18.10.2018

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

Der Corviglia Capital Fund mit Sitz in Luxemburg und Präsenzen in London und Berlin soll Investments zwischen zehn und 50 Millionen US-Dollar tätigen. 250 Millionen US-Dollar sind bereits gesichert und sollen in den ersten drei Jahren investiert werden. 500 Millionen sollen es gesamt werden.
/artikel/corviglia-fintech-fonds
Corviglia (vlnr.): Paweł Karczewski, Petr Šmída, Cezary Smorszczewski, Marcin Goszyk and Piotr Pisarz
(c) Corviglia (vlnr.): Paweł Karczewski, Petr Šmída, Cezary Smorszczewski, Marcin Goszyk and Piotr Pisarz

„Durch die neuen Führungsansätze moderner Unternehmer erleben das Bank- und Finanzwesen eine Phase beispiellosen Wandels. Die Gründung des Corviglia Capital Fund zielt darauf ab, genau diese Unternehmer zu finden und in das Wachstum ihrer Unternehmen zu investieren“, sagt Petr Šmída. Gemeinsam mit Cezary Smorszczewski launchte er den nach eigenen Angaben größten FinTech-Fonds der Welt nun in Luxemburg. Präsenzen hat Corviglia in London und Berlin. Bislang seien 250 Millionen US-Dollar Investorengelder gesammelt worden, die in den kommenden drei Jahren investiert werden sollen, heißt es in einer Aussendung.

+++ Jetzt Bewerben: F10 FinTech Hackathon Vienna 16. bis 18. November 2018 +++

Corviglia: Tickets zwischen 10 und 50 Mio. Dollar

Insgesamt peile man aber ein Volumen von 500 Millionen US-Dollar an. Die Ticket-Größen sollen zwischen zehn und 50 Millionen US-Dollar liegen, wobei man Minderheitsbeteiligungen anstrebe. Damit bewegt sich Corviglia klar im Bereich späterer Kapitalrunden für bereits etablierte FinTechs. Geographisch sei man dabei „agnostisch“. „Nachdem ich selbst am Aufbau eines Unicorns in der Fintech-Branche maßgeblich beteiligt war und anschließend lange im Finanzsektor gearbeitet habe, bin ich mit den Abläufen auf beiden Seiten bestens vertraut. Daher unterstütze ich die nächste Gründergeneration, die den Finanzsektor revolutioniert“, sagt Smorszczewski.

+++ Mehr zum Thema FinTech +++

FinTech-Unicorn-Co-Founder

Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Finanzwesen, hatte Spitzenpositionen bei führenden polnischen Banken inne und war Mitglied in den Aufsichtsräten verschiedener Finanz- und Technologieunternehmen. Er ist der Co-Founder und ehemaliger stellvertretender Geschäftsführer der Alior Bank (2007-2013), dem ersten polnischen Fintech-Unicorn, das 2012 an der LSE für 2 Milliarden US-Dollar verkauft wurde. Dazu ist Smorszczewski Mitgründer und ehemaliger Geschäftsführer sowie Managing Partner von Private Equity Managers (2014-2016), einer auf FinTech spezialisierten Firma in Zentral- und Osteuropa.

Investor und Bankmanager

Petr Šmída ist seit mehr als 25 Jahren im globalen Bank- und Finanzwesen tätig. 2010 war er Mitgründer von ENERN, einem osteuropäischen Risikokapitalgeber, der sich seit seiner Gründung mit drei verschiedenen Fonds an insgesamt 20 Technologieunternehmen beteiligt hat. Zuvor war Šmída als privater Investor tätig und war Geschäftsführer und Vorstandsmitglied verschiedener Banken und Finanzunternehmen auf der ganzen Welt, darunter die Alfa Bank und GE Capital.

