04.08.2020

Coding School Wörthersee startet ins zweite Semester

Die von Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll (Diamir Holding) gemeinsam mit Johannes Eder (Humanomed) gegründete Coding School Wörthersee hat sich zum Ziel gesetzt, der großen Nachfrage nach Codern nachzukommen und hat dafür im März 2020 einen eigenen fünfmonatigen Lehrgang ins Leben gerufen. Im Herbst startet die Coding School Wörthersee nun offiziell ins zweite Semester.
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Coding School Wörthersee

Mit über einer Million fehlender IT-Fachkräfte in der EU ist der Beruf der Coder deutlich unterbesetzt. Der viel besagte „War for Talents“ stellt auch hierzulande für viele innovative Tech-Companies eine große Herausforderung dar. Abhilfe möchte hier die Coding School Wörthersee schaffen, die von Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll (Diamir Holding) gemeinsam mit Johannes Eder (Humanomed) im Frühjahr 2020 gegründet wurde.

Bilanz des ersten Semesters

Der erste Lehrgang startete im März 2020 und dauerte insgesamt fünf Monate. Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll ziehen für das erste Semester Bilanz: „Trotz Corona war der Zulauf enorm. Nach einer fünfmonatigen Ausbildung im Android Bereich sind unsere Abgänger jetzt in der Lage, erste App Projekte in Android (Kotlin) umzusetzen und damit bereit, ihr in der Coding School erworbenes Können in Unternehmen einzusetzen.“

Daher geht es jetzt laut den beiden Geschäftsführern der Diamir Holding, bestätigt von der großen Nachfrage und der Unterstützung der Partner, in das zweite Semester. Neben dem bestehenden Android-Lehrgang soll es nun auch einen eigenen iOS-Lehrgang geben.

Mit dem Startschuss für das zweite Semester soll auch die offizielle Eröffnungsfeier gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im Herbst stattfinden. „Die starke Nachfrage hat gezeigt, dass das Interesse für dieses Berufsfeld enorm ist. Die Coding School trifft hier genau ein Bedürfnis in kurzer Zeit einen Beruf zu erlernen und so qualifizierte Fachkräfte von morgen in Österreich auszubilden“, so Schramböck in Hinblick auf den Start ins zweite Semester der Coding School Wörthersee.

(c) Coding School Wörthersee

FH-Kärnten zertifiziert den Lehrgang

Die FH-Kärnten, die als Partner die Coding School Wörthersee unterstützt, hat den Lehrgang zertifiziert und garantiert dadurch die Anrechnung von 30 ECTS für die Studenten. FH-Prof. Christian Menard von der FH-Kärnten über die Vorteile des Lehrgangs: „Personen, die sich für ein Bachelorstudium im Bereich Informationstechnologien interessieren, denen aber die Dauer von drei bis fünf Jahren zum Berufseinstieg zu lange dauert, kann der Besuch eines Coding Lehrgangs empfohlen werden, der ihnen bei einem möglichen späteren Einstieg in das Bachelorstudium vollinhaltlich angerechnet werden kann.“

Neben der FH-Kärnten zählen auch die Babeg Kärnten, Raiffeisen Bank Kärnten, Industriellen Vereinigung Kärnten, Humanomed & Diamir Holding zu den Partnern der Coding School, die das Bildungsprojekt laut den Initiatoren nicht nur tatkräftig unterstützen, sondern auch eine Jobgarantie für Absolventinnen und Absolventen sicherstellen.


Disclaimer: Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll sind durch ihre Beteiligungsgesellschaften zu je 5,6095 % am brutkasten beteiligt.

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Das sonnnig-Gründerteam: Roman Öfferlbauer, Jonathan Buchinger und Lukas Hückel © sonnnig

Dort, wo Technik und Unternehmertum zusammenkommen, kann Großes entstehen. So auch an der TU Wien im „Extended Study on Innovation“-Programm, wo sich das Gründer-Trio, bestehend aus Roman Öfferlbauer, Lukas Hückel und Jonathan Buchinger, zum ersten Mal begegnete. Parallel dazu gründete Öfferlbauer 2023 in seinem Heimatort in Niederösterreich eine Energiegemeinschaft, zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema noch jung und „technisch schwierig abzuwickeln“ war, so Öfferlbauer.

Aus improvisierten Tools und selbst geschriebenen Mini-Scripts für den Eigenbedarf wurde ein Jahr später sonnnig. Eine White-Label-Lösung für Abrechnung, Mitgliedermanagement und Datenanalyse von mittlerweile 30 Energiegemeinschaften in ganz Österreich.

