23.02.2023

Closeships: Tiroler Gründer challengen Facebook & Co.

Das Tiroler Startup Closeships will Social Media wieder zurück zum Ursprung bringen. Likes, Filter und Follower gibt es keine, dafür aber einen QR-Code.
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Das Gründer Team von Closeships (C) Closeships
Das Gründer Team von Closeships (C) Closeships

Facebook, Instagram, Twitter, TikTok und Snapchat sind nur einige von derzeit unzähligen Social-Media-Plattformen am Markt. Das schiere Überangebot an sozialen Netzwerken hält den Tiroler Marco Perner jedoch nicht davon, mit seinem Startup „Closeships“ ein weitere Plattform auf den Markt bringen zu wollen.

Mit Closeships zurück zum Ursprung

„Wir bringen Social Media wieder zurück zum Ursprung – nämlich zu der einfachen Interaktionen zwischen Freunden“, sagt Perner im brutkasten-Gespräch. Die Idee hatte der Gründer 2022 durch exzessive Social-Media-Nutzung. Ihm sei dabei immer aufgefallen, dass Facebook und Co. mehr Werbung und weniger Content von Freunden in seinen Feed spielen.

Closeships will dem entgegentreten und auch verhindern, dass sich Nutzer:innen in der digitalen Welt verlieren. So kann man über die App zwar öffentlich nach Personen suchen und ihnen Nachrichten senden, seine Kontakte muss man dann aber auch im echten Leben treffen. Nur so kann man sich verbinden. Dazu nutzt Closeships eine Kombination aus GPS-Funktionalität und QR-Codes.

Keine Follower, keine Likes, keine Filter

„Andere soziale Netzwerke arbeiten nach außen, wir zielen auf den innersten Zirkel ab“, sagt Perner. Es ist nicht das Ziel von Closeships, dass man mehrere hundert Freunde anhäuft. Closeships ist eine Plattform für die zehn bis 20 engsten Freunde. Dabei erinnert die App seine Nutzer:innen auch immer wieder daran den Kontakt zu pflegen. Trifft man sich binnen 50 Tagen nicht noch einmal mit einem Kontakt, erlischt die Verbindung über Closeships. „Man kann dann nur noch die Chatfunktion nutzen, um ein neuerliches Treffen auszumachen“, so Perner. Postings wie Text, Fotos oder Videos sieht man dann aber nicht mehr.

Im Gegensatz zu Facebook und Co. arbeitet Closeships ohne Algorithmus. Die Inhalte werden demnach einfach chronologisch in den Feed seiner Nutzer:innen gespielt. Filter, Likes und Follower:innen gibt es auf Closeships ebenfalls nicht. Als Zielgruppe sieht Perner, jene Menschen, die Wert auf echte Begegnungen haben. „Besonders Studenten und Vereine könnten Interesse an Closeships haben, da hier die Gemeinschaft oft besonders stark ist“.

Investorensuche in Dubai

Gelauchnched wird die App im Sommer 2023. Zuletzt hat das Team von Closeships neben CEO Perner und CSO Marco Scircoli auch CTO Martin Danler an Board geholt. Nun will das dreiköpfige Team auch um Förderungen ansuchen, die man zuletzt nicht erhielt – auch weil Closeships ein Programmierer fehlte.

Die Ziele für die Zukunft sind klar. Binnen eines Jahres will Closeships 100.000 Nutzer:innen gewinnen und Investor:innen finden. Im April gibt es ein erstes Treffen mit einem Venture-Capital-Unternehmen in Dubai, das Interesse an einem Investment signalisiert hat. Langfristig will Closeships jedenfalls „etablierte Marken, wie Facebook & Co. ablösen“, so Perner.

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zone14
© zone14 - (v.l.) Philip Obermüller, Teammanager des Wiener Sport-Club, Simon Schmiderer, Co-Founder zone14 und David Krapf-Günther, Sektionsleiter Wiener Sport-Club.

