05.02.2025
PERSONALIE

Celum: Jüngling wird CFO – Bozic übernimmt neu geschaffene Position als CSO

Celum, ein Technologieunternehmen in den Bereichen Product-Content-Management, Brand-Management und Content-Collaboration Software, verstärkt sein Führungsteam. Mit der Ernennung von Christian Jüngling zum neuen Chief Financial Officer und Bojan Bozic für die neu geschaffene Position des Chief Services Officers sollen neue Impulse für die Weiterentwicklung des Unternehmens gesetzt werden.
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Celum
© Celum/Markus Schneeberger - Christian Jüngling (l.) und Bojan Bozic von Celum.

Wie Celum, ein eigentümergeführtes österreichisches Softwareunternehmen mit Hauptsitz in Linz und Wien, mitteilt, übernimmt nun Christian Jüngling die Position des Chief Financial Officer (CFO). Mit über 15 Jahren Erfahrung in leitenden Finanzfunktionen, unter anderem bei Digitall und Emakina Central & Eastern Europe, soll der gebürtige Wiener Celums Finanzstrategie weiterentwickeln und zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung beitragen. Jüngling bringt umfassende Kenntnisse in Financial Management, Unternehmensführung und Internationalisierung mit.

„Ich freue mich auf die Möglichkeit, meine vielfältigen Erfahrungen bei Celum einzubringen, um den nächsten Entwicklungsschritt aktiv mitzugestalten. Mein Motto ist: ‚Let’s get things done'“, sagt er.

Celum schafft neue Position

Zudem ergänzt Celum mit Bojan Bozic das Management um die neu geschaffene Position des Chief Services Officer (CSO). Bozic, ebenfalls in Wien ansässig, verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Software-Umfeld mit einem Schwerpunkt auf Consulting und Professional Services. Zuletzt war er Geschäftsführer bei eRecruiter und sammelte zudem Führungserfahrung bei Jaggaer und Celum selbst (als Head of Client Services). In seiner neuen Rolle soll er die Kundenservices strategisch weiterentwickeln, um die traditionelle Kundennähe von Celum auch bei wachsendem Geschäft und Kundenstamm nachhaltig zu sichern.

„Services sind das Bindeglied zwischen Produkt und Kunde. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Celum-Team unsere Services auf ein neues Level zu heben und unseren Kunden die bestmögliche Customer-Experience zu vermitteln“, sagt Bozic.

Neue Basis

Zusammen mit Alexandra Vetrovsky-Brychta (Chief Growth Officer) und Alessandro Kurzidim (Chief Product Officer) bildet das erweiterte Führungsteam nun die Basis, um die steigenden Anforderungen im digitalen Zeitalter zu erfüllen und gleichzeitig innovative Lösungen für die Kunden des Unternehmens weiterzuentwickeln, heißt es.

Michael J. Kräftner, Gründer und CEO von Celum, zur Erweiterung des Führungsteams: „Mit Christian und Bojan haben wir zwei herausragende Experten gewonnen, die die Vision von Celum teilen und das Unternehmen mit dem Team gemeinsam auf die nächste Stufe bringen werden. Ihre Expertise in ihren jeweiligen Bereichen wird entscheidend sein, um unsere Marktposition noch weiter zu stärken und unser Wachstum international voranzutreiben.“

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06.08.2026

KI führt zu „Seniorisierung“ von Junior-Rollen und zweigeteiltem Arbeitsmarkt

Das PwC AI Jobs Barometer 2026 ergibt: Künstliche Intelligenz vernichte keine Jobs, sondern strukturiere sie grundlegend um. Während Unternehmen mit hohem KI-Einsatz bei Produktivität und Beschäftigung zulegen, steigen die Anforderungen an Einstiegsjobs und der Wert von Soft Skills.
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Personen im Büro an Laptops
(c) Annie Spratt via Unsplash

„Wer heute in den Arbeitsmarkt einsteigt, wird von Anfang an gefordert. Das ist für junge Menschen eine große Chance, aber auch eine Herausforderung“, ordnet Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, die Ergebnisse einer aktuellen Studie ein. Im Rahmen des globalen „AI Jobs Barometer 2026“ hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC weltweit mehr als eine Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern auf sechs Kontinenten analysiert. Die Untersuchung soll aufzeigen, wie Künstliche Intelligenz (KI) Berufsprofile, Gehälter, Fähigkeiten und die Arbeitsproduktivität beeinflusst.

Neue Ansprüche bei Einstiegsjobs

Besonders stark zeigt sich der Wandel am Anfang der Karriereleiter. Für Einstiegspositionen erwarten Arbeitgeber in KI-geprägten Berufen zunehmend Fähigkeiten, die traditionell eher erfahrenen Fachkräften vorbehalten waren. Zu diesen gehört die Entwicklung fortgeschrittener, spezifisch menschlicher Kompetenzen wie kritisches Denken, Kooperationsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft und Führungskompetenz.

