13.04.2023

Chat GPT verbraucht so viel Wasser wie 320 Teslas

Chat GPT braucht laut neuesten Berechnungen einen Liter Wasser pro 50 Fragen. Nun fordern Forscher:innen und die KI selbst effizientere Kühlsysteme.
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(c) ChatGPT - ChatGPT ist eine echte Energieschleuder.
(c) ChatGPT - ChatGPT ist eine echte Energieschleuder.

Mit Chat GPT erlebte der Hype rund um Künstliche Intelligenz seinen Peak. Der Chatbot hat aber auch seine Schattenseiten. Neben teils obskuren Antworten, brutkasten berichtete ausführlich, ist Chat GPT sehr Energie-intensiv.

Chat GPT braucht 700.000 Liter Wasser

Eine Analyse, die vor einigen Wochen durchgeführt wurde, kam zu dem Schluss, dass die Trainings von GPT-3, der Basis von Chat GPT, rund 1.300 Megawattstunden an Strom verbraucht. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 200 Menschen.

Die Universitäten von Colorado Riverside und Texas Arlington haben sich darüber hinaus nun den Wasserverbrauch des Chatbots angesehen. Die Rechenzentren von GTP-3 würde in den Rechenzentren knapp 700.000 Liter Wasser verbrauchen.

Das entspricht etwa den Dimensionen, die für die Herstellung von 370 BMW-Autos oder 320 Tesla-Elektrofahrzeugen gebraucht würden. Die Daten beziehen sich auf die Rechenzentren in den USA, asiatische würden den Wasserverbrauch gar verdreifachen.

KI schlägt Lösungen für eigenes Problem vor

Die Autor:innen der Studie nennen den Verbrauch mit Blick auf die Süßwasserknappheit auf der Welt und dem raschen Bevölkerungswachstum „äußerst besorgniserregend“. Von den Forscher:innen kommt daher der Appell, dass die Entwickler:innen mit gutem Beispiel vorangehen sollen und ihren Wasser-Fußabdruck verkleinern sollen.

Chat GPT selbst hat eine klare Antwort auf die brutkasten-Frage, ob KI-Modelle in Zeiten von Wasserknappheit ethisch vertretbar seien: „Es ist wichtig, bei der Entwicklung und Verwendung von KI-Modellen die Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft zu berücksichtigen. Wenn die Kühlung dieser Modelle jedoch die Wasserknappheit vorantreibt, dann müssen die Entwickler und Nutzer sorgfältig prüfen, wie sie mit diesem Problem umgehen können“.

Laut der KI sei es wichtig „effizientere Kühlungssysteme zu verwenden, die weniger Wasser verbrauchen oder alternative Kühlungsmethoden wie Luft- oder Flüssigstickstoff zu nutzen“. Letztlich liegt, dem Chatbot zufolge, die Verantwortung bei den Entwickler:innen.

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Wolfgang Hattmannsdorfer | (c) drehwerk / Peter Mayr
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Rufe nach mehr politischer Rückendeckung für den Life-Science-Standort gibt es, wie auch in anderen Bereichen, schon lange. Bewegung in die Sache bringt nun einmal mehr die geopolitische Lage, konkret vor allem weitere Zolldrohungen durch US-Präsident Donald Trump. Bei einem gemeinsamen Medientermin von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer mit Pavol Dobrocky, Präsident des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs, Pharmig, machte der Minister nun einige diesbezügliche Ankündigungen, wie die Tageszeitung „Die Presse“ berichtet.

„Life-Science-Aktionsplan“

Diesen Herbst will die Regierung demnach einen „Life-Science-Aktionsplan“ erarbeiten. Man wolle die Innovationskraft des Sektors stärken, die Standortkosten senken, um mehr Produktion zu ermöglichen, und die Durchführung klinischer Studien erleichtern, wird Hattmannsdorfer in der „Presse“ zitiert. Zudem soll der Industriestrompreis künftig auch für die Erzeugung pharmazeutischer Grundstoffe gelten.

Life-Science-Startups bei Skalierung helfen

Konkret äußerte sich der Minister auch zu Life-Science-Startups. Diesen wolle man dabei helfen, schneller zu skalieren und ihre Produkte in den Markt zu bringen. Laut Austrian Startup Monitor 2025 ist die Branche mit 14,4 Prozent aller Startups die zweitgrößte innerhalb des heimischen Startup-Ökosystems nach IT/Softwareentwicklung.

Zudem wolle man auf EU-Ebene erreichen, dass die Life Sciences in den europäischen Industrial Accelerator Act aufgenommen werden. Der Gesetzesvorschlag soll etwa Investitionen in Produktionsstätten erleichtern und sehe auch „made in EU“-Kriterien bei öffentlichen Ausschreibungen vor. Außerdem denke man Beihilfen an, um Pharmaproduktionen in Österreich zu halten.

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