29.01.2018

Crypto Celebrities: Blockchain-Spiel mit horrenden Ether-Summen

Beim vor weniger als zwei Wochen aufgekommenen Blockchain-Spiel Crypto Celebrities können Smart Contracts zu einzelnen bekannten Persönlichkeiten gekauft werden. Die Preise (in Ether) schaukeln sich dabei in extreme Höhen.
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Crypto Celebrities
Screenshot: https://cryptocelebrities.co

Donald Trump kostet momentan rund 151 Ether. Das entspricht beim derzeitigen Kurs mehr als 160.000 US-Dollar. Ethereum-Founder Vitalik Buterin ist für den gleichen Preis zu haben. Den mysteriösen Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto, Elon Musk und Barack Obama gibt es etwas „günstiger“ für je rund 124 Ether. Die Rede ist natürlich nicht von den Persönlichkeiten selbst, sondern von Smart Contracts. Im auf der Ethereum-Blockchain laufenden Spiel Crypto Celebrities gibt es jeden Celebrity genau einmal.

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Preis kann nur steigen

Die Startpreise liegen umgerechnet im Cent-Bereich. Wird der Smart Contract, in diesem Fall als eine Art Spielkarte zu verstehen, gekauft, erhöht sich sein Preis durch den dahinterliegenden Algorithmus signifikant (zu Beginn verdoppelt er sich, später werden die Schritte kleiner). Wieder sinken kann der Preis nicht. Wird die Karte abermals gekauft, hat der erste Käufer also seine Ether-Menge enorm vergrößert. Er kann sich übrigens nicht aussuchen, den Smart Contract zu behalten. Wenn jemand bereit ist, den nächsten Preis zu zahlen, bekommt er auch den Zuschlag. Das Ergebnis: Die Preise bei Crypto Celebrities haben sich seit Populär-Werden des Spiels vor weniger als zwei Wochen in horrende Höhen aufgeschwungen.

Einfache Wette bei Crypto Celebrities

Das verwundert gar nicht so, funktioniert die Wette, die man eingeht, noch deutlich einfacher als bei „normalem“ Krypto-Trading. „Massiver Gewinn oder Nichts“ – das ist es. Und es scheint im Moment zu funktionieren. Natürlich bleibt am Ende irgendwann jemand auf seiner Karte sitzen, die er nicht mehr für den viel höheren Preis loswird. Das ist das Spiel. Jedenfalls gehen auch weniger bekannte Stars bereits für enorme Preise „über die Theke“.

Spiel mit absehbarem Ende

Hinter dem Prinzip steht ein simples Geschäftsmodell. „Wir nehmen einen kleinen Prozentsatz jeder Transaktion. Das ist es“, ist auf der Crypto Celebrities-Website zu lesen. Ab März soll ein weiteres Feature eingebaut werden. Dann können die Celebrities ihren Account verifizieren und ein Charity-Projekt definieren, an das ein Prozentsatz der Transaktion geht. Im März könnte es aber bereits zu spät sein. Denn es dürfte nicht lange dauern, bis die „Spielkarten“ zu heiß werden und dann doch niemand mehr bereits ist, den horrenden Preis zu zahlen. Und schließlich ist das Spiel ja ganz offen als Pyramidenspiel strukturiert. Bei Vorgänger Crypto Kitties, wo nach dem selben Prinzip virtuelle Katzen verkauft werden, ist das Interesse jedenfalls bereits abgeflaut.

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Combyn, Biogena
© zVg - Der BioCore Loop von Combyn.

Die Combyn Health Care GmbH mit Sitz in Graz entwickelt medizintechnische Lösungen für Prävention und Gesundheitsanalyse. Mit dem BioCore Loop hat das Unternehmen einen Health Kiosk entwickelt, der eigenen Angaben nach mehrere Untersuchungsmethoden in einem Gerät vereint und die erhobenen Gesundheitsdaten unmittelbar nach der Messung aufbereitet.

Dafür gab es (bereits im August) ein Investment von Biogena. Über die Höhe und die Beteiligungsverhältnisse wurde Stillschweigen vereinbart – laut wirtschaft.at ist aber öffentlich ersichtlich, dass sich Biogena laut Letztstand 5,68 Prozent der Anteile gesichert hat.

