19.02.2025
GESUNDHEIT

CellGenius: Vater-Sohn-Duo erfindet kompaktes Raumklimagerät

Leon und Luis Schwarzenberger wollen die Luftqualität in Innenräumen verbessern. Das soll mehr Energie und mehr Lebensqualität bringen.
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CellGenius: Leon und Luis Schwarzenberger
Leon und Luis Schwarzenberger von CellGenius | Foto: CellGenius

Für Vater Luis Schwarzenberger ist CellGenius keineswegs das erste Projekt – er erfand bereits die Physiotherm Infrarotkabine. Auch Sohn Leon Schwarzenberger kommt aus dem Gesundheitsbereich. Gemeinsam stehen sie seit 2017 hinter dem Startup CellGenius. Im Mittelpunkt: der CellActivator, der seit 2022/2023 auf dem Markt ist. Das Raumklimagerät soll in Schlaf- und Kinderzimmern für bessere Luft, besseren Schlaf und damit bessere Lebensqualität sorgen – bei Personen in allen Altersgruppen, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand. „Unser Ziel ist es, mit CellGenius die Luftqualität nachhaltig zu verbessern und gesundheitliche Vorteile für unsere Nutzer zu schaffen. Wir setzen dabei auf wissenschaftliche Forschung und innovative Technologie“, erklärt Leon Schwarzenberger.

CellGenius will bessere Luft für alle

Dass sie sich für eine Gründung in diesem Bereich entschieden haben, hat auch persönliche Gründe: Leon Schwarzenberger wurde sechs Wochen zu früh geboren, die erste Zeit seines Lebens verbrachte er im Brutkasten. Er hatte Probleme beim Atmen, zusätzlich schwächte ihn ein viraler Infekt. Lange war es nicht sicher, dass er überleben würde. Dass er es doch geschafft hat, nennt Vater Luis Schwarzenberger „ein Wunder“.

Die Mission, die die beiden mit CellGenius haben, ist klar: Die Lebensqualität aller ein Stück besser zu machen. Der CellActivator funktioniert mit einer Light-AirIonen-Technologie, die die Luft von Viren, Bakterien, Pollen, Allergenen und Feinstaub befreit. Dabei erzeugt das Gerät negativ geladene Moleküle, die Schadstoffe binden. „Durch die Produktion von Light-AirIonen erzeugt das Gerät eine Luftqualität, die mit der in der gesunden Natur vergleichbar ist. Es verbessert die Sauerstoffaufnahme im Körper und versorgt diesen während der Nachtruhe durchgehend mit mehr Energie“, erklärt Leon Schwarzenberger. Das Raumklimagerät arbeitet, ohne Ozon zu produzieren, und benötigt weder Filterwechsel noch Wartungen.

Mit ihrer Erfindung sind Luis und Leon Schwarzenberger in der aktuellen Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ zu Gast. Zuvor wurde das Startup mit Eigenkapital finanziert.

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Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) | (c) Sandro Halank via Wikimedia Commons
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Im Vergleich zu Österreich hatte Deutschland die Nase bei Startup-Finanzierungen auch in Relation zur Gesamtbevölkerung zuletzt deutlich vorne. Im Vergleich zu den USA steht Österreichs großes Nachbarland aber vor demselben Problem, das auch hierzulande nur allzu gut bekannt ist: Während die Frühphasenfinanzierung im Land noch recht gut abgedeckt werden kann, sind die großen Kapitalbeträge für spätere Wachstumsphasen oft nur in Übersee zu holen – und das immer wieder in Verbindung mit einer Verlegung des Firmensitzes.

„Deutlich mehr privates Kapital“

„Mein Ziel ist, dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können“, sagte der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil nun gegenüber der Nachrichtenagentur „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) im Vorfeld eines Treffens mit der ostdeutschen Startup-Szene. Mit besseren steuerlichen Bedingungen für Startup-Investments wolle die deutsche Regierung daher dafür sorgen, „dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt“.

Zuletzt große Budget-Zusagen für staatliche Finanzierungsvehikel

Zudem sollen größere Startup-Finanzierungen durch deutsche Staatsfonds mehr privates Kapital mobilisieren. Dazu stehen mehrere Vehikel bereit, die zuletzt mitunter Budget-Zusagen im neun- bis zehnstelligen Bereich bekommen haben, etwa „Scale-up Direct“ von KfW Capital, für das bis Ende 2030 eine Milliarde Euro vorgesehen ist, womit Einzelinvestments bis zu 50 Millionen Euro umgesetzt werden können.

Beteiligungsfreibetrag in Österreich weiterhin nur am Wunschzettel

Wie die angedachten steuerlichen Begünstigungen konkret aussehen sollen, ist aktuell noch nicht bekannt. Ein typisches Modell wäre ein Beteiligungsfreibetrag nach Vorbild des Vereinigten Königreichs, wie er auch von den österreichischen Startup-Stakeholdern seit Jahren gefordert wird. Hierzulande schaffte es diese Maßnahme abermals nicht ins laufende Regierungsprogramm – dem Vernehmen nach vor allem wegen Widerständen des Koalitionspartners SPÖ. Dass nun im Nachbarland mit Lars Klingbeil ein sozialdemokratischer Minister einen solchen Vorschlag von sich aus aufs Tapet bringt, ist in diesem Kontext durchaus bemerkenswert.

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