19.01.2026
QUANTENTECHNOLOGIE

Champ-Ion: Pilot zur industriellen Herstellung von Ionenfallen-Chips gestartet

Champ-Ion beginnt 2026 unter der Leitung der Silicon Austria Labs (SAL) seine Umsetzungsphase als Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung von Ionenfallen-Chips.
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Champ-Ion, Quantentechnologie
© Silicon Austria Labs / Sarina Dobernig

Wie im Mai 2025 bereits berichtet, startet nun Champ-Ion unter der Leitung der Silicon Austria Labs (SAL) seine Umsetzungsphase als Europas erste Pilotinitiative zur industriellen Herstellung von Ionenfallen-Chips (Anm.: hochspezialisierte Mikrochips für Quantencomputer, die dazu dienen, einzelne elektrisch geladene Atome, sprich Ionen, präzise zu fangen, zu kontrollieren und zu manipulieren). Nationale Partner erhalten mehr als 30 Mio. Euro an Fördermitteln, um Fertigungskapazitäten auszubauen, neue Ausbildungsprogramme zu entwickeln und offene Servicestrukturen aufzubauen. Damit möchte sich das Land „eine Schlüsselrolle beim Zugang zu einer Technologie von strategischer Bedeutung für Europas digitale und technologische Souveränität“ sichern.

Champ-Ion: Aufbau industrietauglicher Fertigungskapazitäten

Während der EU Chips Act zur Umsetzung kommt, startet das europäische Projektkonsortium aus 21 Organisationen diese Pilotlinie für Quantenchips. „Erst vergangene Woche haben wir die Industriestrategie 2035 präsentiert. Herzstück dieser ist die Definition und gezielte Förderung von Schlüsseltechnologien und Stärkefeldern, in denen Österreich das Zeug zur Weltspitze hat. Dazu zählt auch der Bereich der Quantentechnologie und der Chips. Umso mehr freut mich, informieren zu dürfen, dass der Startschuss für Europas erste Ionen­fallen-Chip-Pilot­linie unter dem ‚EU Chips Act‘ unter der Leitung der Silicon Austria Labs gefallen ist. Ein weiteres Beispiel, wie Österreich Europas Zukunft in den Quan­ten­tech­no­lo­gien mitprägt“, sagt Innovationsminister Peter Hanke.

In den ersten drei Jahren wird Österreichs Beitrag vorrangig zum Aufbau industrietauglicher Fertigungskapazitäten sowie zur Validierung weiterentwickelter Ionenfallen-Chip-Designs eingesetzt.

„Der ‚EU Chips Act‘ schafft die Voraussetzungen, um Europas technologische Handlungsfähigkeit im Halbleiterbereich nachhaltig zu stärken. Gemeinsam mit den Silicon Austria Labs als starkem Umsetzungspartner übersetzt die FFG diese europäischen Zielsetzungen in konkrete Projekte und öffnet über Pilot- und Fertigungsstrukturen den industriellen Zugang zu Quantentechnologien“, sagt Karin Tausz, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Open-Access-Modelle

Ein wichtiger Schritt der kommenden Phase ist die Einführung neuer Open-Access-Modelle, darunter „Process Design Kits“ (PDKs) sowie professionell koordinierte Fertigungszugänge, heißt es per Aussendung: „Diese Werkzeuge erleichtern den Eintritt in die Ionenfallen-Chip-Technologie erheblich und schaffen wichtige Grundlagen, damit österreichische und europäische Unternehmen frühzeitig Know-how aufbauen können“, erklärt Mohssen Moridi, Senior Executive Director bei SAL.

Mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro, kofinanziert durch das „Chips Joint Undertaking“ der Europäischen Union und die teilnehmenden Mitgliedstaaten, möchte Champ-Ion eine zentrale Plattform für die Entwicklung eines widerstandsfähigen europäischen Quanten-Ökosystems schaffen.