Ein 7:0 im Jahre 1958 gegen den damaligen italienischen Spitzenreiter Juventus Turin. Dreimal die österreichische Meisterschaft (1922, 1958 und 1959) und zweimal Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister (damaliges Pendant zur heutigen Champions League) – 1959 und 1960. Das sind die Erfolgsgeschichten des Hernalser Fußballvereins Wiener Sport-Club. Heute ist man nach drei Spieltagen ohne Punkteverlust Spitzenreiter der Regionalliga Ost, verfügt über ein modernisiertes Stadion im Westen von Wien und setzt nun im Sinne der Weiterentwicklung auf die Technologie von zone14 rund um Lukas Grömer, Simon Schmiderer und Tobias Gahleitner. Und intensiviert damit die seit Jahren bestehende Kooperation.

zone14-Technologie durch alle Teams

Damit sollen künftig alle Teams des WSC – Kampfmannschaft, Frauenmannschaft und Nachwuchs – von professionellen Insights durch Videoanalyse und Leistungsdaten profitieren.

„Der Wiener Sport-Club ist weit mehr als ein Fußballverein und gehört fest zur Wiener Sportkultur. Wir wollen nicht nur Weltklasse-Technologie bereitstellen, sondern gemeinsam jeden Tag daran arbeiten, mit Videos und Daten Trainer:innen und Spieler:innen im sportlichen Alltag bestmöglich zu unterstützen – von der Kampfmannschaft bis zum Nachwuchs“, sagt Schmiderer, Mitgründer und Co-CEO von zone14.

Über die Technologie hinaus verbindet beide Partner ein ähnliches Verständnis davon, wie sich Fußball weiterentwickeln soll. Während der Wiener Sport-Club seit Jahrzehnten für Weltoffenheit, Toleranz und soziale Verantwortung steht, verfolgt zone14 das Ziel, professionelle Fußball-Technologie auch außerhalb des Profifußballs zugänglich zu machen.

Langfristige Kooperation

Für den Wiener Verein ist die Zusammenarbeit bewusst langfristig angelegt. Videoanalyse und Leistungsdaten sollen künftig noch stärker Teil der sportlichen Arbeit werden und Trainer:innen sowie Spieler:innen bei der Spielvorbereitung, der Nachbereitung und individueller Entwicklung unterstützen.

Dabei erhält der Wiener Sport-Club Zugang zu automatisierter Videoanalyse, Laufdaten, Heatmaps und Insights über das Spiel. Trainer:innen sollen künftig konkrete Spielsituationen aufarbeiten, taktische Abläufe analysieren und relevante Szenen für die Vorbereitung nutzen können. Spieler:innen erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, ihre eigene Leistung objektiver zu beurteilen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen, so der Plan.

„Mit zone14 haben wir einen langfristigen und zukunftsorientierten Partner gefunden, der es uns ermöglicht, auf höchster Ebene zu agieren“, sagt Philip Obermüller, Teammanager des Wiener Sport-Club. „Zone14 bietet uns die Möglichkeit, Leistung objektiv zu bewerten und sich tagtäglich zu verbessern. Gleichzeitig ist auch die Betreuung rundherum auf höchstem Niveau und der persönliche Einsatz des gesamten zone14-Teams hervorragend. Dass wir dabei mit einem Wiener Unternehmen zusammenarbeiten, das von der Wirtschaftsagentur Wien gefördert wird, macht dies zu einer perfekten Partnerschaft für uns.“

Die Partnerschaft mit dem Wiener Sport-Club, die das Startup nun eingeht, ist nicht die erste dieser Art: 2024 konnte man etwa Rapid als Kunden gewinnen, 2021 die Austria bzw. 2025 die „Austria Wien“-Akademie.

Frauenmannschaft und Nachwuchs im zone14-Fokus

Wie erwähnt, werden auch die Frauenmannschaft und der Nachwuchs des Wiener Sport-Club im Rahmen der Partnerschaft mit der Technologie von zone14 arbeiten. Damit sollen Videoanalyse und Leistungsdaten auch in der Ausbildung junger Spieler:innen und in der sportlichen Weiterentwicklung aller Mannschaften eingesetzt werden.

Die Zusammenarbeit knüpft zugleich an das Engagement von zone14 für mehr Sichtbarkeit und Professionalisierung im Frauenfußball an. Mit der Initiative „Fokus: Frauen im Fußball“ und dem Event „Frauen im Fußball – The Talk“ setzt sich das Unternehmen aktiv für die Weiterentwicklung des Frauenfußballs ein.

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