17.06.2019

Call für Österreichischen Gründerpreis Phönix 2019 gestartet

Startups, Spinoffs und Forschungsgruppen sind eingeladen, ihre umgesetzten Gründungsideen sowie Prototypenprojekte für den Phönix 2019 einzureichen. Die Anmeldefrist läuft noch bis Mittwoch, den 17. Juli 2019.
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Gründerpreis Phönix
(c) BMBWF/Lusser

Der Österreichische Gründerpreis Phönix zeichnet jährlich herausragende Startups, Spinoffs sowie innovative Entwicklungen von Protypen aus (der brutkasten berichtete über die Preisträger 2018 und 2017). Nun startet der Wettbewerb, der von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) in Kooperation mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Industriellen Vereinigung (IV) organisiert wird, in eine neue Runde. Der Österreichische Gründerpreis Phönix wird in den vier Kategorien „Frauen“, „Startup“, „Spinoff“ und „Prototypen“ vergeben. Die Anmeldefrist läuft noch bis 17. Juli 2019 (12 Uhr).  

+++ FFG und aws: “Der Förderdschungel wird oftmals herbeigeredet” +++

Die Kategorien des Gründerpreis Phönix

  • Kategorie „Frauen“:

Die Potenziale von Frauen, insbesondere im Bereich von High-Tech-Gründungen, werden laut den Initiatoren bislang nur unzureichend genutzt. Die Auszeichnung in der Kategorie „Frauen“ soll daher ein Signal setzen, um auch entsprechende „role models“ zu etablieren. Aus dem Pool aller eingereichten Projekte wird von der Jury ein erfolgreiches Projekt ausgewählt, an dem eine Frau als Forscherin, Gründerin oder Geschäftsführerin maßgeblich beteiligt ist.

  • Kategorie „Startup“:

In dieser Kategorie werden österreichische Startups prämiert, deren innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen adressieren. Für die Teilnahme gelten zum Zeitpunkt der Einreichung folgende Kriterien:

    • die Gründung des Start-ups ist nach dem 1. Jänner 2013 erfolgt (Eintragung ins Firmen­buch oder Ausstellung des Gewerbescheins)
    • Firmensitz in Österreich.
  • Kategorie „Spinoff“:

Ausgezeichnet werden Verwertungs-Spinoffs mit ihrer Forschungseinrichtung, die unter anderem aus öffentlichen Universitäten, Fachhochschulen oder Kooperationsprogrammen (wie Research Studios Austria, COMET-Zentrum oder CD-Labors) hervorgegangen sind.

  • Kategorie „Prototypen“:

„Modelle“ oder Prototypen veranschaulichen laut den Organisatoren die Machbarkeit von Innovationen und beschleunigen dadurch die Verwertung in Gesellschaft und Wirtschaft. Einreichberechtigt sind alle Universitäten, öffentliche Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die bei folgenden Programmen der Förderagenturen aws bzw. FFG ab 1. Jänner 2013 eingereicht haben: PRIZE (aws), PreSeed (aws), Seedfinancing (aws), High Tech Start-up (FFG), Start-up (FFG) sowie Research Studios Austria RSA (FFG).

Auswahl der Gewinner

Die Auswahl der Gewinner erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Die beiden Trägerministerien BMDW und BMBWF laden alle interessierte Unternehmen ein, sich bis spätestens 17. Juli 2019 (12 Uhr) zu bewerben. Die feierliche Auszeichnung der Preisträger erfolgt am 14. Oktober 2019 im Haus der Industrie.

„Der Gründerpreis Phönix schafft in vier Kategorien eine Bühne und Publikum für ausgezeichnete Technologien und hervorragende Projekte, die die Umsetzung von der Forschung in die Wirtschaft geschafft haben. Am Weg dorthin unterstützt die aws außerdem mit der nötigen Finanzierung und mit Beratungsleistungen. Das schafft wichtige Impulse, um aus Innovationen und exzellenter Forschung auch tragfähige Geschäftsmodelle und Unternehmen entstehen zu lassen“, sagt die aws Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister.


=> mehr Infos zu den Anmeldekriterien

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© Tom Jackson via Pexels

Erst vor wenigen Tagen berichtete brutkasten, dass die ÖBB Postbus beim Forum Alpbach einen autonomen Bus testen wird. Der Regelbetrieb mit bis zu 100 fahrerlosen Fahrzeugen ist hierzulande frühestens ab 2028 geplant. Was in Österreich also noch Zukunftsmusik ist, wird in Kalifornien gerade in einer ganz anderen Dimension Realität: Schwere autonome Lkw dürfen dort ab sofort auf öffentlichen Highways getestet werden.

Ein Heimspiel mit Verspätung

Die Situation hatte bislang etwas Paradoxes: Auf autonomes Fahren spezialisierte Firmen wie Aurora und Kodiak entwickeln ihre Technologie direkt im Silicon Valley, durften ihre schweren Trucks aber lange nicht auf kalifornischen Straßen erproben. Aurora wurde 2017 von drei Veteranen der Selbstfahr-Branche gegründet, unter anderem ehemals bei Tesla und beim Google-Ableger Waymo. Kodiak wiederum hat sich auf autonome Sattelschlepper spezialisiert.

Fahrzeuge ab 10.001 Pfund Gesamtmasse waren vom Testbetrieb ausgeschlossen. Mit neuen Regeln, die am 28. April beschlossen wurden, ist damit Schluss. Kodiak hat rund um seinen Firmensitz in Mountain View, mitten im Silicon Valley, bereits erste Fahrzeuge auf die Straße geschickt.

Von führerlosen Trucks kann trotzdem noch keine Rede sein. Die Genehmigungen gelten vorerst nur für Tests mit Sicherheitsfahrer:in am Steuer. Kalifornien will das Ganze stufenweise angehen: Auf begleitete Tests soll die fahrerlose Erprobung folgen, ein kommerzieller Einsatz ist frühestens danach denkbar.

Texas war schneller

Dass Aurora und Kodiak überhaupt schon so weit sind, liegt an Texas. Dort waren die regulatorischen Auflagen für autonomes Fahren von Anfang an niedriger, weshalb beide Unternehmen ihr operatives Geschäft zunächst dort entwickelten.

Aurora fährt seit 2025 kommerziell und fahrerlos zwischen mehreren texanischen Städten, Kodiak startete im wenig befahrenen Permian Basin und ist mittlerweile ebenfalls auf öffentlichen Highways unterwegs. Die kalifornische Zulassung erlaubt es nun vor allem Kodiak, seine Systeme erstmals auch im eigenen Heimmarkt unter anderen Verkehrsbedingungen weiterzuentwickeln.

Gewerkschaft sieht Jobs in Gefahr

Weniger Begeisterung für die neuen Regeln gibt es bei den Lkw-Fahrer:innen selbst. Die Gewerkschaft Teamsters California hat das für die Zulassung zuständige DMV (Department of Motor Vehicles) verklagt und will die Zulassung wieder kippen. Ihr Vorwurf: Die Behörde habe mögliche Sicherheitsrisiken für andere Verkehrsteilnehmer:innen nicht ausreichend untersucht.

Die Unternehmen argumentieren umgekehrt mit mehr Effizienz und langfristig höherer Sicherheit. Am Ende steht die Frage, wer die amerikanische Logistik von morgen kontrolliert und was das für Fahrerjobs und die Milliarden bedeutet, die bereits in die Technologie geflossen sind.

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