06.10.2021

Catlabs: Katzenspielzeug ohne Verfallsdatum

Katharina Bickel ließ ihre Konzernkarriere hinter sich und produziert mit ihrem Startup Catlabs nun nachhaltiges und modernes Katzenzubehör.
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(c) Catlabs: Die Gründerin Katharina Bickel legt Wert auf nachwachsende und natürliche Rohstoffe.

“Cat Content” ist nicht nur im Internet beliebt. 22 von 100 Haushalten in Österreich hielten 2019/20 laut Statistik Österreich eine oder mehrere Katzen. Nachdem die Vierbeiner für viele Menschen zur Familie gehören, sind diese auch bereit, Geld für deren Wohlbefinden auszugeben.

Die Catlabs-Gründerin Katharina Bickel adoptierte ihre Katze Holly aus einem Tierheim in Chicago. „Natürlich habe ich für Holly Kuschelbettchen, Kratzbaum und Katzenspielzeug gekauft. Aber besonders die Katzenspielzeuge haben mich weder in Ästhetik noch in Qualität besonders überzeugt“, so die 42-Jährige. Sie habe schnell bemerkt, dass viele Heimtierartikel kurzlebig und aus minderwertigen Materialien hergestellt sind.

Qualität und Nachhaltigkeit bei Catlabs im Fokus

Mit dem Ziel nachhaltiges und qualitätsvolles Katzenzubehör zu kreieren, gründete die Münchnerin das Unternehmen Catlabs. Nach Jobs bei Amazon und BMW will sie sich mit ihrem Startup schöpferisch austoben. „Mit meiner Arbeit möchte ich etwas Neues kreieren und in die Welt bringen anstatt nur im ‚man müsste mal‘ Modus darüber zu sprechen“, schreibt die Unternehmerin auf ihrer Homepage.

Schnell aufplatzende Nähte und herausquellende Polyesterfüllwatte gibt es in ihrem Sortiment nicht. Stattdessen werden die Spielzeuge aus natürlicher Schafwolle hergestellt und können durch eine wiederverschließbare Öffnung mit Katzenminze oder Baldrianwurzel gefüllt werden. Dadurch bleibe das Spielzeug für die Stubentiger länger interessant. Zudem schont die Möglichkeit zur Wiederverwendung die Umwelt. Dafür wurde Catlabs auch für den deutschen Nachhaltigkeitspreis Design 2021 nominiert. 

Faire Produktion in Nepal

Außerdem produzieren zwei soziale Einrichtungen in Nepal die beiden Modelle „Kuschelige Katze“ und die „Flauschige Fledermaus“ in Handarbeit. Beide Projekte bieten den Näherinnen einen Zugang zum Arbeitsmarkt und arbeiten unter dem Kodex der „World Fair Trade Organization“. Gleichzeitig finanzieren die Projekte Stipendien für die Kinder der Arbeiterinnen, damit diese bessere Chancen für ihre Zukunft bekommen.

Kommenden Montag ist Katharina Bickel mit Catlabs in der VOX-Show Die Höhle der Löwe zu sehen. Ebenfalls in dieser Folge: Iss doch Wurscht, Hackboe, HealthMe und Scewo Bro.

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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