⇒ Zur Page des FinTech-Fonds

Redaktionstipps
Deine ungelesenen Artikel:
21.08.2026

Nach Steilvorlage aus Deutschland: Zehetner fordert offen Beteiligungsfreibetrag

Ins Regierungsprogramm hat er es bekanntlich nicht geschafft, nun fordert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner den Beteiligungsfreibetrag aber offen ein. Im Hintergrund steht eine wohl unverhoffte Schützenhilfe aus Deutschland.
/artikel/zehetner-fordert-beteiligungsfreibetrag
21.08.2026

Nach Steilvorlage aus Deutschland: Zehetner fordert offen Beteiligungsfreibetrag

Ins Regierungsprogramm hat er es bekanntlich nicht geschafft, nun fordert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner den Beteiligungsfreibetrag aber offen ein. Im Hintergrund steht eine wohl unverhoffte Schützenhilfe aus Deutschland.
/artikel/zehetner-fordert-beteiligungsfreibetrag
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Er ist seit vielen Jahren einer der obersten Punkte auf der politischen Wunschliste der heimischen Startup-Szene: der Beteiligungsfreibetrag. Das Prinzip ist schnell erklärt: Man kann mit ihm Startup-Investments bis zu einem gewissen jährlichen Betrag von der Steuer absetzen. Das soll einen starken Anreiz schaffen, Risikokapital anderen Veranlagungsformen vorzuziehen und somit mehr privates Kapital für Startups mobilisieren.

Die genaue Ausgestaltung wäre bei einer möglichen Umsetzung Gegenstand politischer Verhandlungen. Die Forderungen aus dem Ökosystem gehen bis zu einem Betrag von 500.000 Euro pro Jahr, wie etwa in der „Vision 2030“ von invest.austria, AustrianStartups, Junge Wirtschaft und StartupNOW aus dem Jahr 2024. Großes internationales Vorbild ist das Vereinigte Königreich, das unter anderem dank eines solchen Modells konstant die mit Abstand höchsten Startup-Investment-Volumina Europas vorweist.

Bei der SPÖ nicht durchzubringen

Doch im Gegensatz zur anderen großen Forderung des heimischen Startup-Ökosystems, dem Dachfonds, der mittlerweile im Entstehen ist, schaffte es der Beteiligungsfreibetrag 2025 nicht ins schwarz-rot-pinke Regierungsprogramm. Hinter vorgehaltener Hand wird der Grund dafür in ÖVP-Kreisen klar benannt: Der Vorschlag sei beim Koalitionspartner SPÖ nicht durchzubringen. Im Frühling 2024, also noch in der Opposition, äußerte sich SPÖ-Chef Andreas Babler, konkret auf das Thema angesprochen, gegenüber brutkasten knapp, aber deutlich: „Steuerbegünstigungen für private Investoren, die in der Regel zu den Top 1 Prozent der Einkommens- und Vermögensverteilung zählen, sind keine Priorität der SPÖ.“

Für Zehetner „nächster logischer Schritt“

On the record ging man dem Thema in der ÖVP seit der Regierungsbildung 2025 dagegen mit Verweis auf die Koalitionsvereinbarung lieber aus dem Weg. Bis jetzt. Denn Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner forderte den Beteiligungsfreibetrag nun via LinkedIn-Posting offen ein. Nach dem Dachfonds wäre dieser, „der nächste logische Schritt“, schreibt sie und führt eine EcoAustria-Studie und internationale Vorbilder ins Treffen.

Unverhoffte Schützenhilfe in der Diskussion

Doch woher kommt der plötzliche Mut zur offenen Forderung entgegen dem koalitionären Konsens? Zehetner bekam Anfang dieser Woche eine Steilvorlage aus Deutschland, über die auch brutkasten berichtete. Dort war es nicht etwa CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, sondern mit Lars Klingbeil der amtierende SPD-Chef, Vizekanzler und Finanzminister, der Steuererleichterungen für Startup-Beteiligungen aufs Tapet brachte.

„Deutschland will mehr privates Kapital für Startups mobilisieren. Österreich sollte das auch tun“, schreibt Zehetner und verweist direkt auf die Ankündigung des SPD-Chefs. Das argumentative Kalkül dahinter liegt auf der Hand: Gegen den Vorstoß des deutschen Parteigenossen, dessen Schützenhilfe für Zehetner wohl unverhofft kam, lässt sich in der österreichischen Sozialdemokratie deutlich schwerer argumentieren, als gegen die Dauerforderung aus der liberalen Ecke. Ob dadurch tatsächlich eine offene Diskussion innerhalb der Koalition angestoßen wird, ist freilich zu bezweifeln.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Corviglia: 500 Mio. US-Dollar FinTech-Fonds für Europa gestartet