15.07.2020

Calle Libre: Wiener Kunstfestival dringt in Lebensräume ein

Vom 1. bis zum 8. August findet zum siebten Mal das Calle Libre, Europas größtes Festival für Street Art, in Wien statt. Der Fokus liegt heuer auf der Förderung der lokalen Szene und auf Lebensräumen.
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Calle Libre, Kunst, Kultur, Festival, Street Art
(c) JollySchwarzPhotography - Das Calle Libre-Festival widmet sich heuer urbanen Lebensräumen.

Das Festival Calle Libre besteht seit 2014 und stellt seitdem neuartige künstlerische Tendenzen der Bereiche „Urban Art“ und „Street Art“ ins Zentrum der öffentlichen Diskussion. Das spartenübergreifende Kulturprojekt positioniert sich unter anderem an der Schnittstelle von bildender Kunst und kritischer Auseinandersetzung.

Im Jahr 2016 wurde das mittlerweile größte Street Art Festival Mitteleuropas mit dem „Austrian Event Award“ in der Kategorie Public/Social/ Cultural mit Gold ausgezeichnet.

Calle Libre: „Künstlerische Handlungsspielräume erweitern“

Im Mittelpunkt stehen heuer kreative und innovative Konzeptionen auf großflächigen Hausfassaden und die Neugestaltung des öffentlichen Raumes. Dadurch möchte das
Festival künstlerische Handlungsspielräume auf die unmittelbare Lebensumgebung der Bürger erweitern.

Utopie durch grammatikalische Zeitform

Das diesjährige Thema fand Inspiration in „Future Perfect“, der grammatikalischen Zeitform, die verwendet wird, um eine abgeschlossene Aktion in der Zukunft auszudrücken. Der Hintergrund dabei: Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich die Gesellschaft und Welt verändert, lassen diesjährige Künstler ihrer Fantasie freien Lauf, um eine Utopie ihrer perfekten Zukunft zu schaffen.

Calle Libre mit Siebdruck und Live-Painting

Anlässlich der im Rahmen des Festivals realisierten Siebdruck-Edition mit David Leitner wird Calle Libre offiziell in den Räumlichkeiten „der Kunst ab Hinterhof Galerie“ eröffnet. Dort findet neben der Präsentation der Siebdruck-Edition auch ein Live Painting statt.

Schaffensprozess erkennen

Zusätzlich sprechen die Organisatoren mit den involvierten Künstlern über das Thema des Festivals. Die Besucher haben so die Möglichkeit, in den Schaffensprozess der Artists Einblicke zu erhalten.

Als zusätzliches Programm werden die „Urban Guided Tours“ Besuchern die Möglichkeit geben, in ein alternatives Wien einzutauchen. Ein weiteres Highlight werden die beiden Workshops in Kooperation mit dem mumok.

Die Lehre selbständiger Auseinandersetzung mit Kunst

Dieses Projekt richtet sich an Jugendliche und lehrt eine selbstständige Auseinandersetzung mit der Kunst, insbesondere der Urban Art. Im Rahmen des Festivals wird auch der Dokumentarfilm „Würmlas Wände“ von David Leitner in Kooperation mit dem Frame Out Festival gezeigt.

Riesige 3D-Projektion

Zusätzlich zu den beiden Blockparties mit Musik, Live Paitings und Artist Get-together, wird die „Closing-Feier“ direkt vor dem Weltmuseum stattfinden und dort mit einer überdimensionalen 3D-Projektion auf der Fassade des Museums aufwarten.

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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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AI Summaries

Calle Libre: Wiener Kunstfestival dringt in Lebensräume ein

  • Das Festival Calle Libre besteht seit 2014 und stellt seitdem neuartige künstlerische Tendenzen der Bereiche „Urban Art“ und „Street Art“ ins Zentrum der öffentlichen Diskussion.
  • Das spartenübergreifende Kulturprojekt positioniert sich an unter anderem an der Schnittstelle von bildender Kunst, von kritischer Auseinandersetzung mit dem Begriff öffentlicher Raum und der Partizipation.
  • Dadurch möchte dasFestival, künstlerische Handlungsspielräume auf die unmittelbare Lebensumgebung der Bürger erweitern.
  • Dieses Projekt richtet sich an Jugendliche und lehrt eine selbstständige Auseinandersetzung mit der Kunst, insbesondere der Urban Art.

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