24.04.2023

Diese Österreicherin wird Country Director von Google Schweiz

Christine Antlanger-Winter war bisher Country Director von Google in Österreich. Nun übernimmt sie die Geschäftsleitung von Google Schweiz in Zürich sowie die Rolle des Regional Director für die beiden Länder.
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Christine Antlanger-Winter ist Country Director, Google Switzerland und Regional Director Switzerland and Austria
Christine Antlanger-Winter ist Country Director, Google Switzerland und Regional Director Switzerland and Austria | Foto: @ Klaus Vyhnalek

Über vier Jahre hat sie die Geschicke von Google in Österreich geleitet – jetzt geht es für die gebürtige Oberösterreicherin Christine Antlanger-Winter nach Zürich, wo sie die Geschäftsleitung von Google Schweiz übernimmt. Interimistisch hatte sie diese Position bereits seit vergangenem November inne, als ihr Vorgänger Patrick Warnking nach Warschau gewechselt ist.

Neben der Funktion als Country Manager für Google Schweiz wird sie auch die Rolle des Regional Director Switzerland and Austria übernehmen. Für Google Austria wiederum soll es eine interimistische Leitung geben, bis eine Nachfolgeregelung gefunden ist.

Zürich gehört nach Angaben von Google zu den wichtigsten Entwicklungsstandorten des Unternehmens weltweit. Rund 5.000 Google-Mitarbeiter:innen sind dort tätig, der Schwerpunkt des Standorts liegt auf Software Engineering und Forschung.

Antlanger-Winter seit 2018 bei Google, zuvor bei Mindshare

„Ich freue mich sehr, nach vier intensiven Jahren der Leitung von Google Austria die spannende Aufgabe als Länderchefin Google Schweiz anzunehmen. Als Regional Director für Österreich und die Schweiz werde ich das Kerngeschäft von Google auch in Österreich noch weiter verantworten. Die neue Aufgabe in Zürich ist sehr spannend für mich, an kaum einem anderen Standort außerhalb der USA wird bei Google an so vielen Innovationen für Nutzer:innen weltweit gearbeitet wie bei Google in der Schweiz“, sagt Christine Antlanger-Winter.

Philipp Justus, Vice President Google Central Europe, bezeichnet Antlanger-Winter in einer Aussendung als „ideale Besetzung“. Er verweist dazu auf „ihre Erfahrung, ihr exzellentes Leadership und erfolgreiche Arbeit als Länderchefin von Google Austria“.

Bevor sie zu Google Austria kam, leitete Antlanger-Winter die Wiener Media-Agentur Mindshare. Dort hatte sie seit 2003 zunächst die Digital-Agenden aufgebaut und ab 2018 in der CEO-Rolle das Gesamtgeschäft verantwortet. Zuvor hatte Antlanger-Winter ein Software-Engineering-Studium im Bereich Medientechnik und -design der Fachhochschule Hagenberg als Diplom-Ingenieurin abgeschlossen. Abseits ihrer Tätigkeit bei Google ist sie unter anderem auch bei der Initiative the female factor aktiv.

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Gerhard Petzl möchte mit seinem Elektrolyt-Cocktail ein unbesetztes Segment erobern. | © Gerhard Petzl

Wenn Gerhard Petzl eine seiner Plash-Dosen aufmacht, fühlt sich das für ihn ein bisschen nach Urlaub an. Genau dieses exklusive Gefühl will der Gründer mit seinem Getränke-Startup in den Alltag seiner Kund:innen bringen. Seine alkoholfreien Mocktails sollen nach Bar schmecken und nebenbei Elektrolyte liefern. Das Konzept würde die Gen Z mit dem Begriff „Spaßgetränk“ auf den Punkt bringen. Etwas, das man sich zu besonderen Anlässen gönnt, wie ein Gläschen Wein, nur gesünder.

