01.04.2022

Call: Anmeldefrist für pioneer:impact bis 18. April verlängert

pioneer:impact, der Tiroler Accelerator für gesellschaftlich und ökologisch wirksameUnternehmer:innen ist eine gemeinsame Initiative des Impact Hub Tirol, der Werkstätte Wattens und dem Impact Investor Charly Kleissner. Die erste Kohorte des zwölfmonatigen Programms startet im Juni 2022. Interessierte Teams können sich noch bis 18. April 2022 bewerben.
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FabLab der Werkstätte Wattens und Impact Investor Charly Kleissner | (c) Verena Nagl / Christian Vorhofer
kooperation

Um das Leben auf unserem Planeten, und somit in jeder Region weltweit, langfristig auf einem lebenswerten, fairen und vielfältigen Niveau zu halten bzw. es dorthin zu bringen, ist die Gesellschaft gefordert, viele und teilweise gewohnte Handlungs- und Entfaltungsmöglichkeiten zu überdenken.

pioneer:impact soll junge Unternehmer:innen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten (z.B. Education, DEI, Decarbonization, Renewable Energy, Regenerative Farming, etc.) dabei unterstützen, ihre Impact-Aktivitäten umzusetzen, nachhaltig mit dem Business-Aspekt zu verbinden und damit spannende und innovative Lösungen mit höheren Erfolgschancen auf den Markt zu bringen.

Summer School | © Impact Hub Tirol

Expert:innen Know-How, Mentoring & eine maßgeschneiderte Finanzierung

Renommierte Expert:innen, Mentor:innen und erfahrene Impact Unternehmer:innen aus der Region und internationalen Märkten sind eine wesentliche Säule des Programms. Sie begleiten die Startups durch den zwölfmonatigen Accelerator und darüber hinaus. Im hauseigenen FabLab der Werkstätte Wattens können die Teams bei Bedarf an der Weiterentwicklung ihrer Prototypen arbeiten. Am Ende stehen den Teilnehmer:innen 150.000 Euro Investmentsumme in Aussicht. Gemeinsam wollen die Investor:innen in ein oder zwei Teams pro Kohorte investieren.

“Als gebürtiger Tiroler freut es mich sehr, dass ich gemeinsam mit dem Impact Hub Tirol und der Werkstätte Wattens pioneer:impact mit aufbauen und in vielversprechende Teams investieren kann”, betont Charly Kleissner das Potential, Impact und Business zu koppeln und nachhaltig in Tirol zu verankern. Thomas Wurm, Co-Founder und CEO von Single Use Support bemerkt dazu: “Als Impact Investor nicht bei pioneer:impact dabei zu sein, würde wirklich keinen Sinn machen.”

Zentrales Element des Accelerators ist es, neben der Verstärkung und Messbarkeit des Impacts, den Teams eine Varianz an Finanzierungsmöglichkeiten zu geben um sicherzugehen, dass diese nicht in eine Finanzierung gezwungen werden, die nicht zu den jeweiligen Bedürfnissen passt. Damit gibt man auch den Investor:innen Freiraum, individuell auf Projekt einzugehen. 

Interessierte Impact Unternehmer:innen können sich bis 18. April auf www.pioneer-impact.tirol bewerben.


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Die Gründer von Klartext AI vlnr.: Daniel Toth, Ruben Hetfleisch und Felix Krause | (c) Klartext AI
Die Gründer von Klartext AI vlnr.: Daniel Toth, Ruben Hetfleisch und Felix Krause | (c) Klartext AI

Bereits seit etwas mehr als einem Jahr sind barrierefreie Dokumente durch das österreichische Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) für öffentliche Institutionen, Bildungseinrichtungen sowie Banken und Versicherungen verpflichtend. Die Anforderungen sind dabei klar geregelt, der manuelle Aufwand, bestehende Dokumente barrierefrei umzugestalten, hoch. Bei einem 80-seitigen Dokument seien das etwa zwei Arbeitstage, heißt es vom Wiener Unternehmen Klartext AI (brutkasten berichtete bereits). Mit dem Venture doclarity hat man – basierend auf einem Forschungsprojekt – eine KI-Lösung für genau den Zweck geschaffen. Sie erstellt Dateien im Format PDF/UA, das die Nutzung von Screenreadern ermöglicht.

Unterstützung von oberster politischer Ebene

Und diese Lösung wird bereits in der noch bis September laufenden kostenlosen Early-Access-Phase gut angenommen. Schon mehr als 70 öffentliche Institutionen bzw. andere vom Gesetz betroffene Organisationen würden das Tool nutzen, sagt Co-Founder Ruben Hetfleisch gegenüber brutkasten. Namen dürfe man aktuell noch keine nennen. Klar ist aber, dass das Startup auch auf oberster politischer Ebene bereits aufgeschlagen ist: Das Bundeskanzleramt unterstütze die Entwicklung im Rahmen des letzten Public AI Hackathons und Innovationsminister Peter Hanke besuchte das Unternehmen jüngst für einen Pressetermin.

„Ohne die Unterstützung von öffentlicher Seite, von der FFG über die AI Factory Austria bis zur Wirtschaftsagentur Wien, wären wir heute nicht da, wo wir sind – dafür sind wir wirklich dankbar“, sagt Hetfleisch. Vor einem Jahr hatte man eine FFG-Förderung erhalten, zuletzt kam nun eine durch die Wirtschaftsagentur Wien in Höhe von 75.000 Euro hinzu. „In der AI Factory nutzen wir Rechenressourcen für unsere Agents, bekommen Mentoring im Business Development und Unterstützung bei der Evaluierung der Software“, sagt der Gründer.

Internationalisierung ab 2027 geplant

„Ein junges Wiener Team entwickelt hier eine Lösung, die Menschen mit Sehbeeinträchtigung den gleichberechtigten Zugang zu Informationen ermöglicht. Das ist gelebte Barrierefreiheit und damit ein Beitrag zu einer inklusiveren Gesellschaft“, kommentierte Minister Hanke im Rahmen seines Besuchs. „Genau deshalb haben wir dieses Projekt über die FFG-Initiative ‚Expedition Zukunft‘ gefördert und begleiten es seit April auch über die AI Factory Austria weiter.“

Minister Peter Hanke mit dem Team von Klartext AI | (c) Domnanovich

Im September soll nun die Early-Access-Phase enden und die aktuellen Nutzer damit zu regulären Kunden werden. „Mit 2027 ist dann eine verstärkte Internationalisierung geplant, nachdem der nationale Markt abgedeckt wurde“, sagt Hetfleisch. Dafür könnte auch ein Investment zum Thema werden. Und auch beim ersten Venture doclarity soll es für Klartext AI nicht bleiben. Ein weiteres Venture im Finanz-Bereich sei bereits in Arbeit, verrät der Gründer – mehr könne man aber erst im Herbst dazu sagen.

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