto-Derivaten sei rechtswidrig – nicht nur für chinesische Börsen oder Broker, sondern auch für ausländische Anbieter, die Derivate chinesischen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich machen, berichtete The Block.

Viele nehmen Meldungen wie diese gar nicht mehr ernst. Der Markt reagierte aber jedenfalls klar negativ. Der Bitcoin-Kurs rutschte von rund 45.000 Dollar auf zwischenzeitlich nur mehr 40.900 Dollar ab. Dann stabilisierte er sich über 42.000 Dollar. Besonders stark unter Druck gerieten ansonsten die Token der beiden in China gegründeten Kryptobörsen Huobi (HT) und OKEx (OKB), die deutlich über 15 Prozent nachgaben.

https://twitter.com/DocumentingBTC/status/1441406623621148678

Twitter implementiert Bitcoin-Zahlungen über Lightning-Netzwerk

Doch auch positive Nachrichten gab es diese Woche: Es waren ja schon Ende August, wie auch hier berichtet, erste Hinweise darauf durchgesickert, dass Twitter Bitcoin-Zahlungen über das Lightning-Netzwerk in seine iOS-App integrieren will. Nun ging es ganz schnell: Am Donnerstagabend verkündete das Unternehmen in einem Pressegespräch, dass nun eine „Trinkgeld“-Funktion implementiert wird, mit der man anderen Usern Geldbeträge zukommen lassen kann.

Dazu werden externe Zahlungsdienste genutzt – etwa die Cash App von Square, dem Fintech, das ebenfalls von Twitter-CEO Jack Dorsey geführt wird. Diese Cash App kann ebenfalls zum Versenden von Bitcoin genutzt werden. Allerdings, und das ist etwaws spektakulärer, wird das aber auch mit Strike möglich sein – einer Anwendung, die auf dem Lightning-Netzwerk aufbaut. Twitter kündigte den weltweiten Rollout der Features bereits für gestrigen Donnerstag an – zunächst nur für iOS-Geräte, Android soll später folgen. Wie lange es dauern wird, bis das Feature bei normalsterblichen Twitter-Usern in Europa ankommen wird, war vorerst aber noch offen.

Die Ankündigung war an sich keine große Überraschung mehr: Dorsey ist als großer Bitcoin-Verfechter bekannt und hatte in der Vergangenheit gesagt, Bitcoin „ein großer Teil der Zukunft“ von Twitter sein werde. Erst im Juni hatte er geschrieben, dass eine Lightning-Integration „nur eine Frage der Zeit“ sei. Die Umsetzung erfolgte nun aber rascher als erwartet.

Coinbase knickt vor der SEC ein

Wir bleiben in den USA, kommen aber wieder zurück zum Regulierungsthema. Über den Disput zwischen Coinbase und der US-Börsenaufsicht SEC haben wir hier bereits ausführlich berichtet. Die Kurzfassung: Coinbase hatte ein Produkt („Lend“) angekündigt, mit dem man Stablecoins gegen 4 Prozent Zinsen verleihen kann. Die SEC hatte der US-Kryptobörse daraufhin auf die Finger geklopft, weil sie darin unerlaubte Wertpapierverkäufe sah.

So hatte es zumindest Coinbase kommunizert. Das Unternehmen war mit der Angelegenheit selbst an die Öffentlichkeit gegangen – wohl, um einen PR-Vorteil in dem Disput zu erlangen. Die SEC äußerte sich öffentlich nicht dazu. Trotzdem behielt sie aber offenbar die Oberhand: Diese Woche machte Coinbase einen Rückzieher: „Lend“ wird nicht kommen. Die bereits geöffnete Warteliste für das Produkt wurde wieder geschlossen. Für diese Ankündigung war Coinbase weniger stark bemüht, die Öffentlichkeit zu erreichen: Das Unternehmen aktualiserte lediglich einen Blog-Post vom Juni, in dem „Lend“ ursprünglich angekündigt worden war.

Die Entschiedung kommt jedenfalls zu einer Zeit, in der die SEC immer deutlicher macht, dass sie die Kryptobranche und insbesondere Decentralized-Finance-Anwendungen (DeFi) sehr genau im Auge hat. SEC-Chef Gary Gensler hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen mehrfach entsprechend geäußert. In der Krypto-Community stößt dies naturgemäß auf wenig Begeisterung. Genlser wolle der „Sheriff von Cryptoville“ werden, sagte zuletzt Galaxy-Digital-CEO Mike Novogratz. Der neue SEC-Chef hatte in der Branche ursprünglich als Hoffnungsträger gegolten, da er in der Vergangenheit selbst am MIT Blockchain-Kurse abgehalten hatte.

