07.04.2026
PERSONALIE

Christian Niedermüller verlässt KuCoin

Erst im Jänner hatte Kollege Oliver Stauber, der bis dahin CEO von KuCoin EU in Wien war, seinen Wechsel zum Konkurrenten Bitget bekannt gegeben. Auch der bisherige COO Christian Niedermüller hat nun einen neuen CEO-Job - seinen neuen Arbeitgeber verrät er aber noch nicht. Mit Jacob Kobler verlässt zudem ein weiteres Mitglied des Managements KuCoin in Richtung Bitget.
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Der bisherige Blocktrade-CEO Christian Niedermüller
Christian Niedermüller | Foto: Blocktrade

Wie auch andere globale Player wählte der internationale Krypto-Anbieter KuCoin Anfang vergangenen Jahres Wien als Standort für die Europazentrale – brutkasten berichtete. Die Geschäftsführung übernahmen damals zwei bekannte Gesichter aus der heimischen Krypto-Szene: Oliver Stauber (CEO), u.a. Ex-CLO von Bitpanda, und Christian Niedermüller (COO), u.a. Ex-CEO von Blocktrade. Bereits im November gelang mit dem Erhalt der MiCAR-Lizenz ein großer Meilenstein.

Im Jänner folgte dann aber eine für viele unerwartete personelle Änderung. CEO Stauber wechselte direkt zum Konkurrenten Bitget, der sich ebenfalls mit einer neuen Europazentrale in Wien die MiCAR-Lizenz holen will. Das gab er just am Tag einer feierlichen Gala von KuCoin zum Europa-Start bekannt. Kollege Niedermüller blieb als COO bei KuCoin, Sabina Liu übernahm für Stauber.

Niedermüller blickt auf KuCoin-Zeit zurück und verrät neuen Arbeitgeber noch nicht

Doch wie Christian Niedermüller heute via LinkedIn bekannt gab, geht nun auch er. Dabei blickt er in typisch diplomatischem LinkedIn-Sprech durchaus kritisch auf die 15 Monate bei KuCoin zurück. Die Zeit sei fordernd, zeitweise anstrengend, aber niemals langweilig gewesen, schreibt er. Er habe „viele operative und interkulturelle Lektionen gelernt“. „Natürlich verlief nicht alles reibungslos. Es gab auch schwierige Momente – insbesondere die personellen Veränderungen in wichtigen Führungsfunktionen Anfang des Jahres und die damit verbundenen Herausforderungen. Das gehört zur Realität, wenn man unter Druck etwas aufbaut. Es lehrt einen schnell, was solide und was fragil ist, und worauf es wirklich ankommt, wenn es ernst wird“, so Niedermüller.

Trotz all der Intensität blicke er aber mit „großer Anerkennung“ auf die Zeit zurück, schreibt er und hebt die Erfolge im regulatorischen Bereich ebenso wie die gute Zusammenarbeit mit mehreren Kolleg:innen hervor. Nun werde er CEO und Managing Director der EU-Web3-Einheit eines großen globalen Payment-Unternehmens, das eine Stablecoin-Infrastruktur mit MiCAR- und PSD2-Lizenz in Europa aufbauen wolle, so Niedermüller weiter. Um welches Unternehmen es sich handelt, werde man verkünden, „sobald wir so weit sind“.

Jacob Kobler wird COO und Co-Geschäftsführer bei Bitget EU

Und Niedermüllers Abgang von KuCoin ist nicht der einzige, der heute via LinkedIn verkündet wurde. Auch Jacob Kobler, bislang Head of Operations and Strategy bei der Kryptobörse, geht. Er wechselt, wie zuvor Oliver Stauber, zu Bitget EU und wird dort COO und Co-Geschäftsführer. Dort würden nun die regulatorischen Ziele im Vordergrund stehen, schreibt er dazu auf LinkedIn.

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Foto: Symbolbild / KI-generiert (Google Gemini)

Österreich bündelt seine Kräfte im Bereich digitale Gesundheit: Beim Austrian Life Sciences Day im Palais Niederösterreich wurde am heutigen Tag die Initiative „Digital Health Austria – Innovationen für das Gesundheitssystem von morgen“ vorgestellt. Hinter dem Programm stehen die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die Austria Wirtschaftsservice (aws) und die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG). Umgesetzt wird es im Rahmen der Industriestrategie der Bundesregierung mit Schwerpunkt auf Schlüsseltechnologien im Bereich Life Sciences.

Drei Player, klare Rollen

Ziel ist es, digitale Lösungen mit konkretem Nutzen für Patient:innen und Gesundheitsversorgung schneller in die Anwendung zu bringen. Adressiert werden sollen reale Herausforderungen wie der demografische Wandel, steigende Anforderungen an die Versorgung, regionale Versorgungslücken oder die bessere Nutzung von Gesundheitsdaten.

Die Rollen sind klar verteilt: Die FFG verantwortet die Forschungs- und Innovationsförderung, die aws bringt ihre Expertise zu Verwertung, Skalierung und Innovationsschutz ein, die LBG unterstützt bei Co-Creation, Open Innovation und gesellschaftlicher Wirkung. Finanziert wird die Initiative aus Mitteln des Fonds Zukunft Österreich (FZÖ). Insgesamt stehen 13 Millionen Euro für Förderformate und Begleitmaßnahmen zur Verfügung.

Erste Ausschreibung gestartet

Mit dem Kick-off startet zugleich die erste Ausschreibung für großvolumige Leitprojekte („Flagship Projects“). Gefördert werden inter- und transdisziplinäre Vorhaben, die digitale Innovationen mit konkreten Herausforderungen im Gesundheitssystem verbinden. Schwerpunkte sind unter anderem KI- und datenbasierte Anwendungen, Interoperabilität und Gesundheitsdaten, Lösungen für strukturschwache Regionen sowie Gender Health und Diversität.

Für die Leitprojekte stehen 7,5 Millionen Euro bereit. Geplant ist die Förderung von bis zu drei Projekten mit einem Volumen von jeweils zwei bis drei Millionen Euro und einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten. Ab 2027 soll eine zweite Förderschiene für kooperative F&E-Projekte („Ideas Labs“) folgen, in der potenzielle Konsortien Projektideen gemeinsam weiterentwickeln.

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