11.03.2020

Corporate Day: Bewerbungen für Reverse Corporate Pitch noch bis 30. März möglich

Im Rahmen der ViennaUp'20 wird am 12. Mai der Corporate Day 2020 stattfinden. Ein zentraler Veranstaltungspunkt ist der sogenannte Reverse Corporate Pitch, bei dem etablierte Unternehmen ihre Kooperationsmöglichkeiten vor interessierten Startups pitchen.
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Corporate Day
(c) Adobe Stock

Der Corporate Day hat sich in Österreich zu einem wichtigen Fixtermin für Startups und Corporates entwickelt. Letztes Jahr gab es rund 300 Speed-Datings zwischen den teilnehmenden Unternehmen.

Dieses Jahr wird der Corporate Day als ein Event im Rahmen der Vienna Up am 12. Mai 2020 stattfinden. Der Event wird von aws Connect, den Vernetzungsservices der aws, in Kooperation mit der FGG, dem Global Incubator Network (GIN) und 19 Öko-System Partnern aus ganz Österreich umgesetzt.

+++ aws Connect: Neue Plattform matcht Startups, KMU, Corporates und Investoren +++

Corporates suchen nach Partnern

Ein zentraler Veranstaltungspunkt des Corporate Day 2020 ist der sogenannte Reverse Corporate Pitch. Dabei werden die klassischen Rollen getauscht und etablierte Unternehmen stellen sich einem Pitch.

In der Kurzpräsentation haben Corporates und KMU die Möglichkeit, ihr Unternehmen und ihren Bedarf an Kooperationspartnern zu präsentieren und junge Startups für eine Mitarbeit zu begeistern.

Die Bewerbungsfrist läuft dafür noch bis 30. März 2020. Interessierte Corporates und KMU sollten sich laut den Initiatoren rasch anmelden, es stehen nur acht Plätze zur Verfügung. 

Anmeldungen unter: https://corporateday.at/signup 

Vernetzung für Startups sichergestellt

Aber auch abseits des Reverse Corporate Pitchs werden den Startups eine Reihe von Vernetzungsmöglichkeiten geboten: Am „aws Connect – Matchmaking Floor“ mit über 600 Meetingslots gibt es weitere Möglichkeiten zum Austausch.

Zudem werden an den Informationsständen der Partner Corporates, Mittelständler und Startups ihre Kooperationsmöglichkeiten vorstellen. Den Besuchern wird weiters ein umfassender Überblick über Unterstützungen durch die Landes- und Bundesförderstellen und Ökosystempartner geboten.

Die Anmeldung für Besucher ist bis 8. Mai 2020 möglich. 

www.corporateday.at 


Der Corporate Day 2020 wird organisiert von der aws in Kooperation mit der ffg, dem Global Incubator Network (GIN), dem Enterprise Europe Network, der Wirtschaftsagentur Wien, dem INiTS, der Aussenwirtschaft Austria und der ABA. 

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(c) Michael Meier - Maximilian Kindler, Gründer von incaseof.law.

Rund 600 Rauchfangkehrerbetriebe gibt es in Österreich, rund 350 davon arbeiten mit der Grazer Branchensoftware WinChim. Sie können überfällige Rechnungen nun direkt aus dem Verrechnungsmodul an das Wiener LegalTech incaseof.law übergeben. Die Plattform übernimmt den weiteren Prozess, vom außergerichtlichen Mahnverfahren bis zur gerichtlichen Durchsetzung.

Die beiden Unternehmen haben die Kooperation Anfang Oktober bekannt gegeben. Für das Startup von Gründer und CEO Maximilian Kindler ist WinChim nach eigenen Angaben die erste Branchensoftware, über die es eine ganze Branche erreicht.

Viele kleine Rechnungen, wenig Zeit

Die Leistungen der Rauchfangkehrer sind gesetzlich vorgeschrieben, die Tarife reguliert. Daraus ergibt sich ein eigenes Forderungsbild: sehr viele kleine, wiederkehrende Rechnungen an Privathaushalte und Hausverwaltungen. Die Betriebe zählen im Schnitt sechs Beschäftigte, offene Rechnungen verfolgt meist der Inhaber selbst. Eine klassische Inkassobeauftragung zahle sich bei Kleinbeträgen oft nicht aus, heißt es weiter.

