07.05.2019

CALL: iLab bei der EXPO 2020 in Dubai

Bis 31. Juli können österreichische Unternehmen, Startups, Einzelpersonen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und andere Organisationen ihre Ideen einreichen. Die besten Projekte werden von einer Jury ausgewählt und dürfen an der Expo 2020 in Dubai teilnehmen.
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Dubai
(c) querkraft-bagienski

Österreich wird sich bei der kommenden Weltausstellung 2020 in Dubai mit vielen neuen und überraschenden Seiten präsentieren. Ein echtes Highlight wird das iLab sein – ein Ort der Innovationen, Inspiration, Information und Interaktion. Für diese Wissensplattform wird im Österreich-Pavillon ein eigener Ausstellungs-Bereich reserviert, der zukunftsträchtige Lösungen mit Strahlkraft präsentiert.

Call 4 Projects: Laufzeit und mögliche Teilnehmer

Vom 6.5. – 31.7.2019 können jetzt dazu österreichische Unternehmen, Startups, Einzelpersonen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und andere Organisationen ihre wegweisenden Initiativen zu den drei Kernthemen der EXPO Sustainability – Mobility – Opportunity (wie z.B. Ausbildung, Gesundheit, New Industries) einreichen. Bewerbungen sind für innovative Lösungsansätze oder kreative Produkte aus Österreich möglich, die einen positiven Effekt in Richtung Markt, Umwelt oder Gesellschaft aufweisen. Gesucht werden (digitale) Lösungen, die Menschen im Alltag und bei der Arbeit einen konkreten Fortschritt bringen und heimischen Unternehmen neue Chancen und Perspektiven aufzeigen. Möglich sind auch disziplinen- und länderübergreifende Projekte („Connecting Minds“).

Jury wählt beste Projekte aus

Eine hochrangige Experten-Jury wählt jene Projekte aus, die die Vielseitigkeit des österreichischen Erfindungsreichtums und die Hingabe zur Hochwertigkeit am besten zeigen. Diese „Best-of-Selection“ wird eine hohe Vielfalt an Themen abdecken und die Fülle an fortschrittlichen Lösungsansätzen aus Österreich repräsentieren.

Der Nutzen für die ausgewählten Projekte

Die ausgezeichneten Projekte erhalten über cross-mediale Kanäle Visibilität und eine Plattform zur Vernetzung, v. a. aber werden sie im Österreich-Pavillon vorgestellt. In Abstimmung mit der EXPO-Themenagenda werden die präsentierten Projekte wechseln, das iLab wird damit ein Bereich der permanenten Veränderung sein, der mit vielfältigen Lösungsansätzen Made in Austria überrascht.

Laufzeit des Calls: 6. Mai – 31.7.2019

Näheres zur Einreichung unter: www.expoaustria.at

Mehr zur EXPO Dubai 2020: www.expo2020dubai.com

Mehr über Österreich bei der Weltausstellung: www.expoaustria.at

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Marie-Therese Barth und Florian Moosbeckhofer | (c) We Are Unicorns
Marie-Therese Barth und Florian Moosbeckhofer | (c) We Are Unicorns

„Wir wollen Lust auf Zukunft machen, zeigen, dass KMU bereit sind für die Transformation und sie dabei an der Hand nehmen“, sagt Florian Moosbeckhofer im brutkasten-Talk. Gemeinsam mit Marie-Therese Barth hat er nun in Wien das Unternehmen We Are Unicorns gegründet. Die beiden arbeiteten zuvor knapp sieben Jahre lang in der Wirtschaftskammer zusammen – unter anderem an der „Innovation Map“. Aus dieser gemeinsamen Zeit kenne man die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen genau, sagt Barth.

„Ziellosigkeit“ als Ausgangslage

Und heimische Betriebe würden aktuell massiv unter Druck stehen. Die Energiewende, der Fachkräftemangel und die rasche Digitalisierung würden den Geschäftsalltag tiefgreifend verändern. Den Unternehmen fehlt dabei für weitreichende Strategieprozesse nach Erfahrung von Barth oft schlichtweg die Zeit. „Viele KMU suchen nach Wegen zur Zukunftsgestaltung und stehen dabei häufig vor einer gewissen Ziellosigkeit“, erklärt die Co-Gründerin. „Sie wissen, sie müssen etwas tun, wissen aber nicht, wie sie anfangen sollen“.

„Innovationsabteilung as a Service“

Genau diese Lücke möchte We Are Unicorns mit dem sogenannten Future Radar schließen, dessen Oberfläche optisch an die genannte „Innovation Map“ erinnert. Das kostenfreie digitale Werkzeug soll den Betrieben 55 handfeste Chancen für den eigenen unternehmerischen Erfolg aufzeigen. „Es ist ein Zukunftsradar, das sehr klar und greifbar konkrete Chancen zeigt, die KMU direkt ergreifen können“, betont Moosbeckhofer. Ein eigens entwickelter KI-Assistent ergänzt das Programm. Dieser Helfer ordnet relevante Themen ein und leitet daraus konkrete nächste Schritte für das jeweilige Unternehmen ab. Das Gründerteam versteht sich dabei als unmittelbare, zusätzliche Ressource für die Betriebe. „Wir fungieren ein bisschen als Innovationsabteilung as a Service“, beschreibt Barth den Ansatz. „Wir kommen in den Betrieb und arbeiten gemeinsam mit dem Team, denn jedes Unternehmen ist selbst Experte in der eigenen Branche“.

Verbindung mit Startups als wichtiger Baustein

Besondere Gelegenheiten für derartige Innovationen entstehen nach Beobachtung des Gründer:innen-Duos bei Betriebsübergaben. Tausende Familienunternehmen stehen in den kommenden Jahren vor einer solchen Nachfolgesituation. „Das sind oft Fenster, die sich im betrieblichen Ablauf öffnen, um Dinge neu zu denken“, schildert Moosbeckhofer seine Erfahrungen aus der Beratungspraxis. Das Team sieht hier hohes Potenzial in einer gezielten Zusammenarbeit mit Startups. Junge Technologieunternehmen bringen nach Überzeugung von Moosbeckhofer häufig völlig neue Lösungen mit. Die etablierten Betriebe bieten den Startups im Gegenzug Verbindlichkeit und Marktzugang. „Für Startups sind KMU extrem gut, weil sie Traktion am Markt und eine hohe Verbindlichkeit haben“, führt Moosbeckhofer aus.

„Wieder positive Narrative nach vorne holen“

Dieser Weg in die Zukunft gelingt für alle Akteur:innen nach Ansicht der Gründer:innen am besten mit einer positiven Grundeinstellung. „Destruktives Jammern“ löse eine negative Spirale aus und bremse die Gestaltungskraft, meint Barth. Sie verweist dabei auf Erkenntnisse aus der Hirnforschung, wonach Jammern einen ähnlichen Effekt im Gehirn auslöse wie eine Sucht. „Wir müssen schauen, dass wir wieder positive Narrative nach vorne holen“, fordert sie daher. Es brauche einen bewussten Perspektivenwechsel. „Unsere Zukunft ist positiv und wir können stolz darauf sein“.

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