21.03.2022

Call: Jetzt für den AI Experience Exchange in Tel Aviv bewerben & vom israelischen KI-Sektor lernen

Der aws KI Marktplatz und das Global Incubator Network Austria starten erstmalig einen gemeinsamen Call für einen 3-tägigen KI-Austausch in Tel Aviv. Die Bewerbung für Startups, KMU und Forschungseinrichtungen läuft bis 3. April 2022.
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Israel gilt international als die Startup-Nation schlechthin. Keine andere Nation bringt – bezogen auf die Einwohnerzahl – so viele Startups, Business Angels, Inkubatoren und Investor:innen hervor. Auch die KI-Branche verzeichnete in den letzten Jahren einen Boom. Laut der israelischen Hightech-Organisation Startup Nation Central (SNC) waren im Jänner 2020 rund 1350 Unternehmen aktiv, die sich auf KI spezialisierten. Das entspricht rund 21 Prozent aller israelischen Hightech-Unternehmen.

Neuer Call AI Experience Exchange

Damit künftig auch österreichische Firmen vom israelischen KI-Sektor lernen und profitieren können, hat aws KI Marktplatz (KI-Plattform auf der KI-Lösungen am österreichischen Markt sichtbar und mit Nachfrage zusammengebracht werden) gemeinsam mit dem Global Incubator Network Austria mit AI Experience Exchange erstmalig einen gemeinsamen Call gestartet. Ziel des Programms ist ein 3-tätiger Erfahrungsaustausch, der vom 10. bis 12. Mai 2022 (Anreisetag spätestens 9. Mai; Abreisetag frühestens 13. Mai) in Tel Aviv stattfinden wird.

Die Zielsetzung und Zielgruppe

Im Zuge des Erfahrungsaustausches können die Teilnehmer:innen das KI-Ökosystem kennenlernen, KI-Hotspots besuchen und sich bei Netzwerkevents austauschen. Ziel ist es, die eigene Expertise zu bereichern und für aktuelle bzw. zukünftige Projekte einzusetzen. Im Zentrum steht dabei das Teilen von Erfahrungen und Expertise mit internationalen KI-Anbieter:innen und- Anwender:innen.

Der neue Call AI Experience Exchange richtet sich exklusiv an Startups, KMU und Forschungseinrichtungen aus dem KI-Marktplatz Netzwerk. Corporates sind nicht die Zielgruppe dieses Calls. Die Bewerbung ist bis 3. April 2022 über die Plattform aws Connect möglich. Spezifisch für Startups wird es einen Reisekostenzuschuss in der Höhe von 2500 Euro geben. KMU und Forschungseinrichtungen sind davon ausgenommen.

Der weitere Zeitplan und die Voraussetzung für Teilnahme

Eine Jury wird alle Bewerbungen sichten und wählt innerhalb einer Woche nach Ende des Calls die endgültigen Teilnehmer:innen aus. Zudem wird es am 28. April 2022 eine Kick-off Veranstaltung in Wien geben, bei der sich die Teilnehmer:innen vorab austauschen können.

Für die Bewerbung müssen Startups, KMU und Forschungseinrichtungen am aws KI-Marktplatz registriert sein. Startups sollten mindestens erste Testkund:innen vorweisen können und sich in der Seed- Early-Stage oder Growth-Phase befinden. Für alle Teilnehmer:innen gilt, dass sie Bereitschaft zeigen ihr eigenes Wissen mit potentiellen Kund:innen und KI-Entwickler:innen zu teilen.

+++ Jetzt für den AI Experience Exchange bewerben +++


Ansprechperson bei Rückfragen zur Bewerbung

aws KI Marktplatz

Jasmin Moradzadeh | Programm Managerin
[email protected] | +43 1 501 75 445

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(c) Lebensstimmen

Die Lebensstimmen GmbH, international unter dem Namen „Words that Remain“ unterwegs, hat den Einstieg von Helmut Marko Anfang dieser Woche auf LinkedIn bekanntgegeben. Der als Motorsport-Legende bekannte Unternehmer beteiligt sich als Investor an dem 2026 gegründeten Unternehmen. Über die Höhe der Beteiligung machte das Startup keine Angaben.

„Der Motorsport wurde nie durch Zufall besser, sondern durch den Mut, neue Technologie konsequent in den Dienst der Menschen zu stellen. Genau diese Haltung erkenne ich bei Lebensstimmen“, wird Marko in dem LinkedIn-Posting zitiert.

KI-Trauerrede zu Lebzeiten

Lebensstimmen entwickelt eine Plattform, auf der Menschen zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten können, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können. Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“. Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell.

Von Deepfakes grenzt sich das Unternehmen ausdrücklich ab. Alle Inhalte sollen stilisiert, als KI-generiert gekennzeichnet und von Menschen kuratiert sein, mit Zustimmungs- und Widerrufsregeln, DSGVO-konform und in der EU gehostet. Rechtlich begleitet wird das Projekt von der Kanzlei Scherbaum Seebacher.

„Es geht nicht darum, Menschen digital zurückzubringen. Es geht darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, den eigenen Abschied selbstbestimmt zu gestalten – zu Lebzeiten, mit Würde und nach eigenen Vorstellungen. KI macht das erstmals wirklich möglich“, sagt Mitgründer und CEO Philipp Berkessy.

Gründerteam aus der Bestattungsbranche

Hinter Lebensstimmen stehen drei Grazer Unternehmer. Markus Pinter ist Inhaber der Pinter Bestattung, war Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien und ist Vizepräsident der Europäischen Bestattervereinigung EFFS. Philipp Berkessy führt die Berkessy Consulting GmbH und war zuvor unter anderem Geschäftsführer am Red Bull Ring und COO der DTM. Lukas Stern ist Gründer der Aldea Agency und verantwortet die technische Architektur. Getragen wird das Unternehmen von den drei Gesellschaften der Gründer.

„Auch in der Bestattungsbranche macht Digitalisierung und KI Unmögliches möglich: Die Lebensstimmen ergänzen das Dienstleistungsangebot in einer hochemotionalen Form, ohne die Pietät und Menschlichkeit zu verletzen“, sagt Pinter. Seine Pinter Bestattung fungiert als erster Pilotpartner.

Den Markt beziffert das Startup mit rund 1,4 Millionen Sterbefällen pro Jahr im DACH-Raum, digitale Angebote gebe es bislang praktisch keine. Nach eigenen Angaben liegen bereits mehrere Absichtserklärungen von Bestattungsunternehmen, Versicherern und Verbänden aus dem In- und Ausland vor. Namen nannte das Unternehmen nicht. Anfang September gab Lebensstimmen zudem auf der LEAP in Riad eine Partnerschaft mit dem Tokenisierungsanbieter Green Encoded bekannt: Die zu Lebzeiten lizenzierte Stimme soll damit zu einem verifizierbaren digitalen Asset werden. Die Technologie soll Anfang Oktober auf der Messe Ai Everything in Abu Dhabi präsentiert werden. Danach stehen die GITEX in Dubai und die CES in Las Vegas auf dem Plan. Der internationale Rollout des Lizenzmodells ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

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