03.08.2021

Casinos Austria: Betrieb der Inland-Casinos unter neuer Leitung

Noch-Bipa-Geschäftsführer heuert bei Casinos Austria an und wird neuer Leiter des Betriebs der Inland-Casinos.
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Thomas Lichtblau
Thomas Lichtblau wird neuer Casinos Austria Geschäftsbereichsleiter
© Rewe Group/Harson

Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass Thomas Lichtblau, derzeit noch Bipa-Geschäftsführer, den Drogeriefachhändler verlässt. Nun heuer er bei den Casinos Austria an und zeichnet ab 13. September für die Leitung der 12 österreichischen Standorte des Unternehmens verantwortlich. Er folgt auf Christian Lang, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.

In einer Aussendung von Casinos Austria erklärt Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner: „Wir sind froh, mit Thomas Lichtblau einen derart erfahrenen Manager für diesen wichtigen Geschäftsbereich gewonnen zu haben. Damit ist sichergestellt, dass der eingeschlagene Kurs zur strategischen Neupositionierung und Weiterentwicklung des heimischen Casino-Geschäfts erfolgreich fortgesetzt wird. Lichtblau wird auf Grund seiner langjährigen internationalen Managementerfahrung hier einen substanziellen Beitrag leisten können.“

Thomas Lichtblau: 20 Jahre Management-Erfahrung

Für den zweifachen Familienvater Lichtblau beginnt mit dem Wechsel zu Casinos Austria eine neue Ära. Der Manager war – das hat im Zuge des Bekanntwerdens seines Bipa-Abschieds unter anderem die Online-Branchenplattform retailreport.at ausführlich berichtet – bisher im Lebensmittelhandel und der Drogeriebranche sowie in der FMCG-Markenartikelwelt verankert. Seine Anfänge machte er bei Mautner Markhof als Produkt- und Key Account Manager; danach zeichnete er bei Beiersdorf als Country Manager Österreich und Sales Director CEE sowie für das Business in Ungarn und der Schweiz verantwortlich. Bei Bipa trug er seit 2017 die Verantwortung für mittlerweile rund 4.000 Mitarbeitende und stemmte erfolgreich die Neupositionierung des Drogeriefachhändlers, der zwischenzeitlich ins Straucheln geriet, nach einer Restrukturierungsphase aber mit mehr als 630 Millionen Euro Netto-Umsatz wieder auf Kurs ist.

Nun nimmt sich der studierte Betriebswirt, der 20 Jahre Management-Erfahrung mitbringt, einer besonderen Challenge an. „So wie viele andere Branchen, befindet sich auch das Casino-Geschäft in einem großen Veränderungsprozess. Diesen für ein so traditionsreiches Unternehmen wie die Casinos Austria mitgestalten zu können ist eine besondere Herausforderung, auf die ich mich außerordentlich freue“, sagt Lichtblau zu seiner neuen Aufgabe als Geschäftsbereichsleiter.

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(c) x-tention / syndena

In den Kliniken liegt medizinisches Wissen aus Jahrzehnten überwiegend als Freitext vor. Für systematische Auswertungen und Forschung ist es damit nur mit erheblichem manuellem Aufwand nutzbar. Genau hier setzt syndena an: Das Unternehmen wandelt gewachsene klinische Dokumentation über einen KI- und NLP-gestützten Prozess mit menschlicher Qualitätssicherung in eine konsistente, interoperable Datenbasis um. Die so entstehenden Real World Data sollen laut Aussendung klinische Forschung und Versorgungsanalysen unterstützen, ohne die klinische Beurteilung zu ersetzen. Möglich werden sollen dadurch ein besseres Verständnis der Wirksamkeit von Therapien in der Versorgung sowie eine breitere Patientenrepräsentation.

Health-IT-Gruppe mit rund 850 Beschäftigten

Mit der nun verkündeten Mehrheitsübernahme erweitert x-tention sein Lösungsportfolio im Umfeld klinischer Daten. Die 2001 von Herbert Stöger gegründete Gruppe ist tief im Bereich Gesundheits-IT verankert: Sie deckt unter anderem Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Heute beschäftigt x-tention rund 850 Mitarbeiter:innen in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie in einem Office im Silicon Valley. Erst im Mai berichtete brutkasten über das von x-tention mitgegründete Cybersecurity-Startup SecurITe, das eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich abschloss (brutkasten berichtete).

syndena bleibt in Innsbruck verankert

Der Hauptsitz von syndena bleibt laut Aussendung in Innsbruck, auch Forschung und Entwicklung sollen weiterhin von Tirol aus vorangetrieben werden. Zugleich soll die Partnerschaft dem Unternehmen die überregionale und internationale Skalierung der Technologie ermöglichen. Zu Kaufpreis und genauer Beteiligungshöhe machen die Unternehmen keine Angaben.

Vorbereitung auf den European Health Data Space

Hintergrund der Beteiligung ist der European Health Data Space (EHDS): Ab 2029 gelten erste zentrale Bestimmungen, darunter Regeln für die Sekundärnutzung der meisten Kategorien elektronischer Gesundheitsdaten. x-tention will österreichische Gesundheitseinrichtungen nach eigenen Angaben frühzeitig anschlussfähig an den Europäischen Gesundheitsdatenraum machen.

„Gesundheitsdaten sind das wertvollste und sensibelste Gut im System. Mit dem European Health Data Space rückt der verantwortungsvolle Umgang damit jetzt europaweit in den Fokus, und genau dafür holen wir syndena an Bord“, sagt Herbert Stöger, Geschäftsführer von x-tention.

Datenhoheit bleibt bei den Einrichtungen

Die Datenverarbeitung erfolgt laut den Unternehmen pseudonymisiert, die Datenhoheit verbleibt demnach bei der jeweiligen Einrichtung: Für Forschung und multizentrische Auswertungen werden Daten nur nach deren Freigabe bereitgestellt. Auf dieser Grundlage sollen auch Kooperationen mit Forschungs- und Life-Science-Partnern stattfinden. x-tention positioniert die Beteiligung zudem ausdrücklich als Gegenmodell zur Abhängigkeit von außereuropäischen Datenplattformen: europäisch, DSGVO-nativ und auf souveräner IT-Infrastruktur basierend.

„In den Krankenhäusern liegt ein jahrzehntelanger Wissensschatz, der bisher nur mit erheblichem Aufwand nutzbar ist. Wir machen ihn für Versorgung und Forschung systematisch nutzbar, ohne dass die Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren“, sagt Roman Weger, CEO von syndena.

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