25.11.2021

Chocofalla: Wiener Startup bietet Alkohol- und Chili-Kakao an

Chocofalla-Gründerin Barbara Jung hat Gefallen an der Kakaobohne gefunden und wartet mit einem außergewöhnlichem Angebot auf.
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Chocofalla, Kakaobohne, Kakao Alkohol,
(c) Chocofalla - Barabar Jung mit ihren Kakao-Kreationen.

Barbara Jung beschäftigt sich seit zwei Dekaden mit Müsli. Sie stieß im Laufe der Zeit auf die Wirkung der Kakaobohne – hautstraffende, aphrodisierende und verdauungsfördernde Nährstoffe, wie sie sagt – und hat später mit Chocofalla ein Startup gegründet, das Müsli mit Rohkakao herstellt und dabei auch außergewöhnliche Produkte kreiert.

Chocofalla-Gründer verlor 25 Kilo

Die gelernte Psychologin hat nach der Schwangerschaft 2012 begonnen ganzheitlich abzunehmen. Dabei war die Kakaobohne Teil ihres Konzeptes, an dessen Ende sie 25 Kilogramm verlor. Ein Jahr danach fing Jung an, die Kakaobohne im Rahmen ihrer Praxis weiterzuempfehlen. Es kam zu einem Treffen mit dem Geschäftsführer des Küchenstudios Hietzing und der erste ihrer Workshops war geboren.

„Ziel des Workshops war und ist es zu zeigen, wie man sich auf einfache Art und Weise eine Schokoladepraline selber machen kann“, sagt sie. „Zeitgleich kreierte ich meine ersten Pralinen. Nachdem diese geschmacklich bei den Menschen gut angekommen sind, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, mich umgehend beim Patentamt zu melden. Der freundliche Mitarbeiter des Patentamtes erklärte mir, ich müsse mir einen Namen überlegen, den es noch nicht gibt.“

Mehrere Einnahmequellen

Chocofalla hat heute mehrere Geschäftsfelder: Workshops zum „Schokolade selber machen“, für die Gesundheitsprävention und Teambuilding, sowie Kindergeburtstage. In ihrem Online-Shop finden sich neben einem Müsli mit Haferflocken, Rohkakao, Hanfprotein, Chiasamen, Kokosblütenzucker, Sonnenblumenkerne und Karottenpulver, auch welche mit Korn in verschiedenen Varianten, etwa mit Zimt und Chilli oder Wacholder.

Wer mehr über Chocofalle erfahren möchte, hat am Dienstag Abend bei „2 Minuten 2 Millionen“ die Gelegenheit dazu. Weiters dabei: Soak Staves und Slingrack.

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Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019
Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019 (c) Daniela Matejschek

Interkontinentale Zugreisen einfach und nachhaltig zu ermöglichen, dafür wurde Traivelling vor gut fünf Jahren gegründet. Ursprünglich war das Unternehmen im B2C-Bereich tätig. Privatpersonen sollten ohne großartige Recherche weite Strecken mit dem Zug zurücklegen können. Zuletzt wollte man sich im B2B-Bereich verstärken, doch nun ist das Unternehmen insolvent. Ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien wurde eröffnet.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich“

Zuletzt arbeitete Traivelling daran, eine Softwareschnittstelle im B2B-Bereich anzubieten, über die Tickets weitervermittelt werden sollten. Das Wiener Startup hätte dafür monatliche Fees von B2B-Partnern und eine Provision von Bahnfirmen erhalten. Aus einer Aussendung des Kreditschutzverbands KSV1870 geht hervor, dass Traivelling dadurch Umsätze in einer Größenordnung generieren wollte, die für einen langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sein sollten. Im Endeffekt war laut KSV 1870 eben diese Softwareschnittstelle für die Nutzung durch Unternehmenskunden, also der B2B-Bereich, die Ursache für die Insolvenz.

Die Entwicklung dieser Schnittstelle konnte nämlich bis dato nicht fertiggestellt werden. Auch ein Rettungsversuch durch Verhandlungen mit Investoren scheiterte. „Es waren unüberbrückbare vertragliche Differenzen zwischen den Investoren und uns“, erklärt Geschäftsführer Elias Bohun, der die Namen der Investoren nicht nennen möchte.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich. Am Ende ist uns leider das Geld ausgegangen, obwohl wir jeden Tag Buchungen hatten. Wir hätten aber ein Vielfaches gebraucht“, sagt Bohun. Bereits gebuchte Tickets würden ihre Gültigkeit behalten. Das Unternehmen hatte zwei Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Kreditschutzverband 435.000 Euro, rund 200 Gläubiger seien betroffen. Die Zahl der Gläubiger sei so groß, weil Traivelling sich unter anderem mittels Crowdfunding finanzierte.

Crowdfunding und FFG-Förderung

Das Startup konnte im Jahr 2025 über eine Crowdfunding-Aktion 200.000 Euro einsammeln (brutkasten berichtete). Um diese Summe zu erreichen, habe es laut Geschäftsführer Elias Bohun nur zehn Tage gebraucht. Zusätzlich erhielt das Wiener Startup eine FFG-Basisförderung. Insgesamt konnten man eine Finanzierung in Höhe von rund 600.000 Euro aufstellen.

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