24.10.2025
VC

Calm/Storm: Closing des zweiten Fonds mit 27 Mio. Euro

Drei Millionen Euro werden zudem über eine weitere Gesellschaft für Co-Investments bereitgestellt, wodurch man nun gemeinsam mit dem ersten Fonds auf insgesamt 50 Mio. Euro "Assets under Management" kommt, heißt es von Calm/Storm.
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Lucanus Polagnoli ist Co-Founder von Calm/Storm Ventures © butkasten
Lucanus Polagnoli ist Co-Founder von Calm/Storm Ventures © butkasten

2023 hat der Wiener Early Stage-VC Calm/Storm den ersten Fonds geschlossen – brutkasten berichtete. Damals hieß es, dass der zweite Fonds bereits aktiv sei (mit fünf getätigten Investments) aber noch nicht fertig aufgestellt. „Wir haben ein Pre-Closing und sind gerade beim Fundraising, aber wir machen das zurückhaltend, still und leise“, erklärte Calm/Storm-Gründer Lucanus Polagnoli im brutkasten-Talk vor rund zweieinhalb Jahren.

Calm/Storm: Gesamtvolumen 50 Mio. Euro

Nun ist die Zeit der Stille vorbei und der zweite Fonds ist geclosed. Die zweite Fund-Generation ist 27 Millionen Euro groß, wobei weitere drei Millionen Euro über eine weitere Gesellschaft für Co-Investments bereitgestellt werden. Das hebt das Gesamtvolumen auf 50 Millionen Euro „Assets under Management“ (AUM). Wie bereits 2023 angekündigt, ist der zweite Fonds in zwei Teile aufgeteilt: einen für HealthTech-Investments und einen für „Austrian Entrepreneurs“, mit dem auch in andere Branchen investiert wird.

Man wolle mit dem zweiten Fonds und dem europäischen Netzwerk gezielt ansetzen, um die Lücke zwischen Produktentwicklung und Markteintritt zu schließen, die es in Early-Stage-Phasen oftmals gebe, heißt es von Calm/Storm.

„Zugang zum Markt“

„Gerade in der frühen Phase fehlt es vielen Gründer:innen im Gesundheitssektor nicht nur an Kapital, sondern auch am Zugang zum Markt. Hier helfen wir gemeinsam mit unserer Community“, erklärt Polagnoli. „Während die KI-Welle in den meisten Branchen von den USA und China angetrieben wird, hat Europa und insbesondere der deutschsprachige Raum im Gesundheitswesen die Nase vorn. Einige der besten KI-Lösungen für die Gesundheitsbranche werden bei uns entwickelt.“

Stephanie Urbanski, Managing Partner von Calm/Storm, ergänzt: „Mit frischem Kapital wollen wir jetzt mit noch mehr ambitionierten HealthTech-Gründer:innen zusammenarbeiten, um ihnen zu helfen, ihren Impact auf unsere Gesundheit und am Ende das Leben von Menschen zu skalieren. Gleichzeitig stellen wir die Norm im Risikokapitalbereich konsequent in Frage, indem wir nicht nur auf Diversität bei uns im Team, sondern auch bei unseren Gründer:innen setzen.“

Calm/Storm mit über 90 Investments

Seit dem Start des ersten Fonds 2020 (20 Mio. Euro) hat Calm/Storm über 90 Investments getätigt und europaweit ein Netzwerk aufgebaut: „Gründer:innen unterstützen Gründer:innen, Investor:innen profitieren von Early Access zu den innovativsten HealthTech-Unternehmen Europas. Die große Mehrheit der über 100 Investoren (Limited Partners) sind selbst Gründer:innen oder Unternehmer:innen“, heißt es per Aussendung.

Größere Tickets mit durchschnittlich 500.000 Euro geplant

Mit dem Fund II möchte Calm/Storm seine Strategie entlang teils neuer Prioritäten schärfen. So wolle man nun größere Tickets mit durchschnittlich rund 500.000 Euro pro Erstinvestment zeichnen. Der Frühphasenfokus bleibt aber erhalten, wobei man aktive (Co-)Leads in Pre-Seed-Runden übernehmen wolle. Europa stehe dabei klar im Zentrum: Es werden über 75 Prozent des Portfolios mit europäischem Hauptsitz angestrebt. Und auch Diversität im Team und im Portfolio, konkret „gelebte Vielfalt in Bezug auf soziale, kulturelle und berufliche Hintergründe“, sei weiterhin ein Grundsatz.

Neue Partner

Die neue Fondsrunde vereint zudem bestehende und neue Investor:innen aus der europäischen Gesundheits- und Finanzbranche. Neben bestehenden Akteur:innen, die ihr Engagement verdoppelt haben, schlossen sich mehrere neue strategische Partner an, konkret SwissHealth Ventures (Corporate Venture der CSS Kranken-Versicherung AG, Schweiz), Natural X Health Ventures (Corporate Venture von Dr. Willmar Schwabe, Deutschland), Bertelsmann Investments und sie Raiffeisen-Landesbank Steiermark.

