06.06.2017

cashpresso startet im E-Commerce

Das Wiener FinTech-Startup cashpresso kooperiert seit Anfang Juni mit dem Urlaubsgutschein-Anbieter we-are.travel. Die Kunden der Plattform können ihre Rechnungen nun direkt mit einem cashpresso-Kredit begleichen.
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Das Wiener Startup Cashpresso startet im E-Commerce.

cashpresso direkt als Zahlungsmöglichkeit wählen – das ist für die Kunden des Urlaubsgutschein-Anbieters we-are.travel nun möglich. Seit der vergangenen Woche kooperieren die beiden Unternehmen: Kunden des Reiseportals können ihre Rechnung jetzt auch direkt im Einkaufsprozess mit einem cashpresso Kredit finanzieren. Eine solche Kooperationen zwischen Kreditanbieter und Online-Buchungsportal war in der Reisebranche bisher unüblich. Kunden, die Reisen finanzieren wollen, mussten bislang separate Finanzierungsangebote nutzen.

„Es ist uns wichtig, unseren Kunden eine große Auswahl an innovativen Zahlungsmöglichkeiten zu bieten. cashpresso ist eine faire und flexible Finanzierungsmöglichkeit am Puls der Zeit und passt somit ausgezeichnet zu uns“, sagt Andreas Schabel, Geschäftsführer we-are.travel.

Redaktionstipps

So funktioniert es

Im Gegensatz zu klassischen Buchungswebseiten, die mit Anzahlungen auf Hotelbuchungen arbeiten, erwerben die Kunden bei we-are.travel einen Urlaubsgutschein für ein Hotel in einem bestimmten Reisezeitraum. Die Gutscheine werden direkt beim Erwerb auf dem Reiseportal bezahlt.Nach der Auswahl des Urlaubsgutscheins auf we-are.travel kann der Kunde cashpresso als Zahlungsmittel angeben und den Einkauf direkt online finanzieren. Verfügt er bisher über kein cashpresso-Konto, durchläuft er den ca. zehn-minütigen Antragsprozess für den Rahmenkredit – inklusive Videoauthentifizierung und Bonitätsprüfung. Der Gutscheinkauf wird direkt vom cashpresso-Konto beglichen.

Das Prinzip von cashpresso

In etwa zehn Minuten können Kunden unter Angabe einiger Daten und mittels elektronischer Signatur ein Konto eröffnen und dann sofort über einen Kleinkredit von 1500 Euro verfügen. Die Höhe der Raten kann selbst entschieden werden – das Minimum ist drei Prozent pro Monat. Die jährliche Verzinsung beträgt dabei knapp zehn Prozent.Seit dem Start von cashpresso im September 2016 wurden bereits mehrere Millionen Euro Kreditvolumen an mehrere tausend Kunden vergeben.

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Erst im August dieses Jahres wurde die Early-Stage-Investment-Firma „Traxit“ vom ehemaligen Tractive-Führungsteam gegründet (brutkasten berichtete). Nun investiert das 19-köpfige Team rund um Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus in 7hauben, einem oberösterreichischen Kochkurs-Startup. Die Finanzierungsrunde liege im mittleren sechsstelligen Bereich.

„Hochwertige Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell“

„7hauben hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sich hochwertige digitale Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell erfolgreich verbinden lassen. Das starke Wachstum, die konsequente Weiterentwicklung des Produkts und die klare internationale Perspektive haben uns überzeugt. Wir freuen uns, das Team bei der nächsten Wachstumsphase zu begleiten“, sagt Michael Hurnaus, Mitgründer von Tractive und Investor bei Traxit.

Übernahme von Vegan Masterclass

Parallel zu der Investition übernimmt 7hauben die deutsche Vegan Masterclass, eine digitale Kochschule für pflanzenbasierte Küche, sowie das Weiterbildungsangebot der vefa Fernschule für pflanzliche Kulinarik. Mit der Akquisition wachse das Kursangebot auf mehr als 150 Online-Kochkurse.

„Mit Vegan Masterclass übernehmen wir eine starke Marke mit herausragenden Inhalten und einer Community, die für hochwertige pflanzliche Küche begeistert ist. Wir sehen enormes Potenzial, die Plattform mit unserer Erfahrung in Marketing, Technologie und Kursproduktion weiterzuentwickeln“, sagt Johannes Sailer, Geschäftsführer von 7hauben.

Die Zusammenarbeit mit Vegan-Masterclass-Gründer Sebastian Copien werde fortgesetzt und das deutsche Unternehmen als eigenständige Marke weitergeführt. 7hauben plant, das Angebot durch zusätzliche Kursproduktionen, gezieltes Marketing und technologische Weiterentwicklungen auszubauen. Dabei sollen insbesondere Synergien bei der Videoproduktion, Vermarktung und Plattformtechnologie genutzt werden.

Wachstum um „knapp 40 Prozent“

Der Umsatz von 7hauben liege „um knapp 40 Prozent“ über jenem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Bis Jahresende peile man mehr als drei Millionen Euro wiederkehrenden Jahresumsatz (ARR) an. Insgesamt sollen bisher mehr als 100.000 zahlende Kund:innen das Angebot von 7hauben genutzt haben. Besonders stark entwickle sich die Neukundengewinnung mit einem Plus von nahezu 70 Prozent. In Zukunft möchte man zunehmend internationaler werden.

„Unser Ziel ist es, hochwertiges Kochwissen weltweit zugänglich zu machen. Wir wollen sowohl durch strategische Übernahmen als auch durch die internationale Expansion die nächsten Wachstumsschritte setzen“, erklärt Sailer.

 

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