23.11.2015

Cannabis-Inkubator Gateway startet in Californien

Nach und nach lockern immer mehr Staaten das Verbot von Marihuana. In einem neuen Inkubator sollen Startups passende Geschäftsideen entwickeln.
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Selbst wenn man ’stoned‘ ist, müsste man die Chance sehen, die sich hier auftut“, sagt Carter Laren, einer der Gründer des Inkubators Gateway, der vergangene Woche in Oakland seinen Betrieb aufnahm. 2016 sollen dort 10 Startups mit je 30.000 Dollar und einem Büro für fünf Monate unterstützt werden. Dafür beteiligt sich Gateway mit 6 Prozent an den Jungunternehmen. Das Kapital kommt von der Marihjuana Investment Corporation.

Canopy: 1,2 Mio. für Startups

Von anderen Cannabis-Inkubatoren wie CanopyBoulder will sich Gateway durch einen Fokus auf die Frühförderung absetzen. Canopy bietet seit heuer 20 Startups einen Platz und hat dafür insgesamt 1,2 Millionen Dollar auf die Beine gestellt. In Canopy läuft bereits die zweite Förder-Runde mit 10 Startups. Die meisten Canopy-Startups konzentrieren sich auf Wissensvermittlung und Beratung, es gibt aber auch Geschäftsideen aus dem Bereich Cannabis-Anbau und Raucher-Zubehör.

Suchen „Uber für Cannabis“

Die Bewerbungen um die 10 Plätze bei Gateway laufen gerade. Laren rechnet mit Startup-Ideen wie dem „Uber für Cannabis“ und pharmazeutische Ansätze. Man sei aber auch offen für neue Ideen im Bereich der Distribution, dem Anbau oder der Extraktion von Wirkstoffen.

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notarity-Gründer: Alexander Gugler, Sebastian Wodniansky, Jakobus Schuster, Max Pointinger
Die notarity-Gründer (vlnr.): Alexander Gugler, Sebastian Wodniansky, Jakobus Schuster, Max Pointinger | (c) Alexander Schindler

Im Sommer 2021 ging das Wiener LegalTech-Startup notarity mit einem klaren Produktversprechen an den Start: die Online-Abwicklung notarieller Dienstleistungen einfacher und angenehmer zu machen. Damit konnte im Heimatmarkt Österreich bald ein signifikanter Anteil der Notariate überzeugt werden, nicht aber die Notariatskammer, die über eine Tochtergesellschaft ein eigenes Angebot in dem Bereich hat. Es kam zu einem jahrelangen Rechtsstreit – brutkasten berichtete zuletzt über das Urteil in zweiter Instanz.

Rund 2.000 internationale Unternehmen als Nutzer

Unter anderem deswegen fokussiert notarity seit Jahren auf das internationale Geschäft. Schon Anfang 2024 verkündete man, mehr als die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erzielen. Mittlerweile sind es mehr als 70 Prozent, wie es nun vom Startup heißt. Dabei lege man einen besonderen Fokus auf internationale Konzerne.

Aktuell würden knapp 2.000 internationale Unternehmen mit großteils mehr als 500 Beschäftigten notarity für digitale Notariatsakte nutzen. Dazu zählen internationale Wirtschaftskanzleien wie DLA Piper und Baker McKenzie. Die Zahl digitaler Dokumenten-Beglaubigungen für internationale Unternehmen, Kanzleien und institutionelle Kunden über die Plattform habe sich im Vergleich zum Vorjahr vervierfacht.

Mit Umsatzverdopplung Break-even erreicht

So sei zuletzt auch eine Verdopplung des Umsatzes im Jahresvergleich gelungen. „Damit haben wir den Break-even erreicht und den entscheidenden Schritt vom wachstumsstarken Startup zum profitablen Global Champion gemacht“, kommentiert Co-Founder und CEO Jakobus Schuster. Rund 400 Notar:innen hätten mittlerweile mehr als eine Viertelmillion digitale Beglaubigungen über die Plattform abgewickelt, monatlich seien es derzeit rund 10.000.

Zu den wichtigsten Märkten außerhalb der EU zählen das Vereinigte Königreich, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Schweiz. „Mit dem Erreichen der Gewinnzone schaffen wir die Grundlage, um unsere internationale Expansion künftig aus einer Position finanzieller Stärke voranzutreiben“, so Schuster.

Novelle der Notariatsordnung 2020 als Anstoß

Möglich hat das alles auch die heimische Rechtslage gemacht. Mit einer 2020 beschlossenen Novelle der österreichischen Notariatsordnung wurde die Basis für Online-Notariatsdienstleistungen im Inland geschaffen. Mittlerweile gelten elektronische Beglaubigungen von Unterschriften über notarity in mehr als 100 Ländern. „Unser Produkt entstand unter hohen regulatorischen, datenschutzrechtlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen.

Genau diese Standards werden heute international immer wichtiger und haben uns den Eintritt in regulierte Märkte erheblich erleichtert“, sagt Schuster und gibt das Ziel aus: „die weltweit führende Infrastruktur für digitale Beglaubigungen internationaler Unternehmen bereitzustellen und diese Position in weiteren Märkten auszubauen.“

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