„Es ist beeindruckend, was Calm/Storm in den letzten Jahren aufgebaut hat. Für uns bei Natural X ist Calm/Storm als erfahrener Frühphaseninvestor der ideale Partner, der uns früh Zugang zu den vielversprechendsten Innovationen in den Bereichen Gesundheit und Wellbeing verschafft“, sagt Marvin Amberg, Managing Director Natural X Health Ventures.

Schweizer Krankenversicherer mit zehn Prozent dabei

SwissHealth Ventures, der Corporate Venture Capital-Arm der CSS, einem der führenden Krankenversicherer in der Schweiz, beteiligt sich konkret mit zehn Prozent des Fonds-Volumens.

„Calm/Storm verfügt über ein ausgezeichnetes Netzwerk im Bereich Digital Health und investiert in dieselben Themen wie SwissHealth Ventures – jedoch deutlich früher. Durch die Partnerschaft erweitern wir unseren Dealflow, erhalten Zugang zu innovativen europäischen Startups und gewinnen zusätzliche Perspektiven für das Schweizer Gesundheitssystem. Gemeinsam wollen wir Innovationen fördern, die echten Nutzen für Patient:innen schaffen“, erläutert Daniel Alzer, Investment Manager SwissHealth Ventures.

Auch Martin Schaller, Vorsitzender des Vorstandes der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, sieht in der Beteiligung am Fonds Calm/Storm eine gezielte Stärkung des Engagements und der digitalen Innovation im Gesundheitssektor: „Wir investieren früh in Gründer:innen, deren Lösungen wirtschaftliche Stärke mit gesellschaftlichem Nutzen verbinden. Calm/Storm bringt dafür ein starkes Netzwerk in den Bereichen HealthTech, Wellbeing und FemTech sowie echte Gründer:innen-Nähe ein. So tragen wir dazu bei, dass aus mutigen Ideen international erfolgreiche Unternehmen von morgen werden.“

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ContexMesh
© ContexMesh - (vlnr): Thomas Fröis, Kathrin Fröis, Manuel Scheiderbauer.

ContextMesh wurde 2023 von Thomas Fröis, Kathrin Fröis und Manuel Scheiderbauer gegründet. Das Startup ersetzt Stahlbewehrungen im Betonbau durch Bewehrungslösungen aus Carbon-, Basalt- und AR-Glasfasern (Anm.: AR = alkaliresistent). Diese Materialien sollen eigenen Angaben zufolge über eine „exzellente Korrosionsbeständigkeit sowie außergewöhnliche Langlebigkeit“ verfügen, die es ermöglichen, bis zu 70 Prozent an Beton einzusparen und damit den CO2-Fußabdruck maßgeblich zu senken, so der Claim.

ContexMesh: Skalierung geplant

Durch diese Materialeinsparungen gemeinsam mit dem geringen Gewicht der Bewehrungen sollen zudem die Arbeit auf der Baustelle erleichtert und die Bauzeit verkürzt werden. Dafür und für seine nichtmetallischen Bewehrungslösungen gab es jetzt ein Investment in siebenstelliger Höhe.

„Das Investment markiert einen entscheidenden Meilenstein und ermöglicht den gezielten Ausbau des Standorts Vorarlberg als Technology-Hub für Advanced Materials, Forschung und Produktion, sowie Skalierung des Vertriebs im EU-Raum“, heißt es per Aussendung. Die Investoren werden nicht genannt.

Basis des Unternehmens aus der Forschung

Die konkrete technologische Basis des Unternehmens ist das Ergebnis von mehr als 14 Jahren intensiver Forschung und Entwicklung. Durch diese wissenschaftliche Fundierung und eine enge Kooperation mit Universitäten wurde Expertise in den Bereichen Material-Science, Bemessung und Planung aufgebaut.

Die hauseigenen Bewehrungslösungen von ContexMesh kommen insbesondere in der Sanierung von Beton-Infrastruktur wie Brücken und Unterführungen, in der Betonfertigteilindustrie etwa bei Fassadenplatten und Sandwichwänden sowie in Neubauprojekten zum Einsatz – darunter auch Anwendungen wie 3D-Betondruck, beispielsweise bei Bodenplatten und Kanalanlagen.

Krumbachbrücke saniert

Seit der Gründung hat das Unternehmen bereits einige Projekte realisiert. Als globales Pionierprojekt gilt für die Vorarlberger die Sanierung der 120-Meter langen Krumbachbrücke in Damüls, die als Bauwerk komplett mit nichtmetallischer Bewehrung saniert wurde.

Zentrales Alleinstellungsmerkmal von ContexMesh bildet die automatisierte Fertigungstechnologie: Diese ermöglicht es, Hochleistungsfasern in jedem beliebigen Design präzise zu verlegen. Das Ergebnis sei eine maximale Performance bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit.

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