Fußball-NFT-Plattform Sorare holt 680-Mio.-Dollar-Investment

Ein Mega-Investment gab es diese Woche auch im NFT-Bereich: Das französische Unternehmen Sorare sammelte 80 Mio. US-Dollar ein – zu einer Bewertung von 4,3 Mrd. Dollar, womit es zum Unicorn wurde. Angeführt wurde die Runde von Softbanks Vision Fund 2. Das erste 2018 gegründete Krypto-Startup betreibt eine Plattform, auf der man NFT-basierte digitale Sammelkarten handeln kann. Es bleibt jedoch nicht bloß beim Handeln, man kann auch eigene Mannschaften zusammenstellen und gegen andere Teams antreten. Sorare kombiniert also Fantasy Football und NFT-Handel.

Sorare hat aktuell 600.000 registrierte User. 150.000 davon sind monatlich aktiv, in dem sie Karten kaufen oder Teams zusammenstellen. Zu den Ligen, die mit Sorare kooperieren, zählt übrigens seit Anfang August auch die österreichische Bundesliga. Sämtliche Spiele der höchsten heimischen Spielklasse sind seitdem dort als digitale Sammelkarten vertreten. Dass allerdings jemand 245.000 Euro für die Karte eines Bundesliga-Kickers zahlen wird, wie bei Cristiano Ronaldo geschehen, darf allerdings bezweifelt werden.


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Cécile Deterre (Co-Founderin von Blue Planet Ecosystems) und Renaud Viot (CEO und Co-Founder des Startups Lynxia) führen La French Tech Vienna als Co-Präsident:innen | (c) Emma Brycove/Französische Botschaft in Österreich

Im Foyer der französischen Botschaft in Wien läuft an diesem Abend ein Gast auf vier Beinen über den Marmorboden. Auf seinem Rücken sitzt ein Kamerakopf, daneben ragt eine Funkantenne hervor. Im Hintergrund stehen drei Flaggen: die französische, die europäische und die österreichische.

Der Hausherr hält es an diesem Abend betont analog. „Ich muss sagen, meine Rede wurde nicht von ChatGPT geschrieben, sondern von Menschen“, sagt Botschafter Matthieu Peyraud zur Begrüßung. Dann wird er grundsätzlich: Technologische Souveränität lasse sich nur auf europäischer Ebene erreichen, kein Mitgliedstaat schaffe das allein.

Der Anlass für Roboter und Rede am 8. Oktober: der offizielle Start von La French Tech Vienna, laut Peyraud der ersten French-Tech-Community in Österreich. Sie ist Teil von La French Tech, einem Netzwerk mit nach eigenen Angaben mehr als 100 Communities in Frankreich und weltweit, das großteils von Freiwilligen getragen wird.

Zwei Jahre Pilotphase

Neu ist die Initiative nicht. Sie lief zuvor unter dem Namen French Startups Vienna. Peyraud bezeichnet diese Phase in seiner Rede als „eine Art Pilotprojekt“. Seit rund zwei Jahren bringt sie französische und österreichische Gründer:innen, Forschende und Investor:innen zusammen.

Der französische Botschafter Matthieu Peyraud eröffnete am 8. Oktober den offiziellen Start von La French Tech Vienna in der Botschaft in Wien. Seine Botschaft: Technologische Souveränität gelingt nur auf europäischer Ebene. | (c) Emma Brycove/Französische Botschaft in Österreich

„Wir haben sehr klein angefangen, nur mit französischsprachigen Leuten, die mehr über Tech sehen und hören wollten“, sagt Renaud Viot im Gespräch mit brutkasten. Er ist Co-Präsident von La French Tech Vienna und CEO des Startups Lynxia. Er versteht die Initiative als Community: Die Mitgliedschaft ist kostenlos und steht österreichischen wie französischen Startups offen. „Wir verlangen nur, dass die Leute entweder neugierig auf Tech sind oder bereit, ihr Wissen über Tech zu teilen“, sagt er. Das Kernformat sind regelmäßige Events.

Souveränität als Leitthema

Inhaltlich steht der Abend im Zeichen technologischer Souveränität. Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Cybersicherheit, Halbleiter und Dateninfrastrukturen seien zu strategischen Gütern geworden, sagt Peyraud. Frankreich und Österreich hätten starke Forschungseinrichtungen wie das französische CNRS und das AIT Austrian Institute of Technology. Die gemeinsame Herausforderung sei, wissenschaftliche Exzellenz in globale Technologieführerschaft zu übersetzen. Zu oft gelinge es europäischen Innovationen nicht, im Tempo und in der Größe der internationalen Konkurrenz zu skalieren.

