09.08.2022

Chellas: Steirisches Startup bringt georgischen Traditions-Snack in den Einzelhandel

Chellas ist ein neuer Bio-Fruchtsnack aus Früchten und Nüssen, der nach einem georgischen Rezept in der Steiermark in Handarbeit produziert wird. Im brutkasten-Talk spricht das Gründer-Duo Maia Kobakhidze-Löffler und Stefan Löffler über die Listung im Einzelhandel.
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Chellas
(c) Chellas

Inspiriert von einer traditionellen Süßigkeit ihrer georgischen Heimat entwickelte die Gründerin Maia Kobakhidze-Löffler gemeinsam mit ihrem Mann Stefan Löffler mit Chellas einen neuen Fruchtsnack, der seit April diesen Jahres österreichweit bei Billa und Billa Plus gelistet ist. Der Snack besteht aus Früchten, Trockenfrüchten und Nüssen und wird in Handarbeit in einer eigens dafür errichteten Anlage im steirischen Markt Hartmannsdorf hergestellt.

Chellas: Ein Snack aus Kindheitstagen

In Chellas stecken laut dem Gründerduo insgesamt vier Jahre Entwicklungszeit. Wie die Gründerin im brutkasten-Talk erläutert, ist sie mit dem Originalprodukt in Georgien aufgewachsen. „Als kleines Kind durfte ich immer den Eltern zuschauen und ein wenig helfen. Weil die Eltern immer so viel Handarbeit hatten, dachte ich immer, wenn ich groß bin, werde ich alles ändern und vereinfachen“, so die Gründerin.

Von der Idee zur Listung im Einzelhandel

Nach einer ersten Test und Entwicklungsphase hat sich das Gründer-Ehepaar Anfang 2019 dazu entschlossen, den neuen Bio-Fruchtsnack in den österreichischen Einzelhandel zu bringen. In enger Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Dr. Puschnegg wurde die mittlerweile international geschützt Marke Chellas entwickelt. Für eine erste Finanzierung holten sie zudem die steiermärkische Sparkasse an Bord, die dem Startup einen Kredit gewährte. Zudem wurde das Startup auch von Clever Clover rund um den in der österreichischen Food-Startup-Szene bekannten Business Angel Heinrich Prokop unterstützt. Mit Hilfe des Startup-Ticket von Rewe konnte Chellas im Frühjahr 2022 schlussendlich im heimischen Einzelhandel Fuß fassen.

Produktion in Handarbeit

Der Snack, der an Studenten-Futter im Fruchtgummi erinnert, wird aktuell händisch in Dosen verpackt. Für die österreichweite Ausstattung der Billa und Billa Plus Märkte mussten Maia Kobakhidze-Löffler und Stefan Löffler dafür rund 17.000 Stück produzieren. Mittlerweile liegt die produzierte Stückzahl bei rund 32.000. Um die Produktion zu skalieren, laufen zudem Gespräche mit einem Hersteller in der Schweiz. Aber auch ein Ausbau der Produktion in der Steiermark wäre eine Option, wie Löffler erläutert.

Die Inhaltsstoffe von Chellas

Aktuell wird der biozertifizierte Snack in drei unterschiedlichen Geschmacksrichtungen angeboten. Dazu zählen Waldfrucht mit Cashews und Cranberries, Marille mit getrockneten Marillen und Mandeln sowie Apfel-Birne mit getrockneten Äpfeln und Haselnüssen. Wie das Gründer-Duo abschließend betont, sind die Fruchtbites zudem vegan, laktose- und glutenfrei. Weiters verzichtet das Startup auf die Zugabe von Zucker, wobei die Süße (pro 100g rund 45g Zucker) von den Früchten stammt.


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Herbert Eibensteiner, CEO voestalpine AG, und Michael Strugl, CEO Verbund AG | (c) voestalpine/Michael Jurtin
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Beim Start 2019 war „H2FUTURE“ von voestalpine und Verbund das weltweit größte Wasserstoffpilotprojekt. Sieben Jahre später ist von derartigen Superlativen zwar nicht mehr die Rede, doch im Rahmen der Weiterführung unter dem Titel „H2FUTURE-Follow-Up“ sollen die Grundlagen für einen grundlegenden Wandel in der Stahlproduktion bei der voestalpine geschaffen werden. Dafür investieren die Projektpartner weitere 16,4 Millionen Euro.

Schon bislang wurde am Standort mittels „Protonen-Austausch-Membran-(PEM)-Elektrolyseanlage“ grüner Wasserstoff erzeugt – konkret knapp unter 2.000 Tonnen im gesamten Zeitraum. Die Anlage wird aktuell insbesondere dafür genutzt, um Frequenzschwankungen im Stromnetz auszugleichen, die durch die unregelmäßige Verfügbarkeit erneuerbarer Energien oder unterschiedliche Strombedarfe entstehen.

Erweiterung bringt neue Funktionen und Möglichkeiten

Mit der Erweiterung der Anlage kommen zur Erzeugung des Wasserstoffs nun auch die Verdichtung, Reinigung, Speicherung sowie die Verladung und Weiterverwendung hinzu. Vier von insgesamt fünf neuen Wasserstoffspeichertanks sollen Schwankungen zwischen der fluktuierenden Wasserstofferzeugung und dem Verbrauch ausgleichen und so zur Versorgungssicherheit beitragen. Über den fünften (Versand-)Tank soll ab Ende 2027 die Demonstrationsanlage „HY4SMELT“ direkt über eine rund einen Kilometer lange Rohrleitung mit Wasserstoff versorgt werden. Dabei handelt es sich laut voestalpine um Österreichs größtes Klimaschutz-Forschungsprojekt. Außerdem kann der Wasserstoff nun mittels Hochdruckverdichtern auf bis zu 500 bar komprimiert und in Trailer für den Straßentransport abgefüllt werden, um auch an externe Abnehmer:innen geliefert werden zu können.

Die Wasserstoffpilotanlage H2FUTURE | (c) Verbund

„Wir haben mit greentec steel eine klare Strategie zur Transformation unserer Stahlproduktion. Wir werden bereits im 1. Halbjahr 2027 je einen grünstrombetriebenen Elektrolichtbogenofen in Linz und Donawitz in Betrieb nehmen und können damit in einem ersten Schritt bis 2029 bis zu 30 Prozent unserer CO2-Emissionen einsparen. Langfristig streben wir bis 2050 eine Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen an. Wasserstoff wird dabei eine wichtige Rolle einnehmen“, sagt dazu voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner.

Erste neue Forschungsergebnisse Ende des Jahres

Die ersten Funktionstests des erweiterten Projekts wurden bereits gestartet, erste Forschungsergebnisse werden Ende 2026 erwartet. Das Projekt endet im Dezember 2030 und wird auch aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus gefördert. „Das Projekt zeigt im industriellen Maßstab, wie erneuerbarer Strom in grünen Wasserstoff umgewandelt und für konkrete industrielle Anwendungen nutzbar gemacht werden kann“, kommentiert Verbund-CEO Michael Strugl.

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