14.12.2015

Uber liefert Christbäume im dreistelligen Bereich aus

"Uber" hat sich ins Christbaum-Geschäft eingeklinkt. Über 100 Christbäume hat der Online-Fahrdienstanbieter an zwei Tagen in ganz Wien ausgeliefert.
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Mit Uber kann man sich Christbäume bis ins Wohnzimmer liefern lassen. (c) Uber

Dass Digitalisierung im Weihnachtsgeschäft schon lange angekommen ist, ist kein Geheimnis. Geschenke online zu bestellen, ist bereits so alltäglich wie Zähne putzen. Den Christbaum auszusuchen, abzuholen und aufzustellen war bisher jedoch eher ein klassischer Familienausflug.

Der Online-Fahrdienstanbieter „Uber“ brachte am vergangenen Wochenende neuen Schwung in dieses Konzept.

UberTrees

„UberTrees“ heißt die Aktion. Via der klassischen Uber-App wird ein Christbaum bestellt. Dieser wird anschließend mit Christbaumkreuz bis ins Wohnzimmer geliefert.

Ein Uber-Lieferant bei der Arbeit. (c) Uber
Ein Uber-Lieferant bei der Arbeit. (c) Uber

„Die Aktion ist sehr gut angekommen. Über ganz Wien verteilt hatten wir Anfragen“, zeigt sich Uber-Chef Andreas Weinberger glücklich über die Aktion im Gespräch mit dem Brutkasten. Wir hätten Bäume im unteren dreistelligen Bereich verkauft, sagt Weinberger weiters.

„Im kommenden Jahr werden wir diese Aktion sicherlich wiederholen“, so Weinberger. Er ist seit 1. Dezember der neue Geschäftsführer von Uber Vienna.

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Der direct market plus der Wiener Börse ist nach Genehmigung durch die Finanzmarktaufsicht FMA seit 1. Juli 2026 offiziell als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert. Rechtliche Grundlage ist die nationale Umsetzung des EU Listing Act.

Für Unternehmen bedeutet das laut Wiener Börse konkret: Ausnahmen von der Prospekterstellung bei Kapitalerhöhungen sowie ein reduzierter Prospektumfang, wenn später ein Aufstieg in den prime market oder standard market (amtlicher Handel) erfolgt. In der Praxis dürfte das vor allem eines bedeuten: weniger bürokratischer Aufwand und geringere Rechtskosten beim Kapitalmarktzugang.

Zielgruppe: Klein- und Mittelbetriebe

Der direct market plus richtet sich an Klein- und Mittelbetriebe sowie Wachstumsunternehmen, die einen kosteneffizienten Einstieg in den Kapitalmarkt suchen. Als Segment des börsenregulierten Vienna MTF soll er Unternehmen ermöglichen, ihre Aktien handelbar zu machen, Kapitalmarkterfahrung aufzubauen und die Basis für weitere Finanzierungsschritte zu legen. Aktuell sind elf Unternehmen im direct market plus gelistet, darunter etwa das Welser Scaleup Reploid (brutkasten berichtete).

Schon vor der EU-Registrierung gefragt

Nicht nur in diesem Segment gab es schon vor der heutigen Registrierung Zulauf, wie das aktuelle IPO-Barometer von EY zeigt: Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die Wiener Börse mit Emerald Horizon AG, FIT GROUP AG und K2G Holding AG drei Neuzugänge, noch vor Inkrafttreten der neuen EU-Erleichterungen.

Emerald Horizon AG wurde in den Amtlichen Handel einbezogen, FIT GROUP AG nutzte den direct market plus, K2G Holding AG das Segment direct market. Größere internationale Sichtbarkeit erreichte im Juni zudem der in Tirol gegründete Gasmotorenhersteller Innio mit seinem Börsendebüt an der US-Technologiebörse Nasdaq.

Weltweit weniger, aber deutlich größere Börsengänge

Erfreuliche Entwicklungen verzeichnete zuletzt auch der ATX und überschritt im zweiten Quartal inklusive Dividenden erstmals die Marke von 16.000 Punkten. International ging die Zahl der Börsengänge im ersten Halbjahr laut EY allerdings um zwölf Prozent auf 483 zurück. Das Emissionsvolumen stieg dagegen massiv um 201 Prozent auf 186,8 Milliarden US-Dollar.

Haupttreiber war der Börsengang von SpaceX, der mit 86,2 Milliarden US-Dollar laut EY als größter IPO aller Zeiten gilt. „Die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten des ersten Halbjahres haben viele Börsenkandidaten zur Zurückhaltung veranlasst. Umso bemerkenswerter ist, wie widerstandsfähig sich die Kapitalmärkte gezeigt haben“, kommentiert Martina Geisler, Leiterin IPO und Partnerin bei EY Österreich.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Geisler mit kurzen, selektiven IPO-Fenstern: Im Fokus der Investor:innen stünden laut Geisler Unternehmen, die Nachfrage nach KI-Anwendungen, Dateninfrastruktur, Energieversorgung, Halbleitern, Verteidigung oder kritischer Infrastruktur bereits in belastbare Umsätze und Margen übersetzen können. Für heimische Unternehmen mit Börsenambitionen dürfte der direct market plus ab heute ein administrativ leichterer erster Schritt in Richtung Kapitalmarkt sein.

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