22.09.2020

Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Uber CEO uvm. steigen bei Klopapier-Startup ein

Eine ganze Reihe außergewöhnlich prominenter Investoren investiert drei Millionen US-Dollar in das US-Klopapier-Startup Cloud Paper, das mit Nachhaltigkeit punkten will.
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Cloud Paper: Das US-Startup setzt auf Klopapier aus Bambus und überzeugte damit zahlreiche sehr prominente Investoren.
(c) Cloud Paper: Das US-Startup setzt auf Klopapier aus Bambus und überzeugte damit zahlreiche sehr prominente Investoren.

Was bringt (unter anderem) Mark Cuban, Marc Benioff, Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Uber CEO Dara Khosrowshahi und Ashton Kutcher dazu, gemeinsam in ein Startup zu investieren? Im Jahr des Corona-Lockdowns gibt es nur eine logische Antwort: Klopapier. Das von zwei ehemaligen Uber-Mitarbeitern gegründete US-Startup Cloud Paper holte sich von der illustren Runde (und noch weiteren hierzulande weniger bekannten Promis) unter dem Lead des VC Greycroft Partners nun drei Millionen US-Dollar, wie das Magazin TechCrunch berichtet.

Was die Celebrities so überzeugte? Natürlich Umweltschutz. Denn Cloud Paper setzt auf Toilettenpapier aus Bambus-Fasern (übrigens nicht als einziges Unternehmen). Herkömmliches Klopapier wäre nämlich ein maßgeblicher Treiber der Wald-Abholzung und würde damit stark zum Klimawandel beitragen, meint man beim Startup. So seien in den USA ganze 15 Prozent der Abholzung direkt auf die Verarbeitung zu Toilettenpapier zurückzuführen. Rund 40.000 Bäume würden demnach in den USA jährlich nur für Klopapier und Papierhandtücher gefällt.

Cloud-Paper-Gründer: „Bambus ist eine magische Pflanze“

„Wir wollten, dass Cloud Paper eine Kraft für das Gute in der Welt ist“, kommentiert Co-Founder Austin Watkins gegenüber TechCrunch. „Wir wollten etwas finden, das von der Größe des Marktes her mit Taxis und Lastwagen vergleichbar ist und vom ersten Tag an einen wirklich großen Einfluss auf die Gemeinschaft und die Umwelt haben könnte“. Und der zweite Co-Founder Ryan Fritsch erklärt: „Bambus bindet mehr Kohlenstoff und setzt mehr Sauerstoff frei. Es ist eine magische Pflanze, die immer weiter wächst und abgeerntet werden kann. Und die Alternative ist ein lange gewachsener Wald“.

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Michael Dobersberger ist der "Startup-Wingman" im Silicon Valley. | © brutkasten

Das Silicon Valley ist nach wie vor das unangefochtene Epizentrum der globalen Tech-Welt. Ein Großteil des weltweiten Risikokapitals ist in der Region rund um San Francisco gebündelt. Für europäische Startups birgt der Markteintritt in den US-amerikanischen Raum jedoch erhebliche kulturelle wie strukturelle Hürden. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Arbeit von Michael Dobersberger an. Brutkasten hat ihm einen Tag lang in San Francisco über die Schulter geschaut.

Michael Dobersberger im Gespräch mit brutkasten-Redakteurin Ann-Kathrin Salmen vor der Bay Bridge in San Francisco. © brutkasten

Ein Ökosystem für den Aufstieg

Als Co-Direktor der Initiative Open Austria, einem Joint Venture der Wirtschaftskammer Österreich und des Außenministeriums, fungiert Dobersberger als strategischer Sparring-Partner vor Ort. Während die WKÖ-AußenwirtschaftsCenter in New York und Los Angeles das operative Tagesgeschäft im Exportgeschäft abwickeln, konzentriert sich das AußenwirtschaftsCenter in San Francisco unter seiner Leitung auf spezialisierte Formate.

„Ich sehe meine Aufgabe darin, Startups ready für das Silicon Valley zu machen, damit sie einen gewissen Startvorteil gegenüber anderen europäischen Startups haben“, erklärt Dobersberger im Gespräch. Sein Aufgabengebiet umfasst gezieltes Startup-Coaching für den US-Markteintritt sowie Innovation Scouting für etablierte Großunternehmen. Die Nachfrage ist hoch: „Allein heuer habe ich schon über 260 Unternehmen in einem meiner Programme gehabt.“

Die Teilnehmer:innen des GOUSA Kickoffs im Silicon Valley. © Michael Dobersberger

Das Mindset: Ja, wenn … statt Nein, weil …

Die kulturellen Gräben zwischen europäischen und US-amerikanischen Entrepreneurship-Zugängen erlebt Dobersberger täglich. Während hierzulande Risiken oft im Vordergrund stehen, herrscht in Kalifornien eine ausgeprägte Optimierungskultur.

Den zentralen Unterschied im Denkansatz bringt Dobersberger pragmatisch auf den Punkt: „In den USA heißt es: ‚Es kann funktionieren, wenn …‘, während in Europa oft gesagt wird: ‚Das funktioniert nicht, weil …‘“. Es gehe keineswegs darum, kritische Einwände zu ignorieren, sondern Geschäftsideen konstruktiv zu bewerten und Chancen in den Mittelpunkt zu rücken.

Schnelligkeit und ein realistischer Blick auf Fehler

Ein entscheidender Erfolgsfaktor am US-Markt sei die Umsetzungsgeschwindigkeit. „Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“, betont Dobersberger. Wer rasch am Markt testet, gewinnt wertvolles Feedback und kann Mitbewerber überholen.