Als Beleg dafür, dass es anders geht, nennt der Botschafter Mistral AI. Die Übernahme des Linzer Startups Emmi AI durch Mistral AI zeige, wie Unternehmen aus verschiedenen europäischen Ländern ihre Expertise bündeln. Sie unterstreiche zudem die technologische Stärke Österreichs.

„Noch nicht so sehr am Radar“

Wo es konkret hakt, schildert Arnaud Béasse. Der Managing Director von 1764 Advisory kümmert sich in der Community um die Investorenbeziehungen. „An erster Stelle möchte ich Investoren mit Startups verbinden“, sagt er im Gespräch mit brutkasten. Das gelte in beide Richtungen. Österreicher:innen nach Frankreich zu bringen, habe bisher sehr gut funktioniert. Die größere Aufgabe sei nun der umgekehrte Weg: französische Investor:innen auf das aufmerksam zu machen, was in Österreich entsteht. Das sei bei ihnen „noch nicht so sehr am Radar“.

Das österreichische Deep-Tech-Startup iono Robotics aus Linz hat mit dem WORKMATE den ersten humanoiden Arbeitsroboter „Made in Austria“ entwickelt. | (c) Emma Brycove/Französische Botschaft in Österreich

Béasse nennt dafür mehrere Gründe. Größere Fonds würden oft mit Teams aus Deutschland auf Österreich schauen. „Das genügt nicht“, sagt er. Dazu komme bei manchen Venture-Capital-Fonds die Angst vor der Sprachbarriere. Bei Business Angels sei diese Hürde noch höher.

Seine Rolle sieht Béasse deshalb nicht nur im Vermitteln von Kontakten. Es gehe darum, Investor:innen auch beim Ökosystem und bei der Kultur zu begleiten. Aus französischer Sicht sehe man in Europa zuerst Spanien, Italien, Deutschland und die Benelux-Länder. Österreich müsse man erst aus dem Schatten von Deutschland und der Schweiz holen.

Acht Startups aus Frankreich und Österreich pitchten vor dem Publikum in der französischen Botschaft, abgestimmt wurde per Smartphone. | (c) Emma Brycove/Französische Botschaft in Österreich

Chancen sieht er bei Corporate Venture Capital. Französische Konzerne seien in Österreich vertreten. Hier gebe es derzeit viele Innovationen in den Bereichen Defense und Dual Use, die für solche Gruppen interessant seien.

ABA will Brücke zwischen den Ökosystemen schlagen

Auf österreichischer Seite ist die Austrian Business Agency (ABA) eingebunden. Verena Gruber, Director Western Europe, ist außerordentliches Mitglied im Board der Community. Als Standortagentur der Republik sei die ABA dafür da, französische Startups dabei zu unterstützen, die Chancen in Österreich zu entdecken, sagt sie im Gespräch mit brutkasten. Mit La French Tech Vienna habe man nun „ein tolles Tool“, um Verbindungen herzustellen, bei Investments ebenso wie bei Kooperationen mit Corporates. Am Tag nach dem Launch standen laut Programm Besuche bei der ABA, der Wirtschaftsagentur Wien und ecoplus sowie eine Führung durch die AI Factory Austria (AI:AT) auf dem Plan.

Die Initiative ist noch sehr jung. Als Beispiel dafür, was möglich ist, nennt auch Gruber den Emmi-AI-Deal. Er zeige die Kompetenz Österreichs bei Industrial AI. „Das ist eine Nische, worauf wir uns auch sehr stark konzentrieren können“, sagt Gruber. Damit könne Österreich auch einen Beitrag zur europäischen Souveränität bei Technologie leisten.

Acht Startups auf der Bühne

Nach den Reden pitchen acht Startups, das Publikum stimmt per Smartphone ab. Aus Frankreich kommen Proxima, VirtualBrowser, PleIAs und Manabou, aus Österreich Cyberaci, Eustella, Prop Corn und Ablatic. Sechs der acht ordnet die Event-Website dem Thema Souveränität zu, von europäischen Sprachmodellen bis Cybersecurity.

Manche der französischen Startups sehen laut Renaud Viot einen Market Fit mit Österreich, andere suchen einen Partner vor Ort, wieder andere haben hier bereits Kund:innen. Die beiden Ökosysteme seien einander ähnlich, beide seien stark bei Spinoffs und in der Forschung. Gemeinsam könne man einander „zu Partnern statt zu Konkurrenten“ machen, sagt Viot.

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