22.08.2025
INVESTMENT

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

Clinara ist eine in Innsbruck entwickelte Lösung für medizinische Transkription und Dokumentation. Nach einem Investment zu einer Bewertung von 600.000 Euro plant man nun den nächsten Schritt.
/artikel/clinara-tiroler-health-tech-plant-nach-investment-oesterreich-rollout
clinara,
© clinara - Das clinara-Team aus Innsbruck.

Die Idee für das Innsbrucker Startup clinara begann nicht im Labor, sondern am Rande eines Vortrags auf einer Fachkonferenz. Eine dort vorgestellte Studie eines medizinischen Fachmagazins zeigte, dass KI-Chatbots in bestimmten Bereichen bessere Antworten geben als medizinisches Personal. Dies hörte Fabian Sommer, Doktorand an der Universität Innsbruck, und sprach mit seinem Professor darüber, wie KI in Tiroler Ordinationen bereits eingesetzt wird, wie viel Zeit dort für Dokumentation verloren geht und warum viele digitale Angebote trotz Bedarf scheitern.

clinara entsteht

Aus diesem Gespräch entsteht eine weitere Studie zur KI-Adoption in Tirol. Deren Ergebnisse zeigten: Ärztinnen und Ärzte wünschen sich digitale Unterstützung, akzeptieren sie aber nur, wenn Datenschutz zweifelsfrei ist, die Einführung ohne Reibung gelingt und am Ende eine echte Entlastung für Ärztinnen, Ärzte und Ordinationsassistent:innen entsteht – durch einfache Integration in bestehende Abläufe.

Diese Bedingungen wurden anschließend zum Pflichtenheft für ein Produkt, das damals noch keinen Namen hatte. Aus Interviews, Beobachtungen in Ordinationen und ersten Prototypen wächst schlussendlich clinara: eine Web-Anwendung der fünf Founder Fabian Sommer, Bruno Kühn, Marjan Grabowski, Niklas Ravnsborg und Leopold Stenger, die auf Computer oder Smartphone läuft, Patient:innengespräche in Echtzeit mitschreibt und unmittelbar strukturierte Befundnotizen, Arztbriefe oder OP-Berichte erzeugt – so, wie die Ordination sie vorgibt. Vor kurzem gab es dafür von einem Angel-Investor (mit fünf Prozent Beteiligung) ein Investment zu einer 600.000-Euro-Bewertung.

„Aus jedem Gespräch ein fertiges Dokument“

Die Integration von clinara gestaltet sich den Foundern nach bewusst niedrigschwellig: Der fertige Text wird in bestehende Systeme übernommen oder als Word- oder PDF-Dokument weitergegeben; Abläufe müssen nicht umgebaut werden.

„Wir wollten erreichen, dass aus jedem Gespräch direkt ein fertiges Dokument entsteht – ganz ohne Nacharbeit“, sagt Sommer. Neben dem Fokus auf Datenschutz und digitale Souveränität laufe der Betrieb EU-konform, die Daten werden in Innsbruck verarbeitet und gespeichert. Gespräche werden in Echtzeit miterfasst und in nutzbare Dokumente verwandelt. Damit rücke die Patientenversorgung wieder in den Mittelpunkt, während die Dokumentation im Hintergrund passiere.

„Clinara steht für digitale Souveränität im Gesundheitswesen. Wir zeigen, dass KI dort am meisten Wirkung entfaltet, wo sie Ärztinnen, Ärzte und Ordinationsassistentinnen entlastet und gleichzeitig die Patientenversorgung verbessert“, präzisiert Kühn.

„Daten nicht amerikanischen Digitalkonzernen überlassen“

Heute wird clinara in zehn zahlenden Pilotpraxen eingesetzt – von der Orthopädie über Chirurgie und Psychotherapie bis hin zur Veterinärmedizin: „KI im Gesundheitswesen kann nur dann Vertrauen gewinnen, wenn Patientendaten sicher bleiben. Wir sind ein Startup aus Innsbruck und überlassen diese sensiblen Daten nicht den großen amerikanischen Digitalkonzernen – dafür sind sie zu wichtig“, sagt Grabowski.

