23.09.2022

Clever Cakes: Fondanthüllen für künstlerische Tortendeko

Elina Hoffmann, Gründerin von Clever Cakes, hat Fondanthüllen entwickelt, mit denen Torten einfach und kunstvoll verziert werden können.
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Elina Hoffmann von Clever Cakes
Die Hobbybäckerin aus Hessen hat eine Fondanthülle entwickelt, mit der Torten einfach dekoriert werden können. © clevercakes.de

Elina Hoffmann ist Hobbybäckerin und zweifache Mutter. Aus ihrem Hobby, für Freunde und Familie Motivtorten zu backen, hat die 36-Jährige eine Business-Idee entwickelt: Mit ihrer Clever Cakes Fondanthülle, einer formbaren Masse aus Zucker, Glukosesirup und Wasser, können Kuchen und Torten mit unterschiedlichsten Farben, Formen und Motiven verziert werden.

Kreatives Backen bei wenig Zeitaufwand

Die Fondanthülle der Hobbybäckerin kann sowohl als Glasur, als auch als knetähnliches Dekorationselement verwendet werden. Die Zuckerglasur ließe sich leicht zu dekorativen Zuckerelementen formen, so Hoffmann. Newcomer:innen der Back-Szene würden Kuchen und Torten damit ohne großen Zeitaufwand verzieren können.

All-in-One-Package: Clever Cakes liefert Fondantbasis und Zubehör

Die Clever Cakes-Packages beinhalten neben der Fondanthülle auch Rand- und Zuckerdekorationen wie Sterne oder Blumen, einen Zuckerkleber und eine passende Backform. Hoffmann will Anfänger:innen ermöglichen, den Backprozess so einfach wie möglich gestalten zu können: Creme und Tortenboden müssen selbst zubereitet, in die Fondanthülle geschichtet und umgedreht werden. Anschließend könne die Torte mit den beigelegten Deko-Elementen verziert werden. Der Backprozess und das Verzieren der Torte würden dadurch um Einiges schneller und unkomplizierter verlaufen, so die Innovatorin.

Fondant-Auswahl im Online-Shop

Kund:innen finden die Clever Cakes-Fondanthüllenbasis und eine Auswahl an Fondant-Dekoelementen mit unterschiedlichen Motiven im unternehmenseigenen Onlineshop. Jedes Package wird mit einem passenden Stärkekleber und einer Einweg-Backform geliefert. Die Fondanthülle habe dabei einen Durchmesser von 24 Zentimetern und sei acht Zentimeter hoch. Clever Cake-Produkte seien laut Angaben der Unternehmenswebsite bis zu einem Jahr nach dem Kauf haltbar. Um ein Austrocknen der Dekoteile zu vermeiden, empfiehlt Hoffmann einmaligen Verbrauch bzw. luftdichtes Abdecken nach Erstgebrauch.

Investment für Expansion erhofft

Die Hobbybäckerin aus Hessen hofft in der kommenden Folge der Höhle der Löwen auf ein Investment von 50.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile, um Geschäftsidee wie Produktpalette weiterzuentwickeln.

Mehr zu Clever Cakes gibt es in der Höhle der Löwen kommenden Montag, den 26.09., um 20.15 Uhr auf VOX. Weiters dabei sind Meminto Stories, Gatepress, GetMoBie und Blattgold.

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Personen im Büro an Laptops
(c) Annie Spratt via Unsplash

„Wer heute in den Arbeitsmarkt einsteigt, wird von Anfang an gefordert. Das ist für junge Menschen eine große Chance, aber auch eine Herausforderung“, ordnet Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, die Ergebnisse einer aktuellen Studie ein. Im Rahmen des globalen „AI Jobs Barometer 2026“ hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC weltweit mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern auf sechs Kontinenten analysiert. Die Untersuchung soll aufzeigen, wie Künstliche Intelligenz (KI) Berufsprofile, Gehälter, Fähigkeiten und die Arbeitsproduktivität beeinflusst.

Neue Ansprüche bei Einstiegsjobs

Besonders stark zeigt sich der Wandel am Anfang der Karriereleiter. Für Einstiegspositionen erwarten Arbeitgeber in KI-geprägten Berufen zunehmend Fähigkeiten, die traditionell eher erfahrenen Fachkräften vorbehalten waren. Zu diesen gehört die Entwicklung fortgeschrittener, spezifisch menschlicher Kompetenzen wie kritisches Denken, Kooperationsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und Führungskompetenz.