Combyn: BioCore Loop im Zentrum

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der erwähnte BioCore Loop. Das System ermöglicht nach Angaben des Unternehmens eine vollautomatisierte Gesundheitsmessung in weniger als fünf Minuten. Die Messung könne selbstständig und ohne unmittelbare Unterstützung durch medizinisches Fachpersonal durchgeführt werden.

Der BioCore Loop erfasst unter anderem Gesundheitsparameter zu Herz und Kreislauf, autonomem Nervensystem, Gefäßsteifigkeit, Flüssigkeitshaushalt, Muskelmasse und Körperfett. Die Ergebnisse werden aufbereitet und sollen medizinisches Fachpersonal bei der Einschätzung ausgewählter gesundheitlicher Risiken unterstützen. Darüber hinaus unterstützt das System die Einschätzung gesundheitlicher Risiken wie Osteoporose, Diabetes, Sarkopenie oder Herzinsuffizienz, wie es heißt.

BioCore Loop wurde in Österreich entwickelt und die Technologie wurde laut Unternehmensangaben an mehr als 6.000 Patienten validiert. Das System wird heute unter anderem in österreichischen Schwerpunktkrankenhäusern sowie in Forschungseinrichtungen in den USA und Finnland eingesetzt.

Früherkennung als Credo

„Die Zukunft der Medizin beginnt nicht erst dann, wenn ein Mensch krank ist. Sie beginnt damit, gesundheitliche Veränderungen und Risiken frühzeitig zu erkennen und daraus die richtigen Maßnahmen abzuleiten“, sagt Albert Schmidbauer, Gründer und CEO der Biogena Group. „Combyn hat eine Technologie entwickelt, die komplexe Gesundheitsdaten innerhalb weniger Minuten verfügbar und für die weitere Einordnung nutzbar macht. Diese Verbindung aus Wissenschaft, Prävention, Effizienz und einfacher Anwendung hat uns überzeugt.“

Für Biogena ist die Beteiligung ein weiterer Schritt in der Entwicklung vom Mikronährstoffunternehmen zu einem umfassenden Gesundheitsökosystem, wie auch Schmidbauer brutkasten gegenüber im Juli erklärte: Dieses umfasst neben Premium-Mikronährstoffen auch Diagnostik, Biohacking, Longevity-Anwendungen, Gesundheitswissen und personalisierte Präventionskonzepte.

„Wir stellen nicht nur Kapital zur Verfügung. Wir wollen Combyn mit unserer Erfahrung, unserem Netzwerk von mehr als 30.000 Ärztinnen, Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten und unserem Zugang zu gesundheitsbewussten Kundinnen und Kunden bei der weiteren Entwicklung und der Marktexpansion unterstützen“, präzisiert Schmidbauer. „Unser gemeinsames Ziel ist es, fundierte Gesundheitsanalysen und personalisierte Prävention einfacher, schneller und für deutlich mehr Menschen zugänglich zu machen.“

Combyn tritt in neue Phase

Mit dem Abschluss der Finanzierungsrunde sieht Combyn die Grundlage geschaffen, in die nächste Phase seiner Unternehmensentwicklung zu treten. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der Technologie, die Skalierung des Vertriebs und die stärkere Integration des BioCore Loops in medizinische und präventive Versorgungsmodelle.

„Mit Albert Schmidbauer und der Biogena Group gewinnen wir Partner, die den Gesundheitsmarkt seit vielen Jahren kennen und unsere Vision einer modernen, zugänglichen Präventionsmedizin teilen“, sagt Christoph Grimmer, CEO von Combyn Health Care. „Biogena bringt neben großer unternehmerischer Erfahrung ein außergewöhnlich starkes Netzwerk im medizinischen Bereich mit. Diese Kombination eröffnet uns wertvolle Möglichkeiten, unsere Technologie schneller in die breite Anwendung zu bringen.“

Falko Skrabal, Gründer und Medical Advisor von Combyn Health Care, ergänzt: „Der modernen Medizin stehen immer mehr Daten und diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung. Entscheidend ist, diese Informationen so zusammenzuführen, dass sie im Alltag einfach, schnell und sinnvoll nutzbar werden. Genau dafür haben wir den BioCore Loop entwickelt.“

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