27.09.2023

Startups im Süden: Kärnten bekommt neue Startup-Ecosystem-Landkarte

In Kärnten zeigen Landkarten ab sofort nicht nur Berge, Straßen und Seen, sondern auch das vernetzte Startup-Ökosystem des südlichen Bundeslandes.
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“Die Carinthian Startup Ecosystem Landkarte ist ein bedeutender Meilenstein für die Kärntner Gründungsszene.“ Mit diesen Worten begrüßt Daniela Planinschetz-Riepl, Vereinsobfrau von “Startup Carinthia”, den Beginn einer “Pionierinitiative zur Stärkung, Sichtbarmachung und Förderung” des Startup-Ökosystems in Kärnten. Die neue Landkarte soll die Relevanz des Bundeslandes Kärnten als Wirtschafts-, Technologie-, Bildungs- und Forschungsstandort hervorheben.

Software-as-a-Service Startups in Kärnten führend

Gemäß des letztjährigen Austrian Startups Monitor (brutkasten berichtete) fanden 4,4 Prozent der bundesweiten Startup-Gründungen seit dem Jahr 2011 in Kärnten statt, darunter vor allem Startups im Bereich der Softwareentwicklung und IT bzw. Produktion und Elektrotechnik. In den letzten Jahren haben sich die Startup-Aktivitäten in Kärnten vor allem auf den Großraum Klagenfurt und Villach konzentriert, so der Report.

In Kärnten gäbe es zudem verhältnismäßig viele “Hardware-Startups”, die im Bereich der industriellen Produktion und Elektrotechnik tätig sind – mit Verweis auf in Kärnten angesiedelte Multinationals der Branche, darunter Infineon und Silicon Austria Labs.

Der ASM 2022 hebt zudem hervor, dass Kärntner Startups viel häufiger als die Jungunternehmen anderer Bundesländer Software-as-a-Service-Lösungen anbieten – und zwar zu 34 Prozent im Vergleich zu 19 Prozent in Restösterreich.

Landkarte zeigt Kärntner Potenzial

Kurzum: Kärntens Startup-Landschaft kann sich zeigen lassen. Dieses Ziel verfolgt auch die neue Startup-Ecosystem Landkarte des Vereins “Startup Carinthia”. Das Projekt visualisiert die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Kärnten als “aufstrebende Region für innovative Unternehmen und Unternehmensgründer:innen”. Initiiert wurde die Startup-Landkarte vom Verein “Startup Carinthia”.

Bei Startup Carinthia handelt es sich um einen Zusammenschluss von Startups und deren Alumni aus der Region, um die Vernetzung unter Startup-Gründer:innen sowie Investor:innen und Key Playern des Startup-Ökosystems zu vernetzen. Der Verein unterstützt zudem regionale Gründungsinitiativen.

Mehr-Monatsprojekt zur Vernetzung

Die neue Startup Landkarte soll Betrachtenden einen Überblick über das bestehende Ökosystem im Bundesland Kärnten bieten. „Die Carinthian Start-up Ecosystem Landkarte ist ein bedeutender Meilenstein für die Kärntner Gründerszene“, sagt Obfrau Planinschetz-Riepl. „Wir haben über mehrere Monate hart daran gearbeitet, eine Ressource zu schaffen, welche die Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb unseres florierenden Ökosystems fördert. Diese Karte zeigt, dass Kärnten nicht nur ein attraktiver Ort für Startups ist, sondern auch ein Ort, an dem Innovation und Unternehmertum gedeihen.“

(c) Startup Carinthia

Hot Spots, Co-Working-Spaces und Events auf einem Blick

Die Karte zeigt nicht nur Akteur:innen der Startup-Szene, sondern auch Coworking-Spaces, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und Veranstaltungen. Hubs in englischer Sprache oder mit multilingualen Kontaktpersonen werden dabei hervorgehoben. Die Karte soll jedes Jahr aktualisiert werden, so der zuständige Verein in einer Aussendung.

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Links Mitgründer von NXAI Sepp Hochreiter und Mitte rechts CEO von Neura Robotics David Reger | (c) Neura Robotics / NXAI

„Ein Roboter, der im Alltag und in der Industrie wirklich hilft, muss sich erinnern“, sagt David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics. Daher arbeitet sein Unternehmen mit dem Linzer Startup NXAI an der Merkfähigkeit von Robotern. „Gedächtnis und Erfahrungen sind die Voraussetzungen für Roboter, Aufgaben über viele Schritte zuverlässig zu lösen“, ergänzt Sepp Hochreiter, Gründer von NXAI.

Die Grundlage bietet Neura Robotics mit einem multimodalen Foundation-Modell, das Funktionen wie 3D-Sehen, Tastsinn und Audio mit einer Gedächtnisfunktion verbindet. Der Physical-AI-Stack von Neura Robotics wird mit einem xLSTM von NXAI, also einem künstlichen neuronalen Netz, verbunden. „xLSTM ist dafür gebaut, ist schnell, speichereffizient und kann den Zustand über lange Sequenzen halten“, sagt Hochreiter.

NXAI plant, ein eigenes Modell auf Basis der xLSTM-Architektur auf Neura Robotics‘ hauseigener Neuraverse-Plattform bereitzustellen. „Mit dem Neuraverse schaffen wir die Plattform, auf der auch andere starke KI-Ansätze ihren Weg in Roboter finden“, erklärt Reger.

Gesteigerte Effizienz

Ein Roboter arbeitet in Schleifen und verarbeitet permanent Wahrnehmungen, Entscheidungen und Handlungen. Laut Neura Robotics braucht er dafür Gedächtnis auf zwei Ebenen: das Arbeitsgedächtnis und das episodische Gedächtnis. Ein Roboter, der einen Prozess wiederholt ausgeführt hat, soll bei derselben Situation auf frühere Erfahrungen zurückgreifen können und so aus der Erfahrung handeln.

Die Roboter der Zukunft

Langfristig möchten die beiden Firmen, dass Roboter nicht nur einzelne Fähigkeiten ausführen, sondern über die Zeit Erfahrung aufbauen. Fähigkeiten, die Roboter aus der Interaktion mit der realen Welt lernen, sollen verbessert und auf andere Maschinen und Umgebungen übertragen werden.

From Science to Business

NXAI, gegründet vor drei Jahren, ist ein Deep-Tech-Unternehmen mit Sitz in Linz, das Lösungen für industrielle Anwendungen entwickelt. Die Firma versteht sich als Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie. So möchte sie die eigene KI-Forschung in marktreife Produkte überführen. Im Mittelpunkt der Forschung stehen xLSTM-Modelle in den Bereichen Time Series und Robotics.

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