Wenn Strom aus der Nachbarschaft kommt

„Unser Blick war eigentlich immer auf Endverbraucher und Verbraucherinnen fokussiert. Also Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden“, erklärt Öfferlbauer im Interview. Eine Mission, die über die letzten zwei Jahre tausende Haushalte in ganz Österreich erreicht hat. Mittlerweile kann man über sonnnig den generierten Strom auch als Mitarbeiter:innen-Benefit oder Spende abgeben. „Im letzten halben Jahr hat sich da aber auch ziemlich viel auf der anderen Seite, also bei den Energieversorgungsunternehmen, getan“, verrät der Co-Founder.

Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem. In der Regel verbraucht die Kundschaft ihren Strom nach einem Standardprofil, mit dem der jeweilige Versorger seine Stromeinkäufe prognostiziert. Sind die Abnehmer:innen aber Teil einer Energiegemeinschaft, verschiebt sich dieses Profil radikal: Ein großer Teil des Energiebedarfs wird jetzt von der Energiegemeinschaft gedeckt und nur noch die Restmengen werden durch den Energieversorger geliefert. „Der Energieversorger hat die Energiemenge aber schon im Vorhinein eingekauft“ – und müsse sie kurzfristig wieder verkaufen, erklärt Öfferlbauer. Ein teures Ausgleichsenergie-Problem, das mit wachsendem Energy-Sharing-Anteil immer größer wird.

Sonnnig als potenzieller Partner für Energieversorger

Genau hier setzt das neue Produkt an, für das sonnnig gerade die dritte Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) erhalten hat: eine White-Label-Lösung zum Energy Sharing, die Energieversorger direkt in ihr eigenes Kund:innenportal einbinden können. Im Hintergrund liefert sonnnig die Restlastprognose auf 15-Minuten-Basis, damit Versorger gezielter am Großhandel einkaufen können.

Möglich macht das die Prognosefähigkeit, die sonnnig über Jahre mit echten Energiegemeinschaften aufgebaut hat. Ziel ist es, Versorgern einen besseren Einblick in ihre Stromverläufe zu geben und ihnen zu helfen, selbst ein Geschäftsmodell rund um Energy Sharing aufzubauen, auch als Beitrag zur Kund:innenbindung, erklärt Öfferlbauer. Am Markt kommt das gut an: „Energieversorgungsunternehmen spüren das Problem und sind zunehmend auf der Suche nach Lösungen und neuen Geschäftsmodellen im Energy-Sharing-Bereich, deshalb reden sie auf einmal mit uns“, sagt der Co-Founder. Davor sei die Beziehung eher einseitig gewesen. Zwei Pilotbetriebe hat sonnnig für das geförderte Projekt bereits akquiriert und zeigt sich offen für weitere Kooperationen.

Von First bis Seed: Der aws-Weg

Möglich wurde diese Entwicklung durch drei aufeinanderfolgende aws-Förderungen. Mit aws First Incubator, einem Programm für sehr junge Teams, teils noch vor der Firmengründung, kam das Startup zu ersten Beratungsleistungen und Mentoring. Mit aws Preseed – Innovative Solutions wurde zunächst die inhaltliche und wirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens überprüft und der Proof of Concept entwickelt. Darauf aufbauend unterstützt aws Seedfinancing – Innovative Solutions die Weiterentwicklung bis zum Markteintritt sowie die ersten Skalierungsschritte. In diesem Rahmen werden nun der Aufbau und der Launch des neuen B2B-Produkts finanziert.

Erwarteter Boom durch neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz

Als besondere Meilensteine nennt Öfferlbauer Referenzprojekte mit bekannten Unternehmen wie Hartl Haus, der Nationalbank-Tochter IG Immobilien oder der Volkshilfe Wien sowie die wiederholte Verdopplung des Jahresumsatzes. Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die geteilte Energiemenge, die über sonnnig abgewickelt wurde, laut eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Investor:innen hat das fünfköpfige Team bislang bewusst keine an Bord geholt, da laufende Umsätze und eine halbe Million Euro an lukrierten Entwicklungsförderungen das Team organisch tragen.

Rückenwind kommt bald auch auf politischer Ebene: Im Oktober tritt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) in Kraft, das Energy Sharing über bilaterale Peer-to-Peer-Verträge statt über eine juristische dritte Instanz wie einen Verein oder eine GmbH erlaubt. Für sonnnig eine freudige Entwicklung: „Das baut natürlich extrem viele Hürden ab. Und deswegen erwarten wir auch einen ziemlichen Boom an neuen Mitgliedern und das nehmen auch Energieversorgungsunternehmen wahr.“


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws).

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Coding School Wörthersee startet ins zweite Semester

  • Die von Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll (Diamir Holding) gemeinsam mit Johannes Eder (Humanomed) gegründete Coding School Wörthersee hat sich zum Ziel gesetzt, der großen Nachfrage nach Codern nachzukommen und hat dafür im März 2020 einen eigenen fünfmonatigen Lehrgang ins Leben gerufen.
  • Im Herbst startet die Coding School Wörthersee nun offiziell ins zweite Semester.

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