19.04.2021

CHC Summit 2021: Diese Leadership-Skills sind jetzt gefragt

Flexibles Arbeiten, Digitalisierung und Remote Working stellen auch Führungskräfte vor neue Herausforderungen.
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kooperation

Stephan Poschik, Geschäftsführer von Corporate Health Consulting und Initiator des Summits, veranstaltet am 6. und 7. Mai 2021 den CHC Summit zum Thema „HR in der Post-Covid-Zeit“. Im Vorfeld der Veranstaltung haben wir die Speaker und Experten die am CHC Summit dabei sind, interviewt. 

Die Corona-Pandemie hat die Art, wie wir arbeiten, stark verändert. Damit haben sich auch die Ansprüche an Leadership verändert: Teams arbeiten großteils virtuell zusammen, aber nicht nur. Neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fühlen sich bei Remote Working vielleicht schnell alleine gelassen und auch das Recruiting selbst hat sich stark verändert.

Welche Führungskompetenzen sind durch Corona noch viel wichtiger geworden? „Eindeutig Remote Leadership Skills und Selbstführung“, sagt Martina Hofer Moreno, HR-Expertin und Inhaberin von Erfolgsspur. „Besonders, wenn bewährte Führungs- und Verhaltensmuster nun weniger den Mitarbeiterbedürfnissen im Homeoffice (oder an anderen Standorten) entsprechen“. 

Physische Distanz steigert Bedarf an sozialer Nähe

Empathie ist zu einer Schlüsselkompetenz geworden: Es gehe darum, auf Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen eingehen zu können und gleichzeitig auch, sich selbst im Sinne einer „Selbstführung“ besser einzuschätzen, betont Flooris van der Walt, Coach für den Umgang mit Veränderungen und Unsicherheiten im Unternehmen. Das ist zwar nicht neu, hat aber durch die Coronakrise an Bedeutung gewonnen, meint auch Gunhard Keil, Digitalisierungsunternehmer bei Digitalsee: „Virtuelle Empathie setzt voraus, dass man schon vorher bereit war, auf andere einzugehen und sie zu verstehen. Mit der physischen Distanz ist die soziale Nähe für Führungskräfte nochmals wichtiger geworden, den Bindung ist nun mal keine Kopfsache“.

Leader als TV-Stars auf Zoom und Co.

Die Kommunikation über Videos hat Führungskräfte und Unternehmen auch in ein ganz neues Rampenlicht gerückt. „Der Bildschirm macht aus Führungskräften Fernsehstars und Programmansager. Wer das ignoriert, wird dabei so erfolgreich sein, wie beim Versuch, die Erdanziehungskraft wegzudenken. Also: Sei Dir klar was Du brauchst und komm auf den Punkt“, empfiehlt Keil. Storytelling und die gezielte Vermittlung des „Big Picures“ ist jetzt wichtiger denn je, meint auch Bernhard Sieber, Coach für Team- und Führungskräfte-Entwicklung: „Anderen durch das Aufzeigen vom Big Picture und Visionen vermitteln können worum es geht, Orientierung geben, Alignment ermöglichen. Gerade auch in der digitalen Kommunikation durch Storytelling Menschen in ihren Prozessen abholen und unterstützen, Teams zusammenhalten und Sicherheit vermitteln“.

Vorbilder bei technischen Skills

Neben Empathie und Kommunikation hat die Coronakrise auch technischen Skills eine neue Bedeutung gegeben. Wer remote arbeitet, hat es in der Regel mit einer Menge technischer Tools zu tun – viele davon sind vielleicht neu, Führungskräfte sollten sich dennoch die Zeit nehmen, sie zu lernen. „Du kannst das Souveräne Handling von Teams & Co nicht delegieren. Nur wer selbst Vorbild bei der Nutzung von modernen Medien und deren Möglichkeiten ist, wird sein Team alignen und in positive Schwung versetzen können“, sagt Keil.

Event-Tipp

Mehr zum Thema Leadership und Recruiting in Zeiten von Remote Working und Coronakrise liefert die Online-Konferenz CHC Summit “HR in der Post-Covid-Zeit“.

Datum: 06. und 07. Mai 2021
Beschreibung: Im Zentrum des neuen flexiblen Arbeitens stehen Digitalisierung und Homeoffice bzw. Distance Working, die klare Regeln fordern. Damit geht eine neue Definition von Arbeit einher, die wir euch im Rahmen unserer CHC Summit Online Konferenz am 06. und 07. Mai 2021 näherbringen wollen.
Informationen und Anmeldung: Stephan Poschik, CEO, +43 676 8783 8990, [email protected] und www.chc-summit.com

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Sabrina Masur, CEO und Co-Founderin von Nifty
Sabrina Masur, CEO und Co-Founderin von Nifty | Foto: Nifty

Stile und Werke von Kreativschaffenden landen oft ungewollt im Training generativer KI. Nifty IP will das ändern – mit einem Werkzeug, das Schutz und Kontrolle ermöglichen soll – brutkasten berichtete bereits im Vorjahr.

Nifty IP mit frischem Kapital

Seitdem hat sich bei der Wiener FlexCo einiges getan. Man erhielt eine Förderung in Höhe von 250.000 Euro – 150.000 Euro aus dem „AI Adoption Programm“ des aws, 40.000 Euro Förderung durch das „Media Innovation Lab“ der Wiener Zeitung und rund 60.000 Euro Eigeninvestitionen der Gründer. Zudem etwa 2.000 Euro an „Google Cloud Credits“.

Die neuen Mittel werden künftig für den Aufbau der technischen Infrastruktur, die Analyse großer Datensätze und KI-Modelle sowie die Weiterentwicklung der Plattform eingesetzt.

„Millionen Bilder, Illustrationen und kreative Werke wurden bereits für das Training generativer KI-Systeme verwendet. Für die meisten Rechteinhaber ist jedoch kaum nachvollziehbar, ob ihre Inhalte betroffen sind oder welche Möglichkeiten sie haben, darauf zu reagieren“, sagt Sabrina Masur, Co-Founderin und CEO von Nifty IP. „Der aktuelle Prototyp von uns unterstützt Rechteinhaber dabei, mögliche Verwendungen ihrer Werke im KI-Kontext zu identifizieren und zu analysieren.“

Dokumentation der Ergebnisse

Dabei können Nutzer:innen ihre Bilder hochladen und prüfen lassen, ob Hinweise auf eine Nutzung ihrer Inhalte in Datensätzen oder im Umfeld generativer KI vorliegen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in nachvollziehbarer Form aufbereitet. Darüber hinaus bietet die Plattform Monitoring-Funktionen: Rechteinhaber können ihre Werke registrieren und werden benachrichtigt, wenn künftig neue potenzielle Verwendungen erkannt werden. Ziel des Teams ist es nicht nur, vergangene Nutzungen sichtbar zu machen, sondern auch zukünftige Verwendungen frühzeitig zu erkennen.

Technisch nutzt Nifty IP eine Kombination aus Bildanalyse-, Vergleichs- und Forensikverfahren. Registrierte Bilder werden mit bekannten Datensätzen und Bildsammlungen – die für das Training von KI verwendet werden – und weiteren relevanten Quellen abgeglichen, um potenzielle Verwendungen urheberrechtlich geschützter Inhalte zu identifizieren und nachvollziehbar zu dokumentieren.

„Membership-Inference“

Zusätzlich setzt Nifty IP sogenannte „Membership-Inference“-Verfahren ein. Diese ermöglichen es, punktuell auch sogenannte Blackbox-Modelle zu untersuchen, also KI-Modelle, deren Trainingsdaten von den Anbietern nicht offengelegt werden.

Ein weiterer Bestandteil der Plattform ist die Analyse von Websites auf Schutzmaßnahmen gegen KI-Crawler. Nifty IP prüft bestehende Schutzmechanismen und kann technische Maßnahmen empfehlen oder automatisiert umsetzen, um die Sichtbarkeit für KI-Crawler einzuschränken.

„Viele Künstler, Agenturen oder Museen wissen gar nicht, dass ihre Inhalte automatisiert von KI-Systemen erfasst werden können, wenn man dies nicht explizit verbietet“, erklärt Masur. „Nifty IP deckt daher den gesamten Schutzprozess ab: von der Prävention gegen KI-Crawler über den Nachweis und die Dokumentation der unerlaubten Nutzung zum Training von KI bis hin zum Monitoring zur Früherkennung von weiteren Verstößen.“

Nifty IP: Fokus auf größere Unternehmen

Zur Zielgruppe des Startups gehören Künstler:innen, Fotografen:innen, Illustrator:innen und Agenturen, da sie besonders stark von den Auswirkungen generativer KI betroffen seien. Über die Plattform können jene ihre Werke analysieren, überwachen und „künftig besser schützen“.

„Unser momentaner Fokus liegt zurzeit jedoch stark bei größeren Unternehmen und Organisationen, die umfangreiche Content-Bestände verwalten. Dazu zählen besonders große Stock-Plattformen, Verwertungsgesellschaften, Medienhäuser und Verlage, die Millionen von Werken verwalten. Mit mehreren großen Akteuren aus diesen Bereichen stehen wir bereits im Austausch und das Interesse ist sehr hoch“, präzisiert die Founderin.

Überwachen statt Verändern

Die Abgrenzung zur bestehenden Konkurrenz wie Glaze, Nightshade oder Spawning.ai liegt darin, dass etwa Glaze und Nightshade einen präventiven Ansatz verfolgen würden und Inhalte vor der Veröffentlichung verändern, um zukünftiges KI-Training zu erschweren oder die Qualität späterer Modelltrainings zu beeinflussen.

„Nifty IP verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Wir versuchen nicht, KI-Modelle oder Trainingsprozesse zu beeinflussen, sondern entwickeln forensische Werkzeuge, die Rechteinhabern helfen sollen, die potenzielle Nutzung ihrer Inhalte nachzuweisen, zu dokumentieren und kontinuierlich zu überwachen. Damit beschäftigen wir uns eher mit der Frage: Was passiert, wenn Inhalte trotz Schutzmaßnahmen oder ohne Wissen der Rechteinhaber bereits für KI-Training verwendet wurden“, erklärt Masur ihre Arbeitsweise. „Darüber hinaus arbeiten wir gemeinsam mit spezialisierten Kanzleien an standardisierten Prozessen für Dokumentation und rechtliche Durchsetzung, um die Brücke zwischen technischer Analyse und praktischer Anwendbarkeit für Rechteinhaber zu schließen. Unser Ziel ist es nicht nur mehr ihnen Transparenz zu verschaffen, sondern Betroffenen auch konkrete Handlungsmöglichkeiten zu geben, wenn ihre Inhalte ohne Zustimmung genutzt werden.“

Ziel: Datenbasis aufbauen

In den kommenden Monaten konzentriert sich Nifty IP auf die kontinuierliche Indexierung relevanter Datensätze und den Ausbau seiner Analyse- und Monitoring-Infrastruktur. Parallel dazu steht man mit mehreren größeren Plattformen, Rechteinhabern und Akteuren der Kreativwirtschaft im Austausch, um strategische Partnerschaften und erste Pilotprojekte zu evaluieren, wie die Founderin erklärt.

„Gleichzeitig“, gibt Masur einen weiteren Einblick in die nächste Zeit ihres Unternehmens, „bereiten wir die nächsten Wachstumsschritte (Seed-Round) vor und führen Gespräche mit potenziellen Investoren und strategischen Partnern. So wollen wir den weiteren Ausbau der Plattform beschleunigen und den Schutz kreativer Inhalte im Zeitalter generativer KI langfristig stärken.“

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