Corporate Venturing: Zweite Auflage des brutkasten-Whitepapers jetzt zum Download
Die neue Auflage des Whitepapers zur brutkasten-Serie "Corporate Venturing" bündelt die wichtigsten Erkenntnisse aus den Deep-Dive-Roundtables der beiden Staffeln zu den unterschiedlichen Facetten des Themas.
Eine Download-Möglichkeit des Whitepapers findet sich am Ende des Artikels.
Die zweite Staffel unserer Serie „Corporate Venturing“ ist abgeschlossen. Das Ziel des Formats: Die Bedeutung und Rolle von Corporate Venturing als Motor für Innovation und Wachstum im österreichischen Wirtschaftsraum herausstreichen.
Vergangenes Jahr entstand auf Basis der Deep-Dive-Roundtables der ersten Staffel das brutkasten-Whitepaper „Corporate Venturing“, das im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach 2024 erstmals präsentiert wurde. Zum Abschluss der zweiten Staffel wurde dieses nun deutlich erweitert und neu aufgelegt.
Neue Kapitel zu Venture Building, Venture Clienting und Teams im Corporate Venturing
Dabei flossen die Inputs der Partner der zweiten Staffel, AKELA, Raiffeisen Bank International, UNIQA Insurance Group, Mavie Next, VERBUND, whataventure und Wien Energie, sowie weiterer spannender Diskutant:innen in die Neuauflage ein. Konkret wurde das Whitepaper um Kapitel zu den Themen Venture Building, Venture Clienting, Teams im Corporate Venturing und das Fallbeispiel Mavie Next erweitert.
Die neuen Inhalte ergänzen den umfassenden Überblick, der vergangenes Jahr in der ersten Staffel gemeinsam mit den Partnerunternehmen AVL, Elevator Ventures, Flughafen Wien, ÖBB, Plug and Play, Raiffeisen Bank International, UNIQA Ventures und VERBUND entstanden ist.
Die Suche nach dem grünen Faden: Andritz präsentiert Sortier-KI „teXscan“
Angesichts von weltweit 92 Millionen Tonnen Textilmüll jährlich will das Grazer Technologieunternehmen Andritz mit dem "teXscan" die Auswahl des optimalen Recyclingprozesses erstmals zerstörungsfrei automatisieren. Im brutkasten-Interview erklärt Branchenexperte Michael Waupotitsch das System und seine aktuellen Grenzen.
Die Suche nach dem grünen Faden: Andritz präsentiert Sortier-KI „teXscan“
Angesichts von weltweit 92 Millionen Tonnen Textilmüll jährlich will das Grazer Technologieunternehmen Andritz mit dem "teXscan" die Auswahl des optimalen Recyclingprozesses erstmals zerstörungsfrei automatisieren. Im brutkasten-Interview erklärt Branchenexperte Michael Waupotitsch das System und seine aktuellen Grenzen.
Allein in Österreich könnten zukünftig rund 220.000 Tonnen davon besser verwertet werden. Bisher scheitert eine echte Kreislaufwirtschaft jedoch an der Praxis: „Wirkliches Faser-zu-Faser-Recycling, also sprich aus Abfällen wirklich wieder ein Kleidungsstück zu machen, das liegt im Bereich von 1% und weniger“, zieht Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, im Gespräch ernüchternde Bilanz. Der Großteil der Altkleider wird deponiert oder verbrannt.
Vorhersage statt bloßer Materialbestimmung
Hier setzt die neue Technologie „teXscan“ an, die Andritz gemeinsam mit der französischen Tochtergesellschaft Laroche entwickelt. Während bestehende Nahinfrarot-Systeme lediglich die reine Materialzusammensetzung bestimmen können, soll die neue Lösung erstmals die konkrete Rezyklierfähigkeit zerstörungsfrei vorhersagen.
„Die Innovation dabei ist, dass man erstmals nicht nur Farbe oder Zusammensetzung messen, sondern eine Vorhersage treffen kann, wie gut etwas recycelbar ist.“, so Waupotitsch. Das System ordnet den Textilien einen Score von 0 bis 100 zu, der auf Kriterien wie der Faserlänge und dem Kurzfaseranteil basiert. Waupotitsch betont jedoch im Gespräch, dass es sich hierbei um „keinen industriellen Standard“, sondern primär um eine „Entscheidungshilfe“ für Sortier- und Recyclingbetriebe handelt.
Bislang beschränkt sich die Analysefähigkeit des Prototyps ausschließlich auf weiße Baumwollfasern. Die größte Herausforderung im Massenmarkt stellen jedoch Mischgewebe und gefärbte Stoffe dar, die den Großteil heutiger Fast Fashion ausmachen. Andritz plant, bis Ende des Jahres verlässliche Aussagen über farbige Baumwolle zu treffen; Mischgewebe sollen als nächstes folgen.
Aktuell existiert das System als Tischgerät. Um industriell relevant zu werden, soll die Technologie zu Handheld-Geräten oder vollautomatisierten Online-Sensoren für Förderbänder weiterentwickelt werden, erklärt der Textil-Recycling-Experte.
teXscan als strategischer „Door Opener“
„Recycling von Textilien steht im Wettbewerb mit extrem günstigen Frischfasern“, merkt Waupotitsch im Gespräch an. Man müsse das gesamte wirtschaftliche System beachten und vorsichtig sein sich in dieser Hinsicht nicht selbst zu belügen, denn „unterm Strich muss es sich auch rechnen“, so der Experte. Zudem fehlen in Europa flächendeckende, genormte Sammelsysteme, wie man sie vom Altpapier kennt.
Für den Technologiekonzern ist der Scanner ohnehin nicht das primäre Endprodukt sondern eine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Andritz versteht sich als Maschinen- und Anlagenbauer. Das Messgerät soll vielmehr als „Door-Opener“ fungieren, um letztlich großskalierte mechanische und chemische Recyclinganlagen zu vertreiben.
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