01.08.2023

Clever Clover holt sich zwei neue Venture Partner

10 Jahre nach der Gründung von Clever Clover erweitert der FMCG-Accelerator rund um "2 Minuten 2 Millionen"-Investor Heinrich Prokop sein Führungsteam.
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(c) Clever Clover - Loonshot-CEO Bernhard-Stefan Müller, CanisBowl-CEO Martina Steinberger-Voracek, Clever Glover-Gründer Marloes Voermans und Heinrich Prokop

Durch seine Teilnahme an der Puls4-Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ hat Heinrich Prokop Clever Clover zusätzliche Bekanntheit beschert. Gemeinsam mit Marloes Voermans hat er den FMCG (Fast Moving Consumer Goods) spezialisierten Accelerator vor zehn Jahren gegründet. „Wir haben zahlreiche Startups auf ihre Erfolgsreise begleitet. Nun gehen wir mit einem verstärkten Team ins nächste Jahrzehnt“, heißt es in einer aktuellen Aussendung.

Demnach holt man sich zwei weitere Venture Partner hinzu. Martina Steinberger-Voracek und Bernhard-Stefan Müller werden Venture Partner des Unternehmens.  Mit den „renommierten Management-Spezialisten“ möchte man Internationalisierung, Netzwerk-Ausbau und Startup-Service auf allen relevanten Ebenen noch weiter forcieren, heißt es.

Neue FMCG-Expertise bei Clever Clover

Steinberger-Voracek hat selbst das Startup CanisBowl gegründet, welches individualisiertes Bio-Hundefutter anbietet. Außerdem war sie über 20 Jahre Top-Managerin beim Konsumgüter- und Klebstoff-Konzern Henkel. Steinberger-Voracek bringe Expertise im Bereich Branding, Sales, Go-to-Market und profunde Retailkenntnis für den nationalen wie internationalen Markt ein, heißt es in der Aussendung.

Bernhard-Stefan Müller ist Geschäftsführer von Tantum und Miteingentümer des FMCG-Investors Loonshot Ventures, welcher wenige Monate zuvor eine Partnerschaft mit Clever Clover eingegangen ist (brutkasten berichtete). Müller bereichere Clever Clover mit relevanten und wertvollen Kompetenzen in allen Bereichen des Company Buildings.

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v.l. Jakob Zenz und Paul Nimmerfall | Foto: EcoNetix

Econetix begründet den Schritt mit der Bedeutung der britischen Hauptstadt für den CO2-Handel. London sei das weltweit bedeutendste Zentrum der CO2-Märkte und neben Genf Heimat der größten Rohstoffhändler und Finanzinstitute. Mit dem neuen Büro positioniere man sich unmittelbar im Ökosystem des wichtigsten Kundensegments, heißt es in der Aussendung.

„London ist der Ort, an dem CO₂-Zertifikate gehandelt, bewertet und strukturiert werden. Wer im regulierten Emissionshandel ernsthaft mitspielen will, muss hier präsent sein. Dieses Büro ist ein konsequenter nächster Schritt, um unsere Beziehungen zur Trading-Community auszubauen und unsere Position als Marktführer weiter zu festigen“, wird Gründer Jakob Zenz zitiert.

Umsatzplus von mehr als 700 Prozent

Laut Econetix folgt die Eröffnung auf ein starkes Wachstumsjahr. Der Umsatz sei im Jahresvergleich um mehr als 700 Prozent gestiegen, absolute Zahlen nennt das Unternehmen in der Aussendung allerdings nicht. Als Treiber führt Econetix drei regulatorische Entwicklungen an, die voneinander zu unterscheiden sind.

  • Erstens CORSIA, das Kompensationssystem der internationalen Luftfahrt: Airlines müssen dort Emissionen oberhalb eines festgelegten Basiswerts mit zugelassenen CO2-Zertifikaten ausgleichen. Das erzeuge laut Econetix eine wachsende, compliance-getriebene Nachfrage.
  • Zweitens das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS), der regulierte CO2-Markt der Europäischen Union. Die Europäische Kommission habe bekräftigt, dass sie CO2-Märkte als zentrales Instrument einer kosteneffizienten Dekarbonisierung betrachte, heißt es in der Aussendung.
  • Drittens internationale Zertifikate nach Artikel 6 des Pariser Abkommens. Hier habe die Kommission Offenheit gegenüber hochwertigen internationalen Zertifikaten auf dem Weg zum Klimaziel 2040 signalisiert. Ob und in welchem Umfang solche Zertifikate in den EU-ETS selbst einfließen sollen, dazu macht die Aussendung keine Angaben.
Die EcoNetix-Gründer in London | (c) EcoNetix

„Wir haben Econetix genau für diesen Moment aufgebaut und unser Wachstum spricht für sich. London verschafft uns die Nähe zu unseren Kunden, die unser Geschäft jetzt erfordert“, so Mitgründer Paul Nimmerfall.

ESC und SK Rapid als Referenzen

Econetix entwickelt und verwaltet nach eigenen Angaben Kohlenstoffprojekte in Afrika, Europa und dem Nahen Osten. Im Vorjahr hatte das Unternehmen seine Seed-Finanzierung auf insgesamt 4,5 Millionen Euro erweitert (brutkasten berichtete). Im März 2026 übernahm Econetix im Auftrag des ORF die CO₂-Bilanzierung und Kompensation beim Eurovision Song Contest (brutkasten berichtete). Seit der Saison 2026/27 ist das Unternehmen zudem offizieller Sustainability Partner von SK Rapid Wien, die Partnerschaft läuft bis 2029/30 (brutkasten berichtete).

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