Futuristisches Zustellungsteam: Roboter-Hunde und autonomes Fahrzeug CUbE von Continental
Der Konzern Continental arbeitet an der Paketzustellung der Zukunft. Mithilfe von elektrisch betriebenen und autonomen Fahrzeugen sowie futuristischen Roboter-Hunden sollen Auslieferungen auf der letzten Meile effizienter und schneller werden.
Es könnte bald der Tag kommen, an dem Roboter-Hunde aus einem selbstfahrenden Fahrzeug names CUbE (kurz für: Continental Urban Mobility Experience) springen und dir ein Paket zustellen. Kürzlich stellte Continental seine Lösung für Last-Mile-Zustellungen auf der Consumer Electronics Show (CES), die derzeit in Las Vegas stattfindet, vor. Bleibt nur zu hoffen, dass die Ähnlichkeit mit den mechanischen Wachhunden (Staffel 4, Folge 5: Metalhead) aus der Netflix-Reihe Black Mirror rein optischer Natur ist.
Screenshot: Black Mirror / Netflix.
Continental CUbE: effiziente und sichere Zustellung per Roboter
Die Lösung für Last-Mile-Zustellungen besteht aus dem führerlosen Fahrzeug, dem CUbE. Dieses setzt wiederum die Roboter-Hunde ab, die schließlich Pakete effizient und sicher zustellen sollen. Diese futuristisch anmutende Zustellungsmethode dürfte ein breites Einsatzfeld haben: schnelle Auslieferungen von kleinen Gegenständen, Essens- und vielleicht sogar Medikamentenlieferungen und vieles mehr sind denkbar.
Elektrisch betrieben und autonom
„Mithilfe der Zustellung durch Roboter erweitert sich die Vision für nahtlose Mobilität von Continental bis zu deiner Haustür. Unsere Vision von Zustellungen durch Roboter beinhaltet ein autonomes Fahrzeug, das Zustellungsroboter absetzt und ein effizientes Transport-Team erschafft,“ so Ralph Lauxmann, Head of Systems and Technology in der Chassis & Safety-Abteilung bei Continental, in einer Aussendung. Beide werden elektrisch betrieben, sind voll autonom und bieten angesichts explodierender Online-Bestellungen ein großes Potential für ganzheitliche Zustellungskonzepte innerhalb der Smart City der Zukunft. Ob und wann dieses Konzept tatsächlich realisiert wird, steht zwar noch in den Sternen. Dass es sich aber dabei um eine spannende Zukunftsvision handelt, ist unbestritten. Auch Segway, ebenfalls auf der CES vertreten, hat angekündigt, seine autonomen Zustellungsroboter zu präsentieren.
Die Nominierten für den Bierlein-Preis stehen fest: Diese Gründerinnen sind dabei
Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind unter den „35 under 35“ des Brigitte-Bierlein-Frauenpreises 2026. Ihre Startups arbeiten an Medtech, Gebäude-KI, Reha-Robotik und Photovoltaik.
Die Nominierten für den Bierlein-Preis stehen fest: Diese Gründerinnen sind dabei
Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind unter den „35 under 35“ des Brigitte-Bierlein-Frauenpreises 2026. Ihre Startups arbeiten an Medtech, Gebäude-KI, Reha-Robotik und Photovoltaik.
(v.l.) Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind für den Bierlein-Preis 2026 nominiert.
Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis geht 2026 in die zweite Runde. Er zeichnet Frauen unter 35 für unternehmerische oder innovative Leistungen mit Österreichbezug aus. Aus rund 100 Bewerbungen haben das Wirtschaftsministerium (BMWET) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) 35 junge Frauen in die Shortlist aufgenommen, darunter Gründerinnen, Forscherinnen und Führungskräfte.
