16.03.2018

contextflow: sechsstelliges Investment für Wiener AI-MedTech

IST Cube und APEX Ventures investieren einen mittleren sechsstelligen Betrag in das MedUni Wien-Spinoff contextflow. Es ist das erste Investment des IST Cube.
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contextflow
(c) contextflow: Das contextflow-Team

Das Wiener MedUni-Spinoff contextflow arbeitet mit AI-basierter Bildanalyse in der Radiologie. contextflow verwendet dazu seine
Deep Learning-basierte Technologie, um medizinische Bilddaten und dazugehörige Fakten zu analysieren und damit Radiologen mittels 3D-Bildvergleichen fallrelevante Informationen, Referenzen und Statistiken zur Verfügung zu stellen. Nun wurde der erfolgreiche Abschluss einer Seed-Investment-Runde bekanntgegeben. Als Kapitalgeber traten der auf Uni-Spinoffs spezialisierte neue Fonds IST Cube als Lead-Investor und APEX Ventures auf. Der Betrag wurde nicht genau genannt, befindet sich aber im mittleren sechsstelligen Bereich, wie der Brutkasten erfuhr.

+++ IST CUBE: Neuer 5 Mio Euro-Investmentfonds für Tech-Startups +++

contextflow: MedUni-Spinoff mit TU-Unterstützung

„Wir werden gemeinsam die nächste Phase der Transformation von Europäischer Spitzenforschung in die klinische Anwendung bringen und letztendlich auch Patienten eine verbesserte medizinische Versorgung bieten können“, sagt contextflow-CEO Markus Holzer. Das 2016 gestartete MedUni-Spinoff war in den vergangenen Jahren auch vom TUW i²incubator und INiTS unterstützt worden. Von aws (im Rahmen des JumpStart-Programms) und Wirtschaftsagentur Wien gab es Förderungen.

Erstes Investment von neuem Fonds IST Cube

Für IST Cube war es das erste Investment. Der letzten Sommer präsentierte Fonds hatte erst vergangenen Dezember das erste Closing. „contextflow passt perfekt mit dem Fokus und den Zielen von IST Cube zusammen“, sagt Managing Director Markus Wanko. „Mit diesem ersten Investment haben wir auch gleich klar gezeigt, dass wir eben nicht nur in IST-Spinoffs investieren“. Der Fonds hat prinzipiell das Ziel, „Equity-Investments und Unterstützung für technik- und wissenschaftsbasierte Ausgründungen und Startups zur Verfügung zu stellen.“

Auch APEX Ventures noch relativ frisch

Zweitinvestor APEX Ventures ist ein Frühphasen-Investmentfonds mit Fokus auf DeepTech-Unternehmen, die auf einzigartiges und schützbares geistiges Eigentum bauen. Der Fonds zielt auf die Unterstützung von wissenschaftlich basierten Startups, die Ihre Technologien als Weltmarktführer in Ihrem Feld etablieren möchten, und hat seit der Gründung im letzten Jahr vier Investments abgeschlossen. Andreas Riegler, Gründungspartner von APEX Ventures dazu: „Wir werden contextflow auf dem ambitionierten Weg unterstützen, KI-basierte Lösungen für die Verbesserung der Patientenversorgung zu entwickeln.“

+++ APEX One: Neuer 10 Mio. Euro-Tech-VC-Fonds startet von Wien aus +++

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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