29.09.2017

Chatbot-Hochburg Wien: Bot-Insider kommen nach Österreich

Wien gilt längst auch international als Dreh-und Angelpunkt der Chatbot-Community. Ein Hype der bleibt? Diese Frage wird man nächste Woche intensiv beleuchten, denn einige Events rücken die Hauptstadt in den Fokus der Tech-Community.
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Diese Tech-Events bringen Insiderinfos nach Wien.
Ab Montag dreht sich in Wien alles um Chatbots und die wachsende Tech-Szene. Mehrere Veranstaltungen rücken Wien in den Fokus der Developer-Community. Der Brutkasten stellt drei Events der Chatbot-Community vor:

ChatbotConf 2017 #2 + 3 Oktober

Letztes Jahr feierte die Konferenz in Wien Premiere. Bei der „ChatbotConf 2017“ dreht sich auch dieses Jahr wieder alles um das Thema Bots. Internationale Speaker von Facebook, Twitter, Slack, Amazon oder Chatfuel, aber auch heimische Chatbot-Entwickler werden dafür am 2. und 3. Oktober am Erste Campus erwartet. Hinter der Konferenz steht das Startup orat.io, das von den beiden Grazern Bernhard Hauser und David Pichsenmeister gegründet wurde.

Lemmings Demo Day @ Developer Circles Vienna  # 2 Oktober

Der dritte Batch des Wiener Chatbot und Artificial Intelligence-Inkubators Lemmings.io wird am Montag beim Demo Day sein Ende finden. Man kann sich online bereits für den nächsten Batch des Inkubators bewerben, der 2016 von Thomas Schranz und Allan Berger gestartet wurde. Der Demo Day wird im Zusammenhang mit dem ersten Meetup von „Developer Circles Vienna“ stattfinden, das im Anschluss an den ersten Tag der ChatbotConf im Sektor5 stattfindet. Die Eventreihe, die von Facebook gesponsert und von der UX-Designerin Natalie Korotaeva zusammen mit der Chatbot-Entwicklerin Barbara Ondrisek organisiert wird, soll ab Montag regelmäßig in Wien stattfinden. Internationale Speaker werden zu den Events erwartet.

Startup Live # 6 – 8 Oktober

Teilnehmer bei Startup Live Vienna haben ein Wochenende lang Zeit aus ihrer Idee ein Business zu formen und dieses am Ende vor Publikum zu präsentieren. Schon das letzte Mal waren Chatbot-Ideen dabei. Nach der Teamfindung am Freitag geht es sofort in medias res. Mentoren begleiten die Startup-Teams bis zum Abschlussevent am Samstag.

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18.09.2026

Strom gegen Muskelschwund: Warum die ESA auf der ISS einen Tiroler EMS-Anzug testet

Wer monatelang in der Schwerelosigkeit lebt, verliert Muskeln und Knochenmasse. ESA-Astronautin Sophie Adenot hat auf der Internationalen Raumstation getestet, ob elektrische Muskelstimulation das tägliche Pflichttraining verbessern kann. Der Anzug dafür kommt von EasyMotionSkin mit Zentrale in Reith bei Seefeld.
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Strom gegen Muskelschwund: Warum die ESA auf der ISS einen Tiroler EMS-Anzug testet

Wer monatelang in der Schwerelosigkeit lebt, verliert Muskeln und Knochenmasse. ESA-Astronautin Sophie Adenot hat auf der Internationalen Raumstation getestet, ob elektrische Muskelstimulation das tägliche Pflichttraining verbessern kann. Der Anzug dafür kommt von EasyMotionSkin mit Zentrale in Reith bei Seefeld.
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© ESA/NASA

Astronaut:innen trainieren auf der Internationalen Raumstation (ISS) täglich bis zu zweieinhalb Stunden, um dem Abbau von Muskeln und Knochen in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken: Laufband, Ergometer und ein eigens entwickeltes Widerstandsgerät gehören zum Pflichtprogramm. Ob elektrische Muskelstimulation (EMS) dieses Training wirksamer machen kann, untersucht das Experiment „EasyMotion-2″ der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Charité Berlin. Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot trägt dafür einen Trainingsanzug von EasyMotionSkin, einem Unternehmen mit operativer Zentrale in Reith bei Seefeld in Tirol.

Sechs Wochen Training mit Elektroden

Adenot hat am 17. Juli 2026 im Rahmen ihrer Langzeitmission „εpsilon“ begonnen, mit dem Anzug auf der ISS zu trainieren. Das war der Startschuss für ein sechswöchiges Programm zur Stärkung ihrer Skelettmuskulatur. Der Anzug gibt über integrierte Elektroden niederfrequente Impulse an die Muskulatur ab und soll so den Trainingseffekt der regulären Einheiten erhöhen. Für den Einsatz im All wurde das System von der OHB System AG angepasst und qualifiziert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dieter Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité, das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA unterstützt das Experiment.

Das Ziel reicht über die ISS hinaus: Die Daten sollen laut DLR dazu beitragen, EMS-Training fest in den Alltag von Astronaut:innen zu integrieren und damit künftige Reisen zum Mars sicherer zu machen. Eine solche Mission würde rund zwei Jahre dauern, wobei die Crew nach etwa neun Monaten Flug in Schwerelosigkeit den Planeten selbstständig betreten und dort arbeiten müsste. Muskelschwund auf dem Hinweg ist dabei eines der zentralen medizinischen Probleme.

Zweiter Anlauf nach Matthias Maurer

Es ist nicht der erste Einsatz des Anzugs im All. Während der ESA-Mission „Cosmic Kiss“ (2021 bis 2022) trainierte der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits mit dem System, brutkasten berichtete damals. „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte die Entwicklungsteams seit der ersten Mission bei der Optimierung des Anzugkonzepts für den Einsatz auf der Raumstation erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion-2 nun gemeinsam mit Sophie Adenot weiterführen können“, sagt Julia Weis, LEO (Anm. Low Earth Orbit) & Suborbital Utilisation Team Leader bei der ESA.

Adenot, Jahrgang 1982, ist Hubschrauberpilotin der französischen Luftwaffe und Luftfahrtingenieurin. Seit November 2022 gehört sie dem Europäischen Astronautenkorps an, ihre Grundausbildung schloss sie im April 2024 ab.

Was auf der Erde davon bleibt

Die Erkenntnisse aus dem All sollen auch in Trainings-, Therapie- und Präventionskonzepte auf der Erde einfließen, von der Rehabilitation bis zur Prävention altersbedingter Veränderungen. Das ist auch die Perspektive von Christian Jäger, dem Tiroler Unternehmer und Investor hinter EasyMotionSkin: „Entscheidend ist für mich aber ebenso der Nutzen auf der Erde: EasyMotionSkin soll Menschen dabei unterstützen, effizient zu trainieren, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Die Erkenntnisse aus dem Einsatz unter Extrembedingungen können dazu beitragen, die Technologie weiterzuentwickeln und damit auch vielen Menschen auf der Erde zugutekommen.“

EasyMotionSkin wurde von Dirk Fritzsche gegründet. Jäger, 2023 auch als Investor bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen, war zunächst mit einem kleinen Investment eingestiegen, bevor er die Firma gänzlich übernahm. Heute ist EasyMotionSkin nach eigenen Angaben Teil der deutschen milon group.

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