04.11.2025
GERÜCHTE

CEO Hurnaus zu Berichten über Tractive-Milliarden-Exit: „frei erfunden“

Das deutsche Manager Magazin berichtete über Exit-Verhandlungen des oberösterreichischen Scaleups Tractive mit Finanzinvestoren. Gründer und CEO Michael Hurnaus dementiert auf brutkasten-Anfrage deutlich.
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Tractive
Michael Hurnaus | (c) Tractive.

Dass das Paschinger Haustier-Tracking-Unternehmen Tractive zu den erfolgreichsten Scaleups Österreichs zählt, ist allgemein bekannt. Erst im Juli verkündete das Unternehmen die Übernahme eines großen US-Mitbewerbers – vielleicht die größte Akquisition durch ein heimisches Startup jemals, wie brutkasten berichtete.

Manager Magazin: Exit-Verhandlungen mit Milliardenbewertung

Nun brachte das deutsche Manager Magazin in einem Artikel seinerseits Exit-Gerüchte über Tractive in Spiel und bezog sich dabei auf „eine Person aus der Finanzszene“. „Mittlerweile wähnt sich Hurnaus offenbar an der Schwelle zu einer Größe, die nur noch mit Partnern zu bewältigen ist. Tractive werde aktuell zum Kauf angeboten und dabei als Unicorn bewertet, also mit mehr als einer Milliarde Euro, wie eine Person aus der Finanzszene berichtet“, heißt es im Manager Magazin.

Es gehe dabei um sämtliche Anteile, der Prozess sei aber in einer frühen Phase. „Mehrere große Private-Equity-Gesellschaften sollen die Unterlagen anschauen, darunter namhafte Techinvestoren wie Permira oder die schwedische EQT“, heißt es weiter. Tractive und mehrere angesprochene Finanzinvestoren würden dazu jedoch keinerlei Auskunft geben.

Tractive-Gründer Hurnaus: „Da ist absolut nichts dran“

Tractive-Gründer und -CEO Michael Hurnaus gibt gegenüber brutkasten jedoch durchaus eine Auskunft – und zwar eine deutliche: „Da ist absolut nichts dran und es ist frei erfunden“, so der Gründer. Tractive sei auch nicht, wie behauptet, vom Manager Magazin kontaktiert worden. „Wir Gründer haben absolut nicht vor, 100 Prozent zu verkaufen, weil wir extrem an das Business glauben. Wir sprechen nicht mit den erwähnten PEs (Anm. Private-Equity-Investoren).“ Man wolle, ganz im Gegenteil, „zu 100 Prozent auf das Business fokussieren“.

Es gebe aber durchaus immer wieder Interesse von Investoren und Private-Equity-Gesellschaften um Anteile existierender Investoren zu übernehmen, räumt Hurnaus ein. Diese müssten schließlich aufgrund ihrer Fonds-Laufzeit auch nach einer gewissen Zeit aussteigen.

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Elisabeth van Holthe tot Echten ist seit letztem Jahr als Program & Events Managerin bei AustrianStartups tätig. Hier leitet sie das Entrepreneurial Leadership Program (ELP), ein einjähriges Programm für angehende Gründer:innen, sowie den Startup World Cup Austria. Davor war sie bei Female Founders, wo sie Programme für Gründerinnen und Führungskräfte konzipiert und umgesetzt hat. Mit erstem Juli wird sie nun Adrian Zettl als COO von AustrianStartups folgen.

Neue Initiativen

Ein strategischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Erweiterung des Angebots für Later-Stage-Unternehmen. Dass dieser Kurs bereits erfolgreich eingeleitet wurde, zeigen die im März 2026 gestarteten Founder Memberships sowie das exklusive Mai-Event { founders only }, das sich speziell an Gründer:innen mit mehr als 500.000 Euro Umsatz oder Investment richtete. Ziel der neuen COO ist es, diesen vertraulichen Peer-Austausch weiter zu fördern und Startups von der ersten Idee bis zum Scaleup auf ihrer gesamten Reise zu begleiten.

„Ich freue mich sehr auf die neue Rolle. Wir haben mit den neuen Formaten bereits gezeigt, was möglich ist, wenn wir Gründerinnen und Gründer gezielt zusammenbringen. Jetzt geht es darum, diesen Ansatz weiter auszubauen und unseren Community Impact zu skalieren, damit wir mehr Founder entlang ihrer gesamten Journey erreichen und konkret unterstützen“, so Elisabeth van Holthe tot Echten.

Elisabeth van Holthe tot Echten wird an der Seite von Hannah Wundsam in das C-Level von AustrianStartups einsteigen. (c) AustrianStartups

Abschied nach zwölf Jahren

Adrian Zettl tritt Ende des Monats als Co-Managing Director von AustrianStartups zurück. Nach insgesamt zwölf Jahren in verschiedenen Funktionen innerhalb der Organisation blickt Zettl in einem persönlichen Statement auf LinkedIn auf die Entwicklung des österreichischen Startup-Ökosystems zurück.

Viele seiner bisherigen operativen Verantwortlichkeiten werden künftig von van Holthe tot Echten in ihrer neuen Rolle als COO übernommen. Auch van Holthe tot Echten meldet sich über LinkedIn zu Wort: „Das erste Halbjahr 2026 hat bereits gezeigt, wozu österreichische Startups fähig sind: Das Talent ist da, der Ehrgeiz ist da und zunehmend auch die Infrastruktur. Aber es ist noch ein weiter Weg, bis Österreich sein volles Potenzial entfaltet – und genau das begeistert mich an dieser Rolle.“

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