Der Geschmack einer Bar, die Mineralien eines Sportgetränks

Der Hybrid-Cocktail in den drei Geschmacksrichtungen Pink Guava, Lemon & Mint und Orange Ginger | © Plash

Am Anfang der Getränke-Reise stand ein Ärgernis: Sportgetränke liefern Elektrolyte, schmecken aber nicht besonders hochwertig, Softdrinks schmecken, sind aber oft voll mit Zucker oder anderen Konservierungsmitteln. Also entwickelte Petzl, laut eigenen Angaben, den ersten trinkfertigen Mocktail mit Elektrolyten in der EU.

Eine 330-Milliliter-Dose enthält laut eigenen Angaben rund 20 Kalorien, drei Gramm Zucker und bis zu zehn Prozent Fruchtsaft. Zudem sind die Getränke vegan und kommen ohne Konservierungsstoffe aus. Auf künstliche Zuckerfreiheit verzichtet das Startup bewusst: „Der Zucker fungiert als Brücke, die das Geschmacksprofil und die Fruchtnoten stabilisiert“, betont Petzl im Gespräch. Ohne die drei Gramm Zucker würde im Mittelbereich des Körpers der Geschmack absacken – selbst bei der Verwendung von Stevia.

Pro Dose enthält der Hybrid-Cocktail zudem 320 Milligramm Kalium, 120 Milligramm Kalzium, 57 Milligramm Magnesium und 14 Milligramm Natrium in einer Menge, die laut Petzl die gesetzlichen Vorgaben für die Auslobung erfüllt. Ein vergleichbares US-Produkt unterschreite sie. Die gelösten Mineralien zählen zu den teuersten Zutaten, wie der Gründer im Gespräch verrät.

Vom Pastry Chef über Nestlé zum Alleingründer

Ursprünglich kommt Petzl aus der Schokoladenwelt: Über 20 Jahre arbeitete er als Pastry Chef, Chocolatier und Berater in Europa, den USA, Asien und Australien, nach eigenen Angaben mit mehr als acht Goldmedaillen. Danach entwickelte er knapp ein Jahrzehnt lang bei Nestlé in der Schweiz Produkte, von Schokolade bis Babynahrung, und stieg im Sommer 2025 aus.

Eigenfinanzierung und schrittweiser Markteintritt

In puncto Kapitalstruktur geht Plash eigenständige Wege. Petzl ist alleiniger Gründer und verzichtete aktiv auf externes Risikokapital, um die volle Kontrolle über Rezepturen und Unternehmensstrategie zu behalten. Die Produktentwicklung erfolgte in der Schweiz, wo der Webshop im August dieses Jahres eröffnete. Ein Karton mit 24 Dosen wird online für 69,95 Schweizer Franken angeboten.

Parallel bereitet das Startup den Markteintritt in Österreich vor. Die Produktion für den EU-Raum soll künftig direkt in Österreich oder der EU erfolgen, um Logistikwege zu optimieren und Zoll- sowie Mehrwertsteuerhürden zu vermeiden. Der Marktstart im österreichischen Handel verzögert sich aktuell jedoch durch bürokratische Prozesse rund um das nationale Einwegpfandsystem, für das gesetzliche Vertretungen und Registrierungen erforderlich sind.

B2B-Personalisierung und Gastronomie

Um sich im hart umkämpften Getränkesektor durchzusetzen, verzichtet Plash vorerst bewusst auf den klassischen Lebensmitteleinzelhandel. „Der Supermarkt ist definitiv der letzte Schritt“, betont Petzl. Stattdessen setzt das Unternehmen auf zwei Säulen: die gehobene Gastronomie, Hotellerie und Event-Szene sowie ein direktes B2B-Modell.

Für Unternehmenskunden bietet Plash personalisierte Drink-Boxen an, die als Mitarbeiter- oder Kundengeschenke positioniert werden. Kleinserien ab 30 Stück können individuell bedruckt und geliefert werden. Nach dem Anlauf im DACH-Raum plant Plash eine schrittweise internationale Skalierung, unter anderem im Mittleren Osten, wo der Lifestyle-Ansatz des alkoholfreien Premiumsortiments greifen soll. Zu Verkaufszahlen äußert er sich noch nicht. Zum Jahreswechsel soll Österreich folgen, mit Vertrieb, Lager und möglichst auch Produktion vor Ort.

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