Laut Studie machen solche traditionell seniorigen Fähigkeiten wie motivierende Führung, strategische Entscheidungsfindung oder Teambildung bereits 52 Prozent der neu geforderten Skills in KI-exponierten Einstiegsberufen aus. Bei Berufen mit geringem KI-Kontakt liegt dieser Anteil bei lediglich sieben Prozent. Die Studienautor:innen schreiben in diesem Zusammenhang von einer „Seniorisierung“ von Junior-Rollen. Während klassische Einstiegsjobs in stark betroffenen Branchen insgesamt stagnieren, verzeichnen solche „seniorisierten“ Einstiegspositionen, die mindestens zehn dieser neuen fortgeschrittenen Fähigkeiten verlangen, ein deutliches Wachstum von 35 Prozent. Dies zwingt Unternehmen und das Bildungssystem dazu, Berufseinsteiger:innen künftig anders zu fördern und zu begleiten.

Produktivität treibt Beschäftigungswachstum

Entgegen bekannter Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz in großem Stil Arbeitsplätze ersetzen wird, zeichnet der Bericht ein anderes Bild. Unternehmen mit hoher KI-Intensität verzeichnen nicht nur stärkere Produktivitätszuwächse, sondern bauen auch ihre Belegschaften schneller aus. Zwischen 2018 und 2025 stieg die Produktivität von Firmen mit starkem KI-Einsatz um 34 Prozent (im Vergleich zu 24 Prozent bei geringem Einsatz). Parallel dazu wuchs deren Beschäftigung um 52 Prozent, während Unternehmen mit geringer KI-Nutzung ihre Belegschaft nur um 36 Prozent vergrößerten.

PwC-Österreich-Chef Krickl zieht dazu eine historische Parallele: „Wir beobachten hier ein klassisches Muster der Wirtschaftsgeschichte. Auch die Industrialisierung hat kurzfristig Jobs verdrängt, langfristig aber deutlich mehr neue geschaffen, weil Produktivitätsgewinne Wachstum ermöglichen. Dieses Wachstum schafft wiederum neue Aufgaben und erhöht den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften“.

Zweigeteilter Arbeitsmarkt: „Professionalised“ vs. „Democratised“

Die Analysen deuten darauf hin, dass sich ein zunehmend zweigeteilter Arbeitsmarkt entwickelt. Auf der einen Seite stehen sogenannte „Professionalised Roles“ (professionalisierte Berufe), in denen KI Routineaufgaben übernimmt, wodurch menschliches Urteilsvermögen, Fachwissen und strategische Entscheidungen an Bedeutung gewinnen. Diese Berufsgruppen, zu denen etwa Personalvermittler:innen oder Jurist:innen gehören, wachsen weltweit mehr als doppelt so schnell wie „Democratised Roles“ (demokratisierte Berufe). In Letzteren standardisiert die Technologie Aufgaben so stark, dass sie auch für Nicht-Fachkräfte leichter zugänglich werden, was jedoch das Lohnwachstum dämpfen kann. Seit 2021 verzeichnen die professionalisierten Berufe eine um 42 Prozent raschere Gehaltsentwicklung als demokratisierte Positionen.

KI-Kompetenzen als Gehalts- und Einstellungsfaktor

Gleichzeitig erweisen sich spezifische KI-Kenntnisse als massiver Gehaltsfaktor. Stellen, die entsprechendes Fachwissen – wie Machine Learning oder Prompt Engineering – explizit verlangen, bieten weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 Prozent (nach 57 Prozent im Vorjahr). Zudem wächst die Nachfrage schnell: Binnen eines Jahres stieg die Anzahl der Stellenausschreibungen, die KI-Kompetenzen fordern, um 69 Prozent. Die Einstellung von KI-Spezialist:innen wuchs im Jahr 2025 weltweit achtmal schneller als der gesamte Arbeitsmarkt. Spitzenreiter ist die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche, in der 11,4 Prozent aller Stellenausschreibungen auf KI-Spezialist:innen abzielen.

Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich vermehrt auf die menschlichen Erfolgsfaktoren konzentrieren müssen. Krickl betont in diesem Zusammenhang: „KI-Kompetenzen sind gefragter denn je, Menschen, die sie souverän einsetzen können, bleiben jedoch rar. Nicht die Technologie allein macht Unternehmen erfolgreicher, sondern die Menschen, die sie sinnvoll einsetzen. KI-Tools kann heute jedes Unternehmen kaufen – kritisches Denken, Urteilsvermögen und Teamfähigkeit nicht. Wer jetzt in diese Fähigkeiten investiert, verschafft sich einen Vorsprung, der in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen wird“.

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