„Unsere Anwender wollen kehren, messen und beraten, nicht Zahlungserinnerungen schreiben. Mit incaseof.law ist der offene Posten in unserer Buchhaltungssoftware mit einem Klick erledigt, der Rest passiert im Hintergrund“, sagt Martin Haidenthaler, Gründer von WinChim. Das Unternehmen wurde 1999 in Graz gegründet und ist nach eigenen Angaben Marktführer unter den Rauchfangkehrerbetrieben in sieben Bundesländern.

„Rauchfangkehrer sind das Paradebeispiel für eine Branche, in der Forderungsmanagement bisher schlicht nicht stattfindet, weil es sich nicht auszahlt. Über WinChim erreichen wir die Betriebe dort, wo ihre Rechnungen entstehen. Ab jetzt kommt das Geld dorthin, wo es hingehört: auf das Konto des Betriebs.“

Die Inkassokosten trägt der säumige Schuldner

Laut Aussendung zahlt die Plattform eingehende Beträge ohne Abzüge an den Betrieb aus. Woran incaseof.law dann verdient, erklärt Kindler auf brutkasten-Anfrage: „Der Rauchfangkehrer zahlt uns nichts, weder Provision noch Gebühr. Unser Umsatz kommt ausschließlich vom säumigen Schuldner, und zwar aus den Inkassokosten und den Verzugszinsen.“

Diese Kosten sind laut Kindler durch die Verordnung über die Höchstsätze der Inkassoinstituten gebührenden Vergütungen gedeckelt. Zudem müssen sie nach dem Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) in einem angemessenen Verhältnis zur Forderung stehen. Die Verordnung würde es ihm zufolge auch erlauben, dem Auftraggeber eine Gebühr zu verrechnen. Darauf verzichte man ausnahmslos.

Was das für Schuldner:innen bedeutet, zeigt ein Rechenbeispiel des Gründers. Bei einer offenen Rechnung über 80 Euro fallen mit der ersten Zahlungsaufforderung rund 25 Euro inklusive Umsatzsteuer an, dazu Verzugszinsen von wenigen Cent. Das entspricht einem Aufschlag von rund 31 Prozent. Wer nach der ersten Aufforderung zahlt, bleibt laut Kindler bei diesem Betrag. Bezahlt werden kann über ein Online-Portal, auf Wunsch in Raten über bis zu zwölf Monate. Zu den Kosten bei weiteren Mahnschritten oder im gerichtlichen Verfahren machte Kindler keine Angaben.

Noch keine Zahlen für die Branche

Zahlen für die Rauchfangkehrerbranche gibt es noch nicht, die Anbindung ist erst seit Anfang Oktober aktiv. Kindler erwartet aber eine sehr hohe Quote, weil die Leistung gesetzlich vorgeschrieben, dokumentiert und zu regulierten Tarifen verrechnet sei: „Echten Streit über die Forderung gibt es da kaum. Meistens ist die Rechnung schlicht liegen geblieben.“

Zahlt ein Schuldner trotz mehrerer Mahnschritte nicht, geht der Fall laut Kindler auf derselben Plattform ins gerichtliche Forderungsmanagement über, mit Anbindung an den Elektronischen Rechtsverkehr in Österreich und Deutschland.

Weitere Branchen im Blick

Seit Mai können Kund:innen der Finanzautomatisierungsplattform ibana das Inkasso direkt aus deren Plattform beauftragen (brutkasten berichtete).

Als weitere Branchen sieht sich das Startup laut Kindler Hausverwaltungen, das Gesundheits- und Pflegeumfeld und das Handwerk an und entwickelt dafür eigene Produktlinien. „Die Logik ist überall gleich: viele kleine Rechnungen, kleine Betriebe, kaum Zeit für das Mahnwesen“, so Kindler. Weitere Anbieter will incaseof.law nennen, sobald die Verträge stehen.

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