Die Preisträgerinnen werden mit je 5.000 Euro in drei Kategorien prämiert: „Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge“, „Forschung, Innovation & Transfer“ sowie mit dem „Maria-Rauch-Kallat-Ehrenpreis für gesellschaftlichen Impact & Role Model“. Beim Ehrenpreis kommt zusätzlich ein Mentoring-Platz im „WoMentoring“-Programm des club alpha hinzu.
Unter den Nominierten sind auch mehrere Startup-Gründerinnen:
Antonia Riva-Frizberg (Lumetry): Lungenmonitoring für zu Hause
Riva-Frizberg gründete im März 2022 gemeinsam mit Christian Neubauer das Grazer Medtech Lumetry Diagnostics. Das Startup entwickelt Geräte, mit denen Patient:innen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma ihre Lungenvitalität zu Hause messen können. Langfristig will man auch Menschen mit Lungenentzündungen oder Long Covid helfen. 2023 sammelte das Team ein sechsstelliges Investment „weit über eine halbe Million“ ein. Prototypen gibt es bereits, gelauncht soll das Produkt laut Website noch 2026 werden.
Vor der Gründung war Riva-Frizberg unter anderem bei der Innovations-Beratung Pioneers als auch beim Zyklustracker-Startup breathe ilo beschäftigt, das 2023 Konkurs anmeldete.
Theresa Kohl (DiLT Analytics): Energie sparen mit Gebäude-Software
Kohl ist Mitgründerin und CEO von DiLT Analytics, einem 2021 gegründeten Spin-off der TU Graz. Die Software soll Ineffizienzen in Gebäuden sowie in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen erkennen und den Energieverbrauch senken. Aktuell entwickelt das Team sein neues Produkt „FaciliMind“, eine KI-basierte Softwareplattform zur datenbasierten Optimierung von Energieeffizienz und Betriebskosten in Gebäuden. Das System benötigt laut eigenen Angaben keine neuen Sensoren, sondern dockt an bestehende Leitsysteme an und deckt dort Fehlsteuerungen auf.
Unterstützt wurde das Startup unter anderem durch FFG-Förderungen und konnte bereits Pilotprojekte mit Partnern wie der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) umsetzen. Vor der Gründung war Kohl unter anderem bei AEE – Institut für Nachhaltige Technologien und als Projekt- und Innovationsmanagerin bei der Energie Agentur Steiermark tätig.
Johanna Marie Reinedahl (WeGait): Exoskelett für die Reha
Reinedahl ist Gründerin und Geschäftsführerin der WeGait FlexCo. Das Robotik-Startup entwickelt ein Exoskelett für die Gangrehabilitation nach Schlaganfall oder Rückenmarksverletzung, das Abläufe in Rehazentren effizienter machen soll. Unter dem ehemaligen Namen Nexo Skeleton wurde das Startup als eine der ersten beiden Beteiligungen von WU Ignite Ventures aufgenommen.
Im Juli 2026 benannte man sich in WeGait um. Reinedahl war vor der Gründung außerdem ein Jahr als Venture Capital Investment Analyst bei Arax Capital Partners tätig.
Sara Kapeller (twistor): Schneeräumung per System
Kapeller gründete 2025 die twistor GmbH im Vorarlberger Bludenz. Den Anstoß dazu gab eine persönliche Erfahrung: Eine tonnenschwere Dachlawine ging direkt von dem Haus ihres Großvaters ab. Daraufhin entwickelte sie ein automatisiertes Schneeräumungssystem für Gebäude und Photovoltaikanlagen, das laut Unternehmensangaben seit 2024 patentiert ist.
Die Lösung richtet sich vor allem an Eigentümer:innen von PV-Anlagen in schneereichen Regionen. Der doppelte Vorteil: Die kontrollierte Räumung beugt nicht nur gefährlichen Personen- und Sachschäden vor, sondern sichert auch in den Wintermonaten den Stromertrag der Solarmodule. Das System ist nach Firmenangaben bereits serienreif und unter anderem auf dem Dach der Aletsch Arena auf der Schweizer Riederalp im Einsatz.
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