Ergänzt wird dieses Tempo durch den vielzitierten Umgang mit dem Scheitern, der jedoch häufig missverstanden werde. Fehler seien zwar Teil der Lernkurve, dürften das Unternehmen jedoch nicht ruinieren. „Fail fast, fail often – and keep the price to a minimum“, bringt es Dobersberger auf den Punkt. Das bedeutet übersetzt so viel wie: „Scheitere schnell, oft und halte die Kosten dabei auf einem Minimum.“

Präzision fordert der Experte auch beim Markenauftritt und Produktstart. Zu langes Perfektionieren im Stillen sei gefährlich: „Wenn du nicht irgendwann sagst: ‚Mein erstes Produkt war so peinlich‘, dann bist du zu spät an den Markt gegangen“, veranschaulicht er eindrücklich.

Ein Großteil von Dobersbergers Arbeit besteht darin, Menschen miteinander zu vernetzen. © brutkasten

Die Matrjoschka-Logik beim Pitchen

Auch in der Kommunikation rät Dobersberger zu einer radikalen Vereinfachung. Statt technischer Details müsse in den ersten Sekunden das zugrundeliegende Problem im Fokus stehen. Dobersberger nutzt dafür das Bild einer umgekehrten Matrjoschka-Puppe.

„Die erste Matrjoschka ist die wichtigste – das ist dein Why“, erklärt er. Ziel der ersten 40 Sekunden sei es nicht, das gesamte Produkt zu erklären, sondern Neugier zu wecken und Folgetermine zu sichern. Wer zu tief ins Technische abgleite, verliere das Gegenüber rasch.

Menschen investieren in Menschen

Zudem entscheide die Persönlichkeit des Gründerteams oft mehr als die Technologie selbst. Das Feedback internationaler Investor:innen zeichne hier ein klares Bild: „Die Investoren investieren zu 90 Prozent ins Team und zu zehn Prozent in die Technologie.“ Starken Gründerpersönlichkeiten traue man eher zu, Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle bei Bedarf anzupassen.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz, von der Schärfung der Story bis hin zur Vernetzung vor Ort, unterstützt Dobersberger heimische Gründer:innen dabei, im Silicon Valley nachhaltig Fuß zu fassen.

Dobersberger mit seinem ehemaligen indonesischen Diplomaten-Kennzeichen. Vor seiner Zeit in Amerika war er in Indonesien, Serbien und England tätig. © brutkasten
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AI Summaries

Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Uber CEO uvm. steigen bei Klopapier-Startup ein

  • Was bringt (unter anderem) Mark Cuban, Marc Benioff, Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Uber CEO Dara Khosrowshahi und Ashton Kutcher dazu, gemeinsam in ein Startup zu investieren?
  • Im Jahr des Corona-Lockdowns gibt es nur eine logische Antwort: Klopapier.
  • Das von zwei ehemaligen Uber-Mitarbeitern gegründete US-Startup Cloud Paper holte sich von der illustren Runde unter dem Lead des VC Greycroft Partners nun drei Millionen US-Dollar, wie das Magazin TechCrunch berichtet.
  • Dabei geht es um Umweltschutz: Denn Cloud Paper setzt auf Toilettenpapier aus Bambus-Fasern.
  • Herkömmliches Klopapier wäre nämlich ein maßgeblicher Treiber der Wald-Abholzung und würde damit stark zum Klimawandel beitragen, meint man beim Startup.
  • Rund 40.000 Bäume würden demnach in den USA jährlich nur für Klopapier und Papierhandtücher gefällt.
  • „Wir wollten, dass Cloud Paper eine Kraft für das Gute in der Welt ist“, kommentiert Co-Founder Austin Watkins gegenüber TechCrunch.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

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  • Was bringt (unter anderem) Mark Cuban, Marc Benioff, Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Uber CEO Dara Khosrowshahi und Ashton Kutcher dazu, gemeinsam in ein Startup zu investieren?
  • Im Jahr des Corona-Lockdowns gibt es nur eine logische Antwort: Klopapier.
  • Das von zwei ehemaligen Uber-Mitarbeitern gegründete US-Startup Cloud Paper holte sich von der illustren Runde unter dem Lead des VC Greycroft Partners nun drei Millionen US-Dollar, wie das Magazin TechCrunch berichtet.
  • Dabei geht es um Umweltschutz: Denn Cloud Paper setzt auf Toilettenpapier aus Bambus-Fasern.
  • Herkömmliches Klopapier wäre nämlich ein maßgeblicher Treiber der Wald-Abholzung und würde damit stark zum Klimawandel beitragen, meint man beim Startup.
  • Rund 40.000 Bäume würden demnach in den USA jährlich nur für Klopapier und Papierhandtücher gefällt.
  • „Wir wollten, dass Cloud Paper eine Kraft für das Gute in der Welt ist“, kommentiert Co-Founder Austin Watkins gegenüber TechCrunch.

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  • Im Jahr des Corona-Lockdowns gibt es nur eine logische Antwort: Klopapier.
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  • Dabei geht es um Umweltschutz: Denn Cloud Paper setzt auf Toilettenpapier aus Bambus-Fasern.
  • Herkömmliches Klopapier wäre nämlich ein maßgeblicher Treiber der Wald-Abholzung und würde damit stark zum Klimawandel beitragen, meint man beim Startup.
  • Rund 40.000 Bäume würden demnach in den USA jährlich nur für Klopapier und Papierhandtücher gefällt.
  • „Wir wollten, dass Cloud Paper eine Kraft für das Gute in der Welt ist“, kommentiert Co-Founder Austin Watkins gegenüber TechCrunch.

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  • Rund 40.000 Bäume würden demnach in den USA jährlich nur für Klopapier und Papierhandtücher gefällt.
  • „Wir wollten, dass Cloud Paper eine Kraft für das Gute in der Welt ist“, kommentiert Co-Founder Austin Watkins gegenüber TechCrunch.