13.09.2019

Was Shpock nach 10 Monaten Change Prozess über Employee Engagement gelernt hat

Der Online-Flohmarkt Shpock befindet sich seit zehn Monaten in einem Change Prozess. Gerhard Kreuch, Head of HR von Shpock, teilt mit der brutkasten-Community sechs Lektionen zu Employee Engagement, die er im Zuge der Transformation gelernt hat.
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Shpock
Das Shpock Team: Erfolge müssen gefeiert werden - auch in Form gemeinsamer Aktivitäten. (c) Shpock

Shpock durchlief in den vergangenen 10 Monaten eine tiefgreifende Transformation. Neben einem Strategiewechsel – von internationalem Wachstum hin zur nachhaltigen Monetarisierung – wurde auch das Management neu aufgestellt und agile Arbeitsformen eingeführt. Mit Erfolg: Im Sommer schrieb das Unternehmen erstmals schwarze Zahlen und steht damit „auf einem stabilen Fundament für die Zukunft,“ wie es seitens des Unternehmens heißt.

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Der letzte Meilenstein in der Umstrukturierung betrifft das Produkt selbst, demnächst lanciert Shpock Neuigkeiten in punkto User Experience: Der Marktplatz ermöglicht zukünftig unter anderem die gesamte Zahlungsabwicklung direkt auf der Plattform. Gemeinsam mit dem neuen Käuferschutz soll das Handeln somit schneller und sicherer werden, verspricht Shpock.

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Das Team, das aktuell etwa über 100 Personen stark ist, durchlief deshalb einen massiven Veränderungsprozess. Gerhard Kreuch, Head of HR von Shpock, gibt basierend auf diesen Erfahrungen ein paar Tipps dazu, wie man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Change-Prozesse führt und die Motivation in diesen Zeiten hochhält.

1. Transparency is key

 In Zeiten der Veränderungen gilt: Reden ist Gold. Es ist nun von höchster Priorität, die Teammitglieder transparent über jeden Schritt zu informieren. Das Credo: Mut zur Offenheit. Schonungslose Ehrlichkeit wird in schwierigen Phasen mehr denn je wertgeschätzt.

Bei Shpock wurden offene Q&A-Formate mit dem CEO angeboten und auch andere interne Kommunikationskanäle wie zum Beispiel der E-Mail-Newsletter genutzt, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets auf dem neuesten Stand zu halten.

2. Erste Erfolge sichtbar machen und feiern

Gibt es eine wirtschaftliche Durststrecke, so sehnen sich die meisten nach erfreulichen Nachrichten. Hier gilt es, auch kleine Erfolge zu feiern und als wichtigen Schritt in die richtige Richtung zu transportieren. Gemeinsame Partys, Betriebsausflüge oder All-Hands-Meetings bieten sich an, um tolle Leistungen vor den Vorhang zu holen.

3. Veränderung als persönliche Chance

Werden Teams umstrukturiert, Schwerpunkte verlegt und Ressourcen konsolidiert, so ist dies meist auch eine Chance für einzelne Teammitglieder, sich zu profilieren. Hier sind vor allem People Manager bzw. HR-Teams gefragt, Potenziale zu erkennen und Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter zu fördern.

Bei Shpock hat die Transformation zahlreiche Karrierechancen eröffnet, im gesamten vergangenen Jahr wurde das Thema Weiterentwicklung intensiver behandelt. Individuelle Development-Pläne, eine interne Weiterbildungsschiene sowie ein neuer 360°-Feedback-Modus sind einige der Projekte in diesem Bereich.

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4. Something to believe in

 Veränderung bedeutet auch immer Neuanfang. Es macht Sinn, gemeinsam neue Ziele zu stecken und die Mission oder Vision zu überdenken. So kann jeder auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Jedem einzelnen Teammitglied muss klar sein, wo die Reise hingeht und welche Rolle er oder sie in der Zielerreichung spielt.

Auch für das Ausarbeiten von Unternehmenswerten ist nun der ideale Zeitpunkt. Gemeinsame Values stärken den Zusammenhalt und die gemeinsame Identität.

5. Agile Arbeitsweisen erhöhen Flexibilität

Veränderungen sind nicht einfach. Gibt es aber bereits Strukturen, die Agilität, Geschwindigkeit und Flexibilität verkörpern, so lassen sich diese leichter abfedern.

Bei Shpock waren es agile Methoden im Development-Bereich wie SCRUM bzw. Kanban sowie unsere Work-Life-Policy (keine Präsenzkultur, Vertrauensarbeitszeit und Möglichkeit zum Home Office), die das Team rasch auf Neues einstellen ließen.

6. Kontinuität bei Team-Benefits

Last but not least: Das Team ist der Kleber, der das Unternehmen zusammenhält. In Zeiten der Veränderung Maßnahmen zu kürzen, die für Zusammenhalt und Spaß sorgen, ist ein Fehler. Bei Shpock sind das beispielsweise das Sport-Angebot (Yoga, Fußball), das wöchentliche Team-Frühstück oder die Team Parties. Hier gilt es, Kontinuität zu bewahren. „Keine Sorge, das Investment lohnt sich“, sagt Kreuch.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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