Laut Studie machen solche traditionell seniorigen Fähigkeiten wie motivierende Führung, strategische Entscheidungsfindung oder Teambildung bereits 52 Prozent der neu geforderten Skills in KI-exponierten Einstiegsberufen aus. Bei Berufen mit geringem KI-Kontakt liegt dieser Anteil bei lediglich sieben Prozent. Die Studienautor:innen schreiben in diesem Zusammenhang von einer „Seniorisierung“ von Junior-Rollen. Während klassische Einstiegsjobs in stark betroffenen Branchen insgesamt stagnieren, verzeichnen solche „seniorisierten“ Einstiegspositionen, die mindestens zehn dieser neuen fortgeschrittenen Fähigkeiten verlangen, ein deutliches Wachstum von 35 Prozent. Dies zwingt Unternehmen und das Bildungssystem dazu, Berufseinsteiger:innen künftig anders zu fördern und zu begleiten.

Produktivität treibt Beschäftigungswachstum

Entgegen bekannter Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz in großem Stil Arbeitsplätze ersetzen wird, zeichnet der Bericht ein anderes Bild. Unternehmen mit hoher KI-Intensität verzeichnen nicht nur stärkere Produktivitätszuwächse, sondern bauen auch ihre Belegschaften schneller aus. Zwischen 2018 und 2025 stieg die Produktivität von Firmen mit starkem KI-Einsatz um 34 Prozent (im Vergleich zu 24 Prozent bei geringem Einsatz). Parallel dazu wuchs deren Beschäftigung um 52 Prozent, während Unternehmen mit geringer KI-Nutzung ihre Belegschaft nur um 36 Prozent vergrößerten.

PwC-Österreich-Chef Krickl zieht dazu eine historische Parallele: „Wir beobachten hier ein klassisches Muster der Wirtschaftsgeschichte. Auch die Industrialisierung hat kurzfristig Jobs verdrängt, langfristig aber deutlich mehr neue geschaffen, weil Produktivitätsgewinne Wachstum ermöglichen. Dieses Wachstum schafft wiederum neue Aufgaben und erhöht den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften“.

Zweigeteilter Arbeitsmarkt: „Professionalised“ vs. „Democratised“

Die Analysen deuten darauf hin, dass sich ein zunehmend zweigeteilter Arbeitsmarkt entwickelt. Auf der einen Seite stehen sogenannte „Professionalised Roles“ (professionalisierte Berufe), in denen KI Routineaufgaben übernimmt, wodurch menschliches Urteilsvermögen, Fachwissen und strategische Entscheidungen an Bedeutung gewinnen. Diese Berufsgruppen, zu denen etwa Personalvermittler:innen oder Jurist:innen gehören, wachsen weltweit mehr als doppelt so schnell wie „Democratised Roles“ (demokratisierte Berufe). In Letzteren standardisiert die Technologie Aufgaben so stark, dass sie auch für Nicht-Fachkräfte leichter zugänglich werden, was jedoch das Lohnwachstum dämpfen kann. Seit 2021 verzeichnen die professionalisierten Berufe eine um 42 Prozent raschere Gehaltsentwicklung als demokratisierte Positionen.

KI-Kompetenzen als Gehalts- und Einstellungsfaktor

Gleichzeitig erweisen sich spezifische KI-Kenntnisse als massiver Gehaltsfaktor. Stellen, die entsprechendes Fachwissen – wie Machine Learning oder Prompt Engineering – explizit verlangen, bieten weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 Prozent (nach 57 Prozent im Vorjahr). Zudem wächst die Nachfrage schnell: Binnen eines Jahres stieg die Anzahl der Stellenausschreibungen, die KI-Kompetenzen fordern, um 69 Prozent. Die Einstellung von KI-Spezialist:innen wuchs im Jahr 2025 weltweit achtmal schneller als der gesamte Arbeitsmarkt. Spitzenreiter ist die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche, in der 11,4 Prozent aller Stellenausschreibungen auf KI-Spezialist:innen abzielen.

Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich vermehrt auf die menschlichen Erfolgsfaktoren konzentrieren müssen. Krickl betont in diesem Zusammenhang: „KI-Kompetenzen sind gefragter denn je, Menschen, die sie souverän einsetzen können, bleiben jedoch rar. Nicht die Technologie allein macht Unternehmen erfolgreicher, sondern die Menschen, die sie sinnvoll einsetzen. KI-Tools kann heute jedes Unternehmen kaufen – kritisches Denken, Urteilsvermögen und Teamfähigkeit nicht. Wer jetzt in diese Fähigkeiten investiert, verschafft sich einen Vorsprung, der in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen wird“.

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