Nach erfolgreichen Tests in Tiroler Praxen soll clinara schrittweise von Tirol aus österreichweit ausgerollt werden. „In Österreich gibt es vor allem in Ordinationen und Praxen eine Digitalisierungslücke“, sagt Sommer. „Wir sollten bei KI-Tools in diesem Bereich nicht die letzten sein, die das nutzen.“

Deine ungelesenen Artikel:
15.10.2026

Elevatry: Münchner KI-Startup holt 3 Mio. Euro Pre-Seed

Das Münchner Startup Elevatry sammelt drei Millionen Euro ein, um den strategischen Unternehmenseinkauf mit KI neu aufzustellen.
/artikel/elevatry-muenchner-ki-startup-holt-3-mio-euro-pre-seed
15.10.2026

Elevatry: Münchner KI-Startup holt 3 Mio. Euro Pre-Seed

Das Münchner Startup Elevatry sammelt drei Millionen Euro ein, um den strategischen Unternehmenseinkauf mit KI neu aufzustellen.
/artikel/elevatry-muenchner-ki-startup-holt-3-mio-euro-pre-seed
© Envato/Rawpixel - Beispielfoto.

Die Elevatry GmbH hat eine Pre-Seed-Finanzierung über 3 Mio. Euro abgeschlossen. An der Runde beteiligen sich Bayern Kapital, die Unternehmensberatung H&Z sowie mehrere Business Angels, darunter Jan Henner-Theißen, Martin Berr-Sorokin, Mike Simon, Markus Ehrle, Andreas Junck und Alexander Bruehl.

Elevatry und Companions

Der strategische Einkauf beeinflusse Kosten, Qualität, Resilienz und Compliance des gesamten Einkaufsvolumens maßgeblich, doch in der Praxis reiche die Kapazität von Einkaufsteams oft nur, um einen Teil der Lieferanten und Warengruppen aktiv zu managen, heißt es von Elevatry. Somit bleibe dem Unternehmen zufolge ein großer Teil des möglichen Hebels ungenutzt. Ein Großteil der Arbeitszeit im strategischen Einkauf skaliere bisher nicht, denn sie fließe in analytische und anspruchsvolle Arbeit. Hier setzt das Startup an.

Hinter dem Unternehmen stehen drei Gründer. Heiko Schwarz (CEO) bringt rund 25 Jahre Erfahrung im strategischen Einkauf und in Procurement-Software mit; zuvor gründete er riskmethods, das von Sphera übernommen wurde. Christian Ruck (Chief Product Officer & Operations) war Associate Partner bei McKinsey und COO des Procurement-SaaS-Anbieters Orpheus, der an McKinsey verkauft wurde. Tizian Ruck verantwortet als AI Lead die technische Entwicklung der Plattform.

Die Companions der Plattform, u. a. Category Strategist, Negotiation Coach sowie Risk & Integrity Manager, übernehmen die analytischen Arbeiten, Recherchen sowie Szenariobewertungen entlang des gesamten Source-to-Contract-Prozesses. Das reicht von der Bedarfsanalyse über Sourcing-Strategie, Ausschreibung und Lieferantenauswahl bis zu Sollkostenanalyse, Verhandlung, Vertrag und Erfolgscontrolling.

System of Initiative

Elevatry versteht sich als „System of Initiative“ statt als „System of Record“. Die Plattform plant proaktiv, priorisiert nach Impact in Euro und bereitet Vorschläge vor, heißt es. Entschieden wird im Team. Autonomiegrade, Freigaben und Datenhoheit konfigurieren die Kunden selbst, auf einer offenen Multi-LLM-Architektur.

„Strategischer Einkauf ist einer der größten Ergebnishebel im Unternehmen. Gezogen wird er bisher nur dort, wo die Kapazität reicht und entsprechendes Wissen verfügbar ist“, sagt Schwarz, CEO von Elevatry. „Unsere Companions übernehmen komplexe Denkarbeiten und führen Aufgaben auf höchstem Niveau aus. So können Einkaufsteams die Methodik ihrer besten Category Manager auf jede Warengruppe anwenden. Unsere Investoren bringen Kapital, exklusive Einkaufsexpertise und Marktzugang zusammen. Ab jetzt beweisen wir den Impact beim Kunden.“

Und Monika Steger, Geschäftsführerin Bayern Kapital, ergänzt: „Elevatry verbindet ein sehr erfahrenes Gründerteam mit einer klaren Vision für die Zukunft des strategischen Einkaufs. Die KI-native Plattform adressiert einen erheblichen Effizienz- und Wertschöpfungshebel in Unternehmen und schafft durch die intelligente Nutzung von Einkaufswissen und -daten einen unmittelbar nachvollziehbaren Kundennutzen. Gleichzeitig agiert das Unternehmen in einem attraktiven, stark wachsenden Markt für KI-gestützte Procurement-Software.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

clinara: Tiroler Health-Tech plant nach Investment Österreich-Rollout