02.02.2023

ChatGPT Plus kommt: Das sind die Pläne für die Bezahloption

OpenAI verkündet die Bezahlfunktion bei ChatGPT. Mit dem monatlichen Payment kommen auch weitere Funktionen.
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© Timon/AdobeStock
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Nachdem OpenAI’s ChatGPT und seine vielfältigen Anwendungsbereiche die Berichterstattung der letzten Wochen prägte, verkündet das KI-Unternehmen gestern Neuigkeiten über seine Monetarisierungspläne. Die sogenannte ChatGPT Plus Version startet bei monatlichen 20 Dollar. Zu den zusätzlichen Leistungen des Premium Abos gehören laut OpenAI der Zugriff auf ChatGPT während der peak times bzw. ausgelasteten Zeiten, priorisierter Zugriff auf neue Funktionen sowie schnellere Reaktionszeiten im Allgemeinen.

ChatGPT: Kostenlose Version bleibt erhalten

Die kostenlose Version von ChatGPT soll zwar weiterhin erhalten bleiben, bietet aber nicht die oben aufgeführten Zusatzoptionen. ChatGPT Plus sei vorerst nur für Nutzer:innen in den USA erhältlich. Laut Aussagen des Unternehmens, sollen bald die ersten User:innen von der Warteliste Zugriff erhalten. Das Angebot solle außerdem „bald“ auf weitere Regionen ausgeweitet werden – wann genau bleibt noch offen. In einem offiziellen Blogeintrag erklärt OpenAI sein Vorgehen folgendermaßen:

Wir haben ChatGPT als Forschungsausblick gestartet, um mehr über die Stärken und Schwächen des Systems zu erfahren. Wir wollten Nutzerfeedback sammeln, das uns helfen sollte, die Grenzen von ChatGPT zu verbessern bzw. auszuweiten. Seitdem haben wir mehrere wichtige Updates vorgenommen. Wir haben festgestellt, dass die Nutzer:innen auf verschiedenste Anwendungsfälle Wert legen – so auch unter anderem das Verfassen und Bearbeiten von Content, Brainstorming von Ideen, Hilfe beim Programmieren und generell über neue Themen lernen.

Ebenso wird im Blogpost angedeutet, dass zukünftig weitere Monetarisierungswege ausprobiert werden. Dadurch soll nicht zuletzt auch die kostenlose Version weiterhin umsetzbar bleiben.

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V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe
V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe "Science to Business" von Forwit | (c) Johannes Zinner

Die Verhandlungen zur gemeinsamen europäischen Gesellschaftsform EU Inc. bewegen sich langsam auf die Zielgerade zu. Mitsprache haben dabei nicht nur die EU-Kommission, die bereits im März ihren Entwurf vorlegte, und das EU-Parlament, das letztlich über das Regelwerk abstimmen wird, sondern auch der Rat der EU, also die Regierungen der Mitgliedstaaten. In der zweiten Reihe machen zudem einige mächtige Interessensvertretungen, etwa mehrere nationalstaatliche Notariatsverbände, ihren Einfluss geltend.

Eines zeichnet sich dabei bereits klar ab: Die Verhandlungen laufen auf einen Kompromiss hinaus, wie brutkasten bereits analysierte. Bereits der Kommissionsentwurf war eine im Vergleich zu den ursprünglichen Forderungen der im Startup-Umfeld formierten Initiative „EU-INC“ abgespeckte Version. Dass es in den Verhandlungen zu Abänderungen im Sinne der Initiative kommt, ist höchst unwahrscheinlich. Vielmehr stehen Streichungen zentraler Punkte im Raum, die für die Initiative zum Kern des Vorhabens zählen.

„Once in a generation-Chance für Österreich und Europa“

Diese adressiert nun auch die Arbeitsgruppe „Science to Business“ des österreichischen Rats für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (Forwit) in einem offenen Brief an mehrere österreichische Regierungsmitglieder. Der Arbeitsgruppe gehören TTTech-Gründer Georg Kopetz, Informatik-Professorin Johanna Pirker, Neurologe Dietrich Haubenberger und Philipp von Lattorff, Aufsichtsratsvorsitzender des Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna, an.

Die EU Inc. sei eine „once in a generation-Chance für Österreich und Europa“, heißt es im offenen Brief. Während die Bundesregierung mit der strategischen öffentlichen Beschaffung und der Errichtung eines Dachfonds bereits zwei „kritische Schwachstellen“ im Wissenstransfer in Österreich angehe, könne dies gemeinsam mit der EU mit der EU Inc. auch beim Thema Skalierung „schlagkräftig“ gelingen.

Regierung soll sich für zentrales Handelsregister und Mitarbeiter:innenbeteiligung einsetzen

Zwei aus Sicht von Forwit dafür maßgebliche Elemente der EU Inc., nämlich ein zentrales europäisches Handelsregister und eine standardisierte Mitarbeiter:innenbeteiligung, würden aber aktuell drohen, im Zuge der Verhandlungen gestrichen zu werden. Ersteres brauche man, damit es sich bei der EU Inc. tatsächlich um einen europäischen Standard handle, zweiteres, damit europäische Wachstumsunternehmen im Wettbewerb um Talente bestehen könnten. Zudem betont die Forwit-Arbeitsgruppe auch die Möglichkeiten, die die neue Gesellschaftsform KMU im Allgemeinen bieten könne.

Entsprechend fordert sie die Regierungsmitglieder im offenen Brief konkret dazu auf, sich in den Verhandlungen für das zentrale Handelsregister und die Mitarbeiter:innenbeteiligung einzusetzen, ebenso wie für die freie Wahl des Registrierungssitzes, den Zugang für alle Unternehmen und die Geltung des lokalen Arbeits- und Steuerrechts. Und zudem „die EU Inc. als Bestandteil der Umsetzung der Industriestrategie 2035 zu erachten und in der Folge entsprechend mitzugestalten.“ Man stehe den Adressat:innen und der gesamten Bundesregierung „für eine Vertiefung und Begleitung der österreichischen Position selbstverständlich zur Verfügung.“

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