20.02.2026
CEE

Clever Clover: Österreichischer Startup Accelerator kooperiert mit kroatisch–slowakischer Handelskammer

Clever Clover und die Kroatisch–Slowakische Handelskammer bündeln ihre Kräfte für Startup- und Handelskooperation in CEE.
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Clever Clover
© Puls4/Gerry Frank

Clever Clover und die Kroatisch–Slowakische Handelskammer haben ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, um innovative Konsumgütermarken künftig noch gezielter in Zentral- und Osteuropa zu begleiten. Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht eine engere Zusammenarbeit bei Handelsinnovation, Internationalisierung und grenzüberschreitender Markterschließung.

Clever Clover: Strukturierter Zugang als Ziel

Ziel ist es, Startups und wachsenden Marken einen strukturierten Zugang zu relevanten Handels- und Distributionspartnern in der Slowakei und in Kroatien zu ermöglichen. Gleichzeitig soll der Austausch zwischen Wirtschaft, Institutionen und Handel intensiviert und praxisnahes Markt-Know-how gebündelt werden.

Clever Clover bringt dabei seine Erfahrung in der Skalierung von FMCG-Startups ein – von der strategischen Vorbereitung über die Go-to-Market-Umsetzung bis hin zur Positionierung in komplexen Handelsumfeldern. Die Kroatisch–Slowakische Handelskammer soll diese operative Kompetenz durch ihr regionales Netzwerk, institutionelle Anbindung sowie fundierte Marktkenntnis in beiden Ländern ergänzen.

Die Kooperation umfasst unter anderem strukturierte Markteintrittsprogramme für ausgewählte Startups, aktives Matchmaking zwischen Produzenten, Handel und Distributoren, gemeinsame Präsenz bei Veranstaltungen und Wirtschaftsdelegationen, Austausch zu aktuellen Handels- und Innovationstrends.

„Es geht um Marktpositionierung“

„Zentral- und Osteuropa entwickelt sich zunehmend zu einem dynamischen Wachstumsraum für innovative Konsumgütermarken“, sagt Heinrich Prokop, Co-Founder von Clever Clover. „Mit dieser Kooperation verbinden wir institutionelle Stärke mit konkreter Umsetzung im Handel. Es geht uns nicht um kurzfristige Listings, sondern um nachhaltige Marktpositionierung und echte kommerzielle Perspektiven.“

Loes Voermans, Co-Founder von Clever Clover und verantwortlich für den slowakischen Markt, ergänzt: „Die Slowakei ist ein wesentlicher Bestandteil unserer regionalen Expansionsstrategie. In den vergangenen Monaten haben wir dort intensiv an belastbaren Partnerschaften gearbeitet. Dieses MoU macht diese Entwicklung sichtbar und schafft eine klare Struktur für die weitere Zusammenarbeit. Erfolgreiche Internationalisierung braucht Timing, Vorbereitung und starke lokale Partner – genau hier setzt diese Kooperation an.“

Den Auftakt der gemeinsamen Aktivitäten bildet die Teilnahme von Clever Clover an den Adria Procurement Days in Opatija ab dem 24. April. Die Veranstaltung bietet eine Plattform für den Austausch mit führenden Handels- und Einkaufsverantwortlichen der Region und markiert den Start konkreter Gespräche für ausgewählte Marken.

Mario Gržinić, Präsident der Kroatisch–Slowakischen Handelskammer, erklärt: „Mit diesem MoU stärken wir die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Slowakei, Kroatien und Österreich und schaffen neue grenzüberschreitende Chancen für innovative Unternehmen. Gleichzeitig eröffnen wir unseren Mitgliedern den Zugang zum österreichischen Markt und positionieren die Kammer als aktive Schnittstelle zwischen Handel, Innovation und Kapital in Zentraleuropa.“

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© Tom Jackson via Pexels

Erst vor wenigen Tagen berichtete brutkasten, dass die ÖBB Postbus beim Forum Alpbach einen autonomen Bus testen wird. Der Regelbetrieb mit bis zu 100 fahrerlosen Fahrzeugen ist hierzulande frühestens ab 2028 geplant. Was in Österreich also noch Zukunftsmusik ist, wird in Kalifornien gerade in einer ganz anderen Dimension Realität: Schwere autonome Lkw dürfen dort ab sofort auf öffentlichen Highways getestet werden.

Ein Heimspiel mit Verspätung

Die Situation hatte bislang etwas Paradoxes: Auf autonomes Fahren spezialisierte Firmen wie Aurora und Kodiak entwickeln ihre Technologie direkt im Silicon Valley, durften ihre schweren Trucks aber lange nicht auf kalifornischen Straßen erproben. Aurora wurde 2017 von drei Veteranen der Selbstfahr-Branche gegründet, unter anderem ehemals bei Tesla und beim Google-Ableger Waymo. Kodiak wiederum hat sich auf autonome Sattelschlepper spezialisiert.

Fahrzeuge ab 10.001 Pfund Gesamtmasse waren vom Testbetrieb ausgeschlossen. Mit neuen Regeln, die am 28. April beschlossen wurden, ist damit Schluss. Kodiak hat rund um seinen Firmensitz in Mountain View, mitten im Silicon Valley, bereits erste Fahrzeuge auf die Straße geschickt.

Von führerlosen Trucks kann trotzdem noch keine Rede sein. Die Genehmigungen gelten vorerst nur für Tests mit Sicherheitsfahrer:in am Steuer. Kalifornien will das Ganze stufenweise angehen: Auf begleitete Tests soll die fahrerlose Erprobung folgen, ein kommerzieller Einsatz ist frühestens danach denkbar.

Texas war schneller

Dass Aurora und Kodiak überhaupt schon so weit sind, liegt an Texas. Dort waren die regulatorischen Auflagen für autonomes Fahren von Anfang an niedriger, weshalb beide Unternehmen ihr operatives Geschäft zunächst dort entwickelten.

Aurora fährt seit 2025 kommerziell und fahrerlos zwischen mehreren texanischen Städten, Kodiak startete im wenig befahrenen Permian Basin und ist mittlerweile ebenfalls auf öffentlichen Highways unterwegs. Die kalifornische Zulassung erlaubt es nun vor allem Kodiak, seine Systeme erstmals auch im eigenen Heimmarkt unter anderen Verkehrsbedingungen weiterzuentwickeln.

Gewerkschaft sieht Jobs in Gefahr

Weniger Begeisterung für die neuen Regeln gibt es bei den Lkw-Fahrer:innen selbst. Die Gewerkschaft Teamsters California hat das für die Zulassung zuständige DMV (Department of Motor Vehicles) verklagt und will die Zulassung wieder kippen. Ihr Vorwurf: Die Behörde habe mögliche Sicherheitsrisiken für andere Verkehrsteilnehmer:innen nicht ausreichend untersucht.

Die Unternehmen argumentieren umgekehrt mit mehr Effizienz und langfristig höherer Sicherheit. Am Ende steht die Frage, wer die amerikanische Logistik von morgen kontrolliert und was das für Fahrerjobs und die Milliarden bedeutet, die bereits in die Technologie geflossen sind.

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