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Christoph Schmidt (dritter v. l.) wird Präsident des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. (c) BMWET

Österreich erzeugt zunehmend mehr erneuerbaren Strom, als das System in Echtzeit aufnehmen kann, heißt es von Seiten des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. Das Problem: Überschussstrom werde zu Niedrigstpreisen exportiert, während man in anderen Phasen auf Importstrom angewiesen ist. Energiespeicher, wie jener in Nickelsdorf im Burgenland, sollen eine Lösung sein, indem sie Energieüberschüsse speichern und das Netz bei Bedarf stabilisieren.

Um die Energiespeicher in ihrer Entwicklung voranzutreiben, wurde mit dem Bundesverband Energiespeicher Österreich eine eigenständige Interessenvertretung geschaffen, die als Partner von Politik und Regulierungsbehörden auftreten soll.

Geschäftsführer von Bloch3 S als Präsident

Die Funktion des Präsidenten nimmt Christoph Schmidt ein. Als Geschäftsführer von Bloch3 S, der Speichersparte der Blochberger Gruppe, bringt er mehr als 15 Jahre Erfahrung in Energie- und Infrastrukturunternehmen mit. Schmidt ist unter anderem auch als ehemaliger Geschäftsführer des Vienna Airport Conference & Innovation Center bekannt.

Der Verband repräsentiert mehr als 35 Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Speicherbetrieb, Projektentwicklung, Energiewirtschaft, Technologie, Infrastruktur, Finanzierung und Vermarktung. Darunter fallen: EVN Naturkraft, BE Energy GmbH, Blackvolt Energy, Bloch3, Püspök, Electrify, Enspired, Contour Global, Enrail, Metaplan, Amarenco, Impeto und Hello Energy.

Ziel: Überwindung von Hemmnissen

Von Seiten des Verbands wird kritisiert, dass Energiespeicher in Österreich aktuell wie „Endverbraucher“, wie beispielsweise Haushalte oder Industriebetriebe, behandelt werden und dadurch doppelte Netzentgelte anfallen. Obwohl sie den Strom nicht selbst verbrauchen, sondern ihn für das Stromnetz zwischenspeichern und bei Bedarf wieder abgeben, blockiert diese finanzielle Doppelbelastung laut Verband aktuell geplante Investitionen von bis zu fünf Milliarden Euro.

Um diesen Investitionsstau aufzulösen, fordert der Bundesverband die rechtliche Anerkennung von Speichern als essenzielle Netzinfrastruktur und will nun darauf drängen, dass auf Basis des neuen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) diese regulatorischen Hürden in der Praxis endgültig abgebaut werden.

„Wir fordern keine Förderungen – wir fordern faire Spielregeln. Wenn Österreich die regulatorischen Hürden beseitigt, werden private Unternehmen die nötigen Milliarden investieren. Das Ergebnis: niedrigere Energiekosten, mehr Versorgungssicherheit und ein stärkerer Wirtschaftsstandort“, so Christoph Schmidt.

Österreich als Energiestandort

Als potenzieller Vorreiter für erneuerbare Energien in Mitteleuropa bringe Österreich beste Voraussetzungen mit. Der Bundesverband setzt sich dafür ein, dieses Potenzial durch einen einheitlichen nationalen Plan nutzbar zu machen. So sollen langfristig eine verlässliche Energieversorgung, wirtschaftliche Stärke und nationale Unabhängigkeit im Energiesektor gesichert werden.

Eine aktuelle Ausarbeitung belege laut Verband das Potenzial: Ein konsequenter Speicherausbau könne Österreich jährlich bis zu 4,1 Milliarden Euro an vermeidbaren Systemkosten einsparen. Haushalte würden von einer Entlastung von rund 200 Euro pro Jahr profitieren.

„Jede Kilowattstunde, die wir intelligent speichern, ist eine Kilowattstunde weniger Abhängigkeit von Gaslieferungen und geopolitischen Risiken. Energiespeicher sind keine Technologiefrage – sie sind eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit und eine nationale Chance“, appelliert Schmidt.

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