04.02.2016

„Cisco“ kauft Startup „Jasper“ für 1,4 Milliarden US-Dollar

Der Netzwerkspezialist Cisco kauft das Startup Jasper für 1,4 Milliarden US-Dollar. Jasper ist Spezialist im Bereich "Internet of Things". Cisco will dadurch Zugang zu neuen Technologien.
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Der Netzwerkspezialist Cisco kauft das Startup Jasper um 1,4 Milliarden US-Dollar. (c) wallpaperstock.net

Der US-Netzwerkspezialist Cisco kauft das Startup „Jasper Technologies“ für 1,4 Mrd. US-Dollar (1,3 Mrd. Euro). Jasper ist Spezialist im Bereich „Internet of Things“ – die Vernetzung von von Gegenständen mit dem Internet wie Autos oder medizinischen Geräten.

Größte Übernahme seit Sourcefire

Bei Cisco handelt es sich um die größte Übernahme seit der Akquisition von Sourcefire für 2,7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2013. Mit dem in der Nacht zu Donnerstag bekanntgegebenen Zukauf will der US-Konzern Zugang zu neuen Technologien erhalten.

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Internet of Things

Das Startup vernetzt nicht nur Dinge mit dem Internet sondern stellt auch eine Plattform zur Verfügung, die eine Verwaltung der Informationen möglich macht, sobald die Produkte online sind. Cisco will sein Geschäft stärker auf hochtechnologisierte Schalter und Router sowie neue Produkte wie Datenanalyse-Software und cloud-basierte Dienste für Datenzentren ausrichten.

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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