29.03.2018

Checklist: 10 Fragen auf dem Weg zur GmbH-Gründung

Die GmbH ist die beliebteste Gesellschaftsform unter österreichischen Startups. Wir bringen zehn Punkte, über die man sich im Klaren sein sollte, wenn man in Österreich eine GmbH gründen will.
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GmbH-Gründung
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„Sie gründen ein Unternehmen, weil Sie eine Geschäftsidee umsetzen wollen. Und nicht, um sich mehr als unbedingt nötig mit Formalitäten zu beschäftigen“, sagt Notar Franz-Georg Piskernik. Bei der GmbH-Gründung würden sich zehn entscheidende Fragen stellen. „Der Notar sucht gemeinsam mit dem Gründer nach maßgeschneiderten Lösungen, die Bestand haben, die keinen Partner übervorteilen und die formal und inhaltlich einwandfrei sind“, sagt Piskernik. Denn spätere Streitigkeiten seien oft mit hohen Folgekosten verbunden. Sie sollten vermieden werden, bevor sie überhaupt entstehen können.

+++ Archiv: Notariatskammer digitalisiert GmbH Gründung +++

Die Checklist zur GmbH-Gründung:

1. Wie soll mein Unternehmen heißen?

Was muss ich bei der Wahl des Firmenwortlautes beachten?

2. Was ist als Sitz der Gesellschaft anzugeben?

3. GmbH oder? Das ist hier die Frage!

Ist die Rechtsform der GmbH tatsächlich die beste Rechtsform für mein Vorhaben?

4. Ja, GmbH. Wer sind die Gesellschafter?

Wird die GmbH von natürlichen Personen gegründet, sind alle persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse) anzugeben. Was, wenn die GmbH von einer juristischen Person gegründet wird?

5. Was macht meine Gesellschaft?

Wie beschreibe ich den Unternehmensgegenstand meiner Gesellschaft formal am besten?

6. Das Stammkapital

Ich möchte die Möglichkeit einer gründungsprivilegierten Stammeinlage von 10.000 Euro nutzen, auf die zumindest 5.000 Euro bar einbezahlt werden müssen. Wie lange dauert diese Gründungsprivilegierung?

7. Mein Geschäftsjahr

Kann ich den Stichtag für den Jahresabschluss frei wählen und auch wieder frei ändern?

8. Wer vertritt die Gesellschaft?

Wie kann ich einen Gesellschafter, der auch Geschäftsführer ist, möglichst gut absichern?

9. Vorkauf- und Aufgriffsrechte

Wie können sich Gesellschafter untereinander absichern? Wie kann ich schon bei der Gründung den Einstieg eines Investors vorausplanen? Wann ist die Errichtung eines Syndikats- oder Beteiligungsvertrages sinnvoll?

10. Wie gründe ich?

Müssen bei der Errichtung einer GmbH alle Gesellschafter anwesend sein? Welche Form und welchen Inhalt muss eine Vollmacht für die Gründung haben?

Der Notar kann alle zur Gründung eines Unternehmens notwendigen Urkunden und Eingaben erstellen und alle Schritte erledigen – bis zur Eintragung oder Änderung im Firmenbuch.

Ein erstes Beratungsgespräch beim Notar ist kostenlos. www.notar.at

Eine Information der ÖGIZIN GmbH

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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber

Mit dem „Agenturen Leitbild 2030“ möchten Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke die Förderagenturen nun stärker an der Industriestrategie 2035 ausrichten. Betroffen sind zum einen die Agenturen des Bundes, aws und FFG, und zum anderen die Austrian Business Agency sowie die Christian Doppler Forschungsgesellschaft, beide im Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministeriums. Das neue Leitbild soll in neun Schritten umgesetzt werden.

„Mit dem Agenturen Leitbild 2030 werden unsere Förderprogramme treffsicherer, wir steigern den Service und beseitigen Förderbürokratie. Damit fördern wir Zukunft, Arbeitsplätze und Wohlstand – einfacher, schneller und wirksamer“, sagt Hattmannsdorfer. Hanke ergänzt: „Eine moderne Förderlandschaft muss sich an den Bedürfnissen von Unternehmen und Forschung orientieren – mit einfachen Zugängen, klaren Zuständigkeiten und abgestimmten Angeboten.“

Vereinfachte Förderbeantragung

Ein zentraler Umsetzungsschritt des „Agenturen Leitbild 2030“ ist die Vereinfachung der Förderbeantragung. So wird es in Zukunft einen gemeinsamen Zugang geben, wodurch der Erstkontakt für Unternehmen erleichtert werden soll. Zudem setzt das Wirtschaftsministerium auf einen „Once Only“-Ansatz, wodurch gewisse Daten nur einmal angegeben werden müssen. Dadurch sollen die Förderbürokratie abgebaut und der Antragsprozess vereinfacht werden.

Fokus auf Schlüsseltechnologien und „Made in Europe“

Weiters sollen sich Förderungen auf die in der Industriestrategie vorgestellten Schlüsseltechnologien konzentrieren. Das sind u.a. Künstliche Intelligenz und Dateninnovation oder Chips, elektronische Komponenten und Systeme. Hattmannsdorfer betonte zudem einen klaren Fokus auf „Made in Europe“. „Das heißt, Unternehmen, die bei uns andocken im Bereich der Forschungsförderungen, im Bereich auch der angewandten Förderungen, müssen verpflichtet werden zu einem ‚Made in Europe‘-Ansatz'“, erklärt der Wirtschaftsminister.

Durch das „Agenturen Leitbild 2030“ werde auch die Marktüberleitung zwischen den vier Agenturen besser. „Es sollen nicht die Firmen durch den Förderdschungel durchnavigieren müssen nach dem Motto: ‚Welches Programm ist jetzt für mich passend?'“, sagt Hattmannsdorfer.

Große Unternehmen als Anker für Startups

Laut Hanke werden auch Startups im Zuge der neuen Strategie berücksichtigt. „Für mich ist auch wichtig, dass diese großen Unternehmen wie eine Asfinag, wie eine ÖBB, als Anker dienen für all die Startups, die im Innovationsbereich im Kleinen großartig sind“ erklärt der Innovationsminister. Scaleups sollen in Österreich bleiben und hierzulande größere Aufträge abarbeiten können.

„Input-Output-Relation“ verbessern

Das Ziel der Neuausrichtung der Förderagenturen ist es laut dem Wirtschaftsminister, die „Input-Output-Relation“ in Österreichs Forschung und Entwicklung zu verbessern. Man zähle laut Hattmannsdorfer zu Europas Top-Nationen in puncto Forschungsausgaben, sei aber im Rückstand, die Forschungsergebnisse in die Wirtschaft zu bekommen. Österreich solle sich zu einem Hochtechnologie-Standort entwickeln, Ideen dürften dabei „nicht im Labor bleiben oder nicht in Drittstaaten abwandern, sondern sollen möglichst rasch in die wirtschaftliche Umsetzung kommen“.

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