03.02.2021

Coffee, Tea, Technology: Kapsch BusinessCom startet neuen Podcast

Kapsch BusinessCom startet einen neuen Podcast namens “Coffee, Tea, Technology”, der künftig monatlich erscheint. Erster Gast ist Rafael Laguna de la Vera, Gründungsdirektor der Bundesagentur für Sprunginnovationen "SPRIND".
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(c) BusinessCom

„Coffee, Tea, Technology“ ist das neue Podcast-Format der Kapsch BusinessCom, Österreichs führendem ICT-Lösungs- und Serviceprovider sowie Digitalisierungspartner. Das Format beschäftigt sich mit aktuellen Themen aus allen Bereichen der Technologie. Kurier-Journalistin und Moderatorin von „Coffee, Tea, Technology“, Sandra Baierl, spricht mit Kapsch-Experten, wie Vorstand Jochen Borenich, und nationalen sowie internationalen Gästen über Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz, Sprunginnovation oder IT-Security.

Erster Gast: Rafael Laguna

Rafael Laguna ist der erste Gast im neuen Podcast von Kapsch  BusinessCom. Laguna arbeitet seit über 30 Jahren als Unternehmer und Investor im Bereich Software. Mit nur 16 Jahren gründete er sein erstes Unternehmen. Seit einem Jahr leitet er die Bundesagentur für Sprunginnovationen in Leipzig. Mit ihr soll ein bisher für Deutschland einmaliger innovationspolitischer  Ansatz zur Förderung von disruptiven Innovationen umgesetzt werden. 

In der ersten Folge spircht Moderatorin Sandra Baierl mit Laguna über „Verrücktheiten auf  Kosten des Staates“, die „Rolle Europas in der (Tech-)Welt“ und einen „möglichen europäischen Elon  Musk.“

Agentur für Sprunginnovationen in Österreich?

Rund eine Milliarde Euro stehen dem Team von Rafael Laguna für die Förderung disruptiver  Geschäftsmodelle und kreativer Innovationen zur Verfügung. Eine große Verantwortung, die Laguna  mitunter vor schwierige Fragen stellt. Wie viel Verrücktheit darf man auf Staatskosten zulassen? Und  wann ist eine Idee zu ausgefallen?  

Diskutiert wird in der ersten Folge außerdem, ob eine derartige Einrichtung auch für Österreich denkbar wäre und ob es sich  auszahlen kann, dem großen Nachbarn in der Sache zu folgen. Und wie sieht es mit der Rolle von  Europa in Sachen Innovation und Disruption aus. Befindet sich der alte Kontinent noch auf der Suche  nach einer technologischen Identität. Wohin kann die Reise also führen? 

Das Gespräch ist seit dem 3. Februar 2021 auf allen gängigen Podcast-Plattformen zu finden. “Coffee,  Tea, Technology” wird künftig im monatlichen Rhythmus veröffentlicht. 


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Impeto Impact Gründer Jim Lefébre © Jim Lefébre

Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.

Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.

Modellrechnungen statt Live-Einsatz

„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“

BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.

BESS Invest Dashboard © Impeto Impact

Verzicht auf KI

Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.

Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.

Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.

Co-Location und Expansionspläne

Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.

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