25.08.2025
COWORKING CLUB

„Standen wirklich an der Kippe“: Coworking Salzburg mit neuem Konzept zurück

Nach erheblichen Turbulenzen meldet sich Coworking-Salzburg-Gründerin Romy Sigl mit dem neuen Konzept "CoworkingClub" und mit deutlich niedrigeren Preisen zurück.
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Coworking-Salzburg-Gründerin Romy Sigl | (c) Claudia Schönbauer
Coworking-Salzburg-Gründerin Romy Sigl | (c) Claudia Schönbauer

Aufmerksame brutkasten-Leser:innen haben den Kampf von Gründerin Romy Sigl um Coworking Salzburg gewiss mitbekommen. Im vergangenen Dezember stellte sie erstmals in Aussicht, den ältesten heimischen Coworking-Space außerhalb Wiens schließen zu müssen. Im Jänner kündigte sie bereits eine Abschlussparty für März an. Doch bereits im Februar verkündete die Gründerin: „Coworking Salzburg macht weiter!“ – wie genau, war damals noch unklar.

Neues Konzept „Coworking Club“

Nun meldete sich Sigl öffentlich mit einem neuen Konzept zurück. Unter dem Titel Coworking Club gibt es „radikal gesenkte Preise und ein klares Zukunftskonzept“, wie es von Coworking Salzburg heißt. Der Standort Techno-Z bleibt erhalten. Am 1. Oktober erfolgt der offizielle Start. Der Coworking Club sei jedoch „ab sofort geöffnet“, betont man bei Coworking Salzburg.

„Wir standen wirklich an der Kippe. Aber genau das hat uns gezwungen ganz neu zu denken“, sagt Sigl. „Es geht nicht mehr nur ums Vermieten von Tischen, mehr denn je geht es um Gemeinschaft. Es gibt eine spürbare Sehnsucht nach Räumen, in denen Begegnung möglich ist, Begegnung, durch die Neues entstehen kann.“

100 statt 320 Euro für Coworking-Salzburg-Monatsmitgliedschaft

Konkret sinkt der Preis für eine Monatsmitgliedschaft von bislang 320 Euro auf (ab) 100 Euro. Zudem stehe nun flexible 24/7-Nutzung ohne lange Bindung im Mittelpunkt. Unterstützt durch die FFG rüste man zudem „ab Herbst 2025“ technisch so auf, dass die Räume künftig auch für Firmenveranstaltungen, Innovationsworkshops und hybride Events nutzbar seien.

„Während vielerorts die Kosten explodieren und Auftragslagen einbrechen, wollen wir die Gegenbewegung sein: Wir senken die Hürden, damit Selbstständige, Gründer:innen und Kreative nicht unter der Last zusammenbrechen, sondern sich gegenseitig stärken können. Coworking soll gerade jetzt eine leistbare Antwort auf teure Einzellösungen sein“, kommentiert Sigl.

„Freuen uns über täglich neue Anfragen und Neuzugänge“

Man spüre bereits jetzt eine große Nachfrage. „Derzeit freuen wir uns über täglich neue Anfragen und Neuzugänge“, so die Coworking-Salzburg-Gründerin. Aktuell gibt es auch noch ein „Kennenlernangebot“. „Wir entwickeln uns weiter. Und wir laden alle ein, Teil dieser nächsten Phase zu werden“, so Sigl.

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder und President) | © DREAM/eclipse media

Etwa eineinhalb Monate nach seiner Series-C-Finanzierungsrunde über 260 Millionen US-Dollar (brutkasten berichtete) verkündete das Cybersecurity-Scaleup Dream nun den Start eines neuen Standorts in Zürich. Das berichtet das Schweizer Magazin Bilanz. Seinen Sitz hat das zuletzt mit drei Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen in Tel Aviv. Bereits vor mehr als einem Jahr kam Wien als erster Europa-Standort hinzu.

100 Mio. US-Dollar Jahresumsatz

Das Unternehmen rund um den österreichischen Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (President) und den als früheren NSO-Chef bekannten israelischen Unternehmer Shalev Hulio (CEO) hat nach eigenen Angaben aktuell rund 450 Mitarbeiter:innen und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen US-Dollar. Kunden sind vor allem Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur.

„Ich bin ein grosser Schweiz-Fan“

„Wir haben begonnen, dort ein Team aufzubauen“, sagt Kurz nun über die Pläne in Zürich. Aktuell ist jedoch noch nicht klar, wie groß der Standort letztlich wird. Allerdings soviel: Die Schweiz sei „ein wichtiger Markt“, so Kurz. „Ich bin ein grosser Schweiz-Fan. Daher ist es natürlich schön, auch in der Schweiz tätig zu sein.“ Im Zuge dessen äußerte sich Kurz auch kurz zur Unternehmensentwicklung. Der Hauptfokus liege aktuell auf weiterem Wachstum, man arbeite aber bereits profitabel. Und: „Ein Börsengang ist absolut ein Thema.“

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