19.03.2018

Creative Pre-Incubator: 3 Teams für neuen Durchgang stehen fest

Der Creative Pre-Incubator von FH St. Pölten und accent Gründerservice nimmt nun statt einmal jährlich jedes Semester neue Teams auf. Die drei Projekte für den ersten Sommersemester-Durchgang wurden nun ausgewählt.
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creative pre-incubator
(c) Marko Kozlika/FH St.Pölten: Team "Whispers Of The Old World"

Die App „Your Aspiration Instantly – YAI“ von Harriet Burtscher, Elisabeth Grießler und Kamila Rurka soll die Suche nach Produkten im Internet erleichtern. Die App „Where is“ von Thomas Kessler wird eine Orientierungshilfe beim Einkauf sein und soll helfen, Produkte leichter zu finden. Und mit „Whispers of the old world“, entwickeln Lucas Schöffer, Katharina Moser, Perihan Rashed und Anne Pammler eine hybride Spielform, die mittels Augumented reality Elemente von Spielbrett, Spielfiguren und Spielkarten mit Smartphones und multimedialen Erzählformen verbindet. Das sind die drei Projekte, die es in den aktuellen Durchgang des Creative Pre-Incubator von FH St. Pölten und accent Gründerservice geschafft haben.

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„Hohe Brisanz und Aktualität bei den Studierenden“

Es ist das erste Mal, dass es einen eigenen Incubator-Durchgang im Sommersemester und damit zwei pro Jahr gibt. Bislang wurde der Creative Pre-Incubator jährlich einmal mit neuen Teams versorgt. „Der Wunsch nach Umsetzung der Geschäftsidee bzw. nach Gründung des eigenen Unternehmens hat eine hohe Brisanz und Aktualität bei den Studierenden“, erklärt dazu Peiman Zamani, FH-Lektor und Bereichsleiter des Creative Pre-Incubators beim accent Gründerservice. Das Interesse sei entsprechend groß. Daher wurde nun auch ausgebaut.

Teil von „Seven Steps to Startup“

Expertinnen und Experten unterstützen im Programm die Teams bei der Weiterentwicklung von Geschäftsideen sowie der Unternehmensgründung und fördern Kontakte zur Startup-Szene. Der Creative Pre-Incubator ist Teil des Konzepts „Seven Steps to Startup“ der FH St. Pölten. Es bietet eine Vielzahl von einschlägigen Lehrveranstaltungen, Praxisprojekten, Veranstaltungsformaten und weiteren Initiativen, die kreative, an Unternehmensgründung interessierte Studierende von der Vermittlung wichtiger unternehmerischer Basiskompetenzen über die Entwicklung erster innovativer Projektideen, deren Konkretisierung und Weiterentwicklung bis hin zur konkreten Unternehmensgründung begleiten.

Creative Pre-Incubator: Bislang mehr als 40 Projekte

Das Programm gibt es bereits seit vier Jahren. „Mit dem Creative Pre-Incubator war die FH St. Pölten in Österreich Vorreiterin. Das Förderprogramm entwickelte sich seit der ersten Runde 2014 zu einem festen und erfolgreichen Bestandteil der Nachwuchsförderung der FH St. Pölten. Um die 150 Studierende haben sich bisher mit mehr als 40 weit fortgeschrittenen Projekten für das Programm beworben“, sagt Hannes Raffaseder, Prokurist der FH St. Pölten. Nun sprang auch die Stadt St. Pölten als zusätzlicher Förderer auf. Das Programm wird inzwischen auch an der FH Krems durchgeführt. (PA/red)

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Fahne der Europäischen Union
Foto: Adobe Stock

Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll hat Digitale Souveränität in einer Aussendung vom letzten Herbst klar zusammengefasst: „Digitale Souveränität heißt, dass Europa selbst entscheidet, wie es seine Technologien nutzt, Daten schützt und Innovationen gestaltet – unabhängig, sicher und im Einklang mit unseren Werten.“

Um Europas Digitale Souveränität zu sichern, stellt Brüssel heute das Gesetzespaket „European Tech Sovereignty“ vor, das die eigene Tech-Branche stärken und die Abhängigkeit von den größten Playern USA und China verringern soll.

Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des EU AI Acts und neuen Souveränitätsgesetzen wandelt sich die Wichtigkeit des Themas: Der Gedanke der Digitalen Souveränität sowie der Unabhängigkeit von Tech-Riesen hat in Brüssel längst Einzug gefunden.

Der Cloud & AI Development Act: Eine Übersicht

Der EU AI Act, der 2024 in Kraft trat, reguliert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Europa streng nach Risikostufen, um Anwendern Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Sicherheit zu garantieren.

Demgegenüber erlaubt der amerikanische Cloud Act den US-Behörden den Zugriff auf Daten von US-Tech-Konzernen, völlig unabhängig davon, in welchem Land diese Server physisch stehen. Wenn eine US-Behörde zum Beispiel Daten von Microsoft fordert, muss Microsoft diese laut US-Recht herausgeben – selbst wenn die Daten auf einem Server in Frankfurt liegen.

Als europäische Antwort darauf führt der Cloud and AI Development Act (CADA) nun ein verbindliches Bewertungssystem (SEAL) für öffentliche Ausschreibungen ein. Dieses Gesetz verpflichtet sensible staatliche Sektoren dazu, bevorzugt rein europäische Cloud-Infrastrukturen zu nutzen, die gegen ausländische Datenzugriffe rechtlich immun sind. Dadurch setzt sich in Zukunft nicht mehr das beste Preis-Leistung-Angebot durch, sondern es muss für besonders kritische Sektoren eine europäische Lösung verwendet werden.

Das Praxisbeispiel Qwant

Laut dem Nachrichtenportal Politico fordern auch die EU-Abgeordneten selbst mehr digitale Souveränität. Dabei soll statt der amerikanischen Suchmaschine Google in Zukunft das französische Qwant als Standard-Suchmaschine im EU-Parlament verwendet werden. Laut einer internen Mitteilung an die Abgeordneten, die Politico vorliegt, erfolgt dieser Schritt im Einklang mit der Verpflichtung des Parlaments zu „digitaler Souveränität und dem Schutz der personenbezogenen Daten von Nutzern“. Die Abgeordneten dürften schon letztes Jahr mehr Unabhängigkeit im Unternehmen gefordert haben.

Auch auf nationaler Ebene von Bedeutung

Zurück in Österreich. Auch hier sorgt die Digitale Souveränität am Mittwoch in der Bundesratssitzung für Gesprächsstoff.

Seitdem die geopolitische Lage gekippt ist, habe Europa bitter gelernt, was es heißt, im Energiebereich nicht souverän zu sein, sagte Staatssekretär Alexander Pröll. „Genau diesen Fehler dürfen wir bei digitalen Technologien kein zweites Mal machen.“ Daten, Clouds und Künstliche Intelligenz (KI) seien die Ressourcen des Jahrhunderts. Wer sie kontrolliert, habe die Macht. Wer sich abhängig macht, werde erpressbar, so Pröll. 

Gehen die Meinungen der österreichischen Parteien normalerweise auseinander, zeigt sich bei diesem Thema Einigkeit: Die Digitale Souveränität sollte auf allen Ebenen angedacht werden und die aktuelle digitale Abhängigkeit von ausländischen – insbesondere US-amerikanischen – Technologieanbietern, stelle